12.000 Waffen in Österreich neu registriert

30. November 2012, 20:12
  • Seit 1. Oktober wurden mehr als 12.000 Schusswaffen im Zentralen Waffenregister neu gemeldet.
    foto: apa/dpa/steffen

    Seit 1. Oktober wurden mehr als 12.000 Schusswaffen im Zentralen Waffenregister neu gemeldet.

Bisher erfasste Pistolen und Revolver wurden automatisch in das neue System übernommen, Gewehre können noch bis Juni 2014 gemeldet werden

Wien/EU-weit - Nach einem kurzen Performanceproblem in den ersten Tagen aufgrund der vielen Zugriffe ist das neue Zentrale Waffenregister (ZWR) gut gestartet: Seit 1. Oktober wurden bereits mehr als 12.000 Schusswaffen neu registriert, davon etwa ein Zehntel per Selbstregistrierung. "Das ZWR wird also auch online gut angenommen", freut sich Roland Giersch, der im Innenministerium an der Umsetzung mitgearbeitet hat.

Kostenloser Online-Service

Die bisher bei den Bezirkshauptmannschaften oder Bundespolizeidirektionen erfassten genehmigungspflichtigen Waffen wie Pistolen oder Revolver wurden automatisch in das neue System übernommen. Nun geht es vor allem um die Gewehre, die von den Jägern, Schützen und Waffensammlern zuvor dezentral mit Formularen bei den Büchsenmachern gemeldet wurden. Weil dafür Gebühren fällig wurden, ist der Vorgang nun per Bürgercard oder Handy-Signatur kostenlos online möglich.

Wer dies nicht möchte, kann sich weiterhin gegen ein "angemessenes Entgelt" an den Handel wenden. Auch bei einem Neukauf tragen die Büchsenmacher diese Waffe über einen eigenen Zugang via Internet im ZWR ein. Bis dato nehmen 186 Händler teil. Wer diesen Service nicht bietet, dürfte seine Kunden damit in die Arme der Konkurrenz treiben, glaubt man im Innenministerium.

Zeit bis Ende Juni 2014

Der bisher reibungslose Ablauf wird vor allem auf die gute Aufklärung der Betroffenen zurückgeführt. Eine Informationsbroschüre wurde über Handel, Schützenbund und Jagdverbände verteilt, ist aber auch weiterhin per Download verfügbar.

Eile ist übrigens nicht geboten: Für die Registrierung der Gewehre (Kategorie C - mit gezogenem Lauf) hat man Zeit bis Ende Juni 2014. Flinten (Kategorie D - mit glattem Lauf) aus dem Altbestand müssen nur bei einem Besitzerwechsel gemeldet werden.

Nicht vorgesehen ist eine eigene Überprüfung der Verwahrung wie dies bei Kurzwaffenbesitzern alle fünf Jahre von der Exekutive durchgeführt wird. Dies würde die Möglichkeiten der Exekutive wohl überfordern.

Wie BMI-Mitarbeiter Robert Gartner erläuterte, sind auch die anderen EU-Staaten bei der Umsetzung im Zeitplan. Deutschland etwa, wo man früher an die Arbeit gegangen ist, ist noch nicht so weit wie Österreich. (APA, 30.11.20012)

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    Posting 1 bis 25 von 95
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    Bei 6000 Registrierungen pro Monat dauert die Erfassung der geschätzten 1 million Langwaffen wie lange?

    Insgesamt 166 2/3 Monate oder fast 14 Jahre. Die Frist läuft aber im Juli 2014 aus, das sind nur 21 Monate. Linear hochgerechnet ergibt das eine Meldemoral von 13% für das "Zentrale Waffensteuer und Beschlagnahme Register".

    Anlaufschwierigkeiten gibt's immer

    aber immerhin hab ich die Bürgercard schon. Jetzt muss ich nur noch den Schlüssel zum Waffentresor wieder finden...

    Obacht!

    Der Verwaltungsgerichtshof hat festgestellt, dass ein verlegter Schlüssel für den Waffentresor KEINE sorgfältige Verwahrung darstellt. Der Waffenbesitzer hatte seinen Schlüssel in einer Hose gelassen, die er einer Hausangestellten zur Reinigung gegeben hatte. Just zu diesem Zeitpunkt kam die Kontrolle, und er konnte die Waffen nicht vorweisen...

    Vorbereitung auf die kommende Diktatur

    Ziel der internationalen Finanzelite ist eine vollständig kontrollierte Bevölkerung, die sich gegen die Plünderung nicht mehr wehren kann. Waffenbesitz stört dabei. Im Fall des Finanzcrashs sollen daher schnell alle Waffen eingezogen werden, genau darum geht es.

    Es kann also nicht schaden, dass sich neben dem "offiziellen" Bestand noch Waffen unter doppelten Böden verbergen, die sich speziell zur Verteidigung eignen (Pumpgun, Revolver, Selbstlader etc.)

    Getreu dem Motto: "Gold, Silber, Blei- diese Metalle machen frei!"

    wichtig wäre auch die veröffentlichung der namen zb im internet

    der bürger könnte dann im umgang mit solchen mitmenschen die entsprechende vorsicht walten lassen.

