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Wien - Gerade in Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr: Das Bewusstsein für gesunde Ernährung muss möglichst früh vermittelt werden. Mit der österreichweiten Initiative "Unser Schulbuffet", die im Jänner ihr einjähriges Bestehen feiert, will Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) eine ausgewogene Pausenverpflegung für alle Kinder ermöglichen. Erste Erfolge und Zukunftsperspektiven präsentierte er am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.
Mittlerweile beteiligen sich bundesweit 172 Schulbuffets an der von Stöger zu Jahresbeginn gestarteten Aktion. "120.233 Taferlklassler profitieren von dem geänderten Angebot", so der Minister. Dabei stehen neben einer Adaption des Menüplans auch begleitende Maßnahmen im Fokus. So spielt etwa neben der Preisgestaltung die Präsentation eine zentrale Rolle.
Der Zugang zu "vernünftiger Ernährung" müsse Geschmack und Genuss berücksichtigen - und "cool" soll der Snack auch sein. Diese Aspekte lassen sich durchaus vereinen, zeigte sich die Journalistin und vierfache Mutter Barbara van Melle, überzeugt. Allerdings müsste man dies schon in jungen Jahren vermitteln. Nicht durch Theorie und Worte, sondern einen handfesten Zugang - via Schulgarten oder eigener Küche etwa.
"Es gibt keine Kinder, die Karotten ziehen und diese dann nicht essen möchten", sagte die "Slow Food"-Obfrau van Melle im APA-Gespräch. Ihrer Ansicht nach werden die Jüngsten und ihr kulinarisches Verständnis völlig unterschätzt. "Kinder sind totale Genießer", manches müsse man ihnen aber handfest vermitteln. Den Geschmack von Aromen im Vergleich zu natürlichen Produkten etwa.
Sie sieht das Projekt als "ganz wesentlichen Schritt" und fungierte daher gerne als die Jurorin eines Fotowettbewerbs zu Thema. Kids bis zehn Jahren haben mit Schnappschüssen dokumentiert, was ihnen als Jause besonders gut schmeckt und sie fit hält. Fünf Gewinner wurden aus über 200 Einsendungen ermittelt. Projektleiterin Walpurga Weiß betonte die Notwendigkeit einer "Anschlussfähigkeit für den Alltag" - der Nachwuchs könne als Botschafter fungieren und in die gesamte Familie wirken. Wenn man über Wissen und Bildung auf dem Gebiet verfüge, müsse gutes, gesundes Essen weder teuer noch aufwendig sein.
Anlässlich des Jubiläums fand heute Freitag eine Tagung unter dem Motto "Schmeckt's? Wenn ja, warum eigentlich?" statt. "Ein voll guter Tag" soll es werden, bei dem alle mitfeiern, denen eine gesündere Verpflegung für den Nachwuchs am Herzen liegt: Neben Betreibern von Schulbuffets kommen Eltern, Schulärzte, Pädagogen, Experten aus dem Bereich Gesundheitsförderung und Nahrungssicherheit und auch die ABC-Schützen selbst zusammen, um Erreichtes und Perspektiven zu diskutieren .(APA, 30.11.2012)
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