Generalsanierung der Kammerspiele: Donatoren gesucht

30. November 2012, 18:19
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Bühne in der Rotenturmstraße bleibt von Mai bis Oktober 2013 geschlossen

Wien - Ein Lokalaugenschein macht es deutlich: Die Kammerspiele des Wiener Josefstadttheaters bedürfen einer dringenden Generalsanierung. Was man vom Zuschauerraum aus nicht sieht: Auf die Bühne tropft Regen, die Werkstätten platzen aus allen Nähten, die Stargarderoben sehen aus wie Kabinen in einem Billigmassagesalon. Das ist nicht schön.

Direktor Herbert Föttinger, der die Spielstätte in der Rotenturmstraße seit seinem Amtsantritt 2006 mit neuen Komödien entstaubt hat, muss das seit 2009 im Besitz der Wlaschek-Gruppe Amisola befindliche Haus technisch wieder flottmachen. Trotz Sponsorgeldzusagen etwa der POK Pühringer Privatstiftung ist die Finanzierung noch nicht gedeckt; die öffentliche Hand zieht nur zu 30 Prozent mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa zwölf Millionen Euro; es fehlen noch 3,4.

Bei der von Mai bis Oktober 2013 anberaumten Sanierung soll u. a. der Zuschauerraum um einen halben Meter abgesenkt werden, ein Orchestergraben entstehen und die Bühne 1,5 Meter weiter in den Zuschauerraum gebaut werden. Eine Drehbühne ist so gut wie beschlossen. Fix ist die Anmietung von notwendigen 600 Quadratmetern Kellerfläche in Richtung Fleischmarkt.

Der Eingangsbereich soll mit einem Vordach sichtbarer, die Kassa in das gegenüberliegende Gebäude ausgelagert werden. Mit der europäischen Erstaufführung des Broadway-Hits Catch me if you can (Regie: Werner Sobotka) wird am 24. Oktober 2013 wiedereröffnet. Zuvor ist der Spielbetrieb bis 1. Mai aufrecht! (afze, DER STANDARD, 1./2.12.2012)

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