    Selbstdienungsladen Waffenregister

    In den Ländern mit zentralem Waffenregister (Kanada, Australien) werden die Daten von kriminellen Hackern an Einbrecher weitergegeben, die die "Katalogware" dann sogar selber abholen kommen.

    Wie wäre es mit der Veröffentlichung der KFZ Zulassungsdaten? Dann könnte jeder Autodieb leicht feststellen, wo er den Schlüssel zum nachgefragten Modell beschaffen kann.

    Vielleicht möchten Sie aber auch eine Kennzeichnung von Waffenbesitzern in der Öffentlichkeit einführen. Ein gelber Stern würde sich anbieten.

    Kanada

    hat mit dem zentralen Waffenresister aufhehört. Zu teuer und bringt absolut nichts!

    Stimmt, die Daten sind aber noch immer vorhanden

    Und werden wahrscheinlich noch schlechter geschützt als zuvor. Da Schußwaffen bei entsprechender Verwahrung durchaus mehr als 100 Jahre halten und der private Umlauf eher gering ist veraltet die Daten nicht gar so schnell.

    und auch die religion dazu

    und auch alle straftaten und die sexuellen vorlieben..gehts noch???

    liebe(r) verleihnixx,

    nachdem dem sie hinter einem nik versteckt sind, dürfte ihnen datenschutz ja doch etwas bedeuten. ich gehe fast davon aus, dass sie einer der ersten wären, der lauthals aufschreit, wenn innenstädte zum schutz von bürgern und gewerbetreibenden videoüberwacht würden oder wenn jemand fordert, dass man namen und adressen von gewaltverbrechern (zb. vergewaltiger, kinderschänder, mörder, etc.) veröffentlicht. legale waffenbesitzer sind zu 99,9% "rechtschaffene mitbürger", dh. die von linker seite reflexartig vorgebrachten ressentiments gegen legalen waffenbesitz und allem was damit zusammenhängt (zB. jagd, schießsport, etc.) sind völlig unbegründet und lediglich ein zeichen von intoleranz.

    so kann man es auch sehen. neben schießwütigen mitbürgern zu leben und das gefährdungspotential nicht so einfach hinzunehmen ist natürlich intolerant - aus der sicht des schießwütigen teils der bevölkerung.

    und zum datenschutzeinwand: hier irren sie, ich hab mit videoüberwachung etwa in der ubahn kein problem. bringt zwar nicht viel, aber ein paar aufgeklärte körperverletzungen und diebstähle sind für die betroffenen besser als gar nix.

    liebe(r) verleihnixx,

    freut mich, dass wir uns zumindest bzgl. der videoüberwachung einig sind ;-) - aber jetzt mal ehrlich: wie oft wurden sie schon von "schießwütigen mitbürgern" bedroht? was würde es ihnen nützen zu wissen, dass der freundliche nachbar von nebenan, der ihnen den müll mit runter nimmt, eine flinte zu hause hat (weil er damit auf wurfscheiben schießt) oder die nette verkäuferin aus ihrer lieblingsbäckerei eine büchse besitzt (die sie jagdlich führt). da sich diese personen bzw. das durch sie ausgehende gefahrenpotential allein durch die information nicht ändern, stellt sich mir die frage, wofür sie diese brauchen. würden sie die personen nun anders behandeln? wenn "ja", geben sie die antwort, warum die daten nicht veröffentlicht werden sollen.

    ganz leicht erklärt: stänkert mich der so oft betrunkene mieter im 2 stock wieder mal an, kann ich mir normalerweise selbst helfen. weiß ich von seiner waffe würde ich die lösung des problems an die wega delegieren. das spart dann schüsse durch die eingangstür, erschossene fernseher, kaputte kinderzimmerfenster - nur um die vorfälle der letzten tage zu erwähnen.

    Spitzen S' die Ohren: Die Wega kommt nicht wegen "Angestänkertwerden". Sowas werden Sie jedenfalls auf sich allein gestellt regeln müßen.

    Und vom kleinen alarmierten Polizeibeamten werden Sie wegen groben Unfugs angezeigt und in der Folge zusätzlich zu einer Geldstrafe auch zur Bezahlung der Einsatzkosten verdonnert.

    Übrigens: Sie "wissen" bereits jetzt schon von Waffen im Haushalt Ihres Nachbarn: Messer (vielleicht eine Axt oder auch nur ein Schraubenzieher); diese verursachen gräßlichen Verletzungen und bringen hierzulande wesentlich mehr Menschen ums Leben als Schußwaffen.

    Sie scheinen vielmehr aus irrationalem Bestemm als aus Vernunft gegen Privatwaffenbesitz zu sein.

    *lol*

    sie schätzen situationen ja ordentlich realistisch ein. und auch ihre kenntnisse aus dem verwaltungsrecht, bzw über die interne organisation der polizei sind beeindruckend.

    den waffenhändler hätte ich ihnen abgenommen, aber buchhändler? nein, wirklich nicht.

    Na, dann rufen S' das nächste Mal wegen "Angestänkertwerden" "die Wega" oder auch nur die normale Polizei - und dann

    berichten Sie hier über die Folgen.

    Sie werden viel *lol* ernten. Aber das tun Sie ja jetzt auch schon. :-)

    ja dann aber auch für ALLE ehemaligen