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Manfred Wegscheider verdrängt...

...die bisherige Stadtchefin Brigitte Schwarz.
Kapfenberg/Graz - Die Grünen orten einen "klassischen SPÖ-Putsch". "Das war keine über Nacht entstandene Dynamik, sondern das wurde von langer Hand vorbereitet und ist nicht ohne Zustimmung von SP-Parteichef Franz Voves geschehen", vermutet der obersteirische Grünen-Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner. Auch die KPÖ schmeißt sich für die Kapfenberger SP-Bürgermeisterin Brigitte Schwarz in die Bresche. Sie sei " parteiinternen Machtspielen" zum Opfer gefallen. Die Stadtchefin tritt kommende Woche zurück und mit ihr auch ihr Vize und Parteichef Hannes Weißenbacher sowie zwei Stadträte - in Summe vier von fünf SP-Regierungsmitgliedern. De facto löst sich die gesamte SP-Stadtregierung auf. Nach der schweren Wahlniederlage bei den Grazer Gemeinderatswahlen vergangenen Sonntag schlittert nun die SP im großen alten roten "Bollwerk" der Obersteiermark, Kapfenberg, in die Krise. Ebenfalls wegen interner Machtkämpfe.
Der Druck aus Graz war für Schwarz wohl zu groß geworden, nachdem der Landtagspräsident und ehemalige Kapfenberger Bürgermeister Manfred Wegscheider angekündigt hatte, die Kapfenberger Partei zu übernehmen. Wegscheider gilt als Hardliner, der gewohnt ist "durchzugreifen". Schwarz hingegen, wie aus den Solidaritätsbekundungen ablesbar, als konziliant und eher links-liberal.
Die Personalkrise spielt sich auch vor dem Hintergrund der geplanten Großfusion "Kapfenberg-Bruck" ab. Mit Bruck und Kapfenberg sowie weiteren Anrainergemeinden soll eine obersteirische Großstadt mit 50.000 Einwohnern zusammengefügt werden. Aus Bruck an der Mur berichtete die Kleine Zeitung am Freitag allerdings, dass Bürgermeister Bernd Rosenberger (SP) die Fusionsgespräche abbrechen wolle. Er habe als Grund inakzeptable Forderungen der designierten neuen Kapfenberger SP-Führung genannt, die man zugespielt bekommen habe. (Walter Müller, DER STANDARD, 30.11.2012)
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"Wieviel Prozent der Wahlberechtigten der Steiermark
wohnen in Kapfenberg?"
Die Ereignisse in Kapfenberg (die Vorgangsweise Wegscheiders) werden sicher in der ganzen Steiermark das Wahlverhalten bei der NR-Wahl beeinflussen, detto das Wahlergebnis in Graz (das ja für die SP auch nicht sonderlich "günstig" war).
Und jetzt wäre meiner Meinung nach einer der Strategen der Bundes-SP dran - z.B. mit der Aussage, dass es für eine NR-Wahl "eh keine Rolle spielt", wenn es in der Steiermark starke SP-Verluste gibt...
Auf diese indirekte Weise kann sich das Verhalten von Leuten wie Wegscheider (und Schwiegertochter) durchaus auf eine bundesweite Wahl auswirken.
Dank dem Katastrophenwahlergebnis welches die Schwiegertochter Schröck eingefahren hat, fliegt der machtgeile Wegscheider aus dem Amt und mittels Ellbogentechnik entledigt er sich mittels gut platzierter Intriegen der amtierenden Bürgermeisterin, um sich sondann fett in ihren Sessel zu setzen.
Unmöglich, dass er bis März 2013 wartet, da wäre die derzeitige Bürgermeisterin ohnehin zurückgetreten.
Nein, kein Tag soll vergehen, ohne sich nicht die Taschen mit Steuergelder vollzustopfen.
Freundschaft Wegscheider und Schröck!
Ja das waren noch Zeiten wie Frau Pilz zuerst mit den Grünen und dann auf einer eigenen Liste angetreten ist. Sind die Grünen überhaupt in Kapfenberg noch präsent? Kapfenberg ist halt die Heimatstadt eines sehr berühmten Grünen, dessen Vater ein Gewerkschaftsapperatschik war.
Das dauert noch eine Weile. Zuerst muss die SP auf Kapfenberger Gemeindeebene erst einmal die absolute Mehrheit verlieren...
Aber ein gewisser Trend in dieser Richtung ist zu sehen:
Bei der GR-Wahl 2010 hatte die SP um 20 Prozentpunkte weniger als 2005 (von 77,7% herunter auf 56,9%)
Die KP konnte sich hingegen gut verdoppeln (von 2,63% 2005 hinauf auf 5,57% 2010)
Schröck ist die Schwiegertochter Wegscheiders (wieso wäre sie sonst wohl in die Position gekommen vor einem Jahr?!) - selbst wenn sie die nächste Wahl wieder in den Sand setzt, wie es zu erwarten ist, so wird die SPÖ dennoch zu ihr stehen - der Schwiegerpapa wird dafür sorgen, nur konnte er es nicht, wenn er nicht eine bedeutende aktive Position hat - und in die hat er sich mit dieser Aktion hineingehievt.
stimmt mich als gestandenen Sozialdemokraten mehr als traurig, macht mich wütend.
Entledigt euch der Mobber und Intriganten, der Besserwisser und Arschkriecher, dann werdet ihr wieder wählbär!
In Summe und der undurchdachten Performance auch einiger Wiener "Bezirksfürsten und den neusten Ablösegerüchten in der Bundespartei geschuldet, läßt mich das schweren Herzens eine Entscheidung bereits jetzt treffen: Die nächste Wahl werde ich weiß oder grün wählen. Die Sozialdemokraten sind für mich erstmals gestorben, weil ihnen die Sozialdemokratie abhanden gekommen ist. Drüberfahren und Bürgerferne sind derzeit die gängigsten "Konzepte" dieser Dariwudeln.
Dass die Schwarzen und Blauen noch mehr sumpfen, tröstet mich auch nicht.
"Freundschaft".
Da hier aber im Grunde kaum feststellbar ist, (übertrieben gesagt) durch welche Schlafzimmer die Gemeindegrenzen verlaufen, macht das schon Sinn.
Anders betrachtet: Es gibt SPÖ-Präferenzen, Gemeinden unter dem Titel "Umlandgemeinden" zusammenzulegen, die - wie soll man sagen - "Umland" ganz neu definieren.
Beispiel: Bruck/Mur und Breitenau (am Hochlantsch). Wohlgemerkt: Dazwischen liegen 25km Straße und das Rennfeld mit über 1.600m ...
So betrachtet sollte man schon meinen, dass Bruck-Kapfenberg wesentlich sinnvoller ist.
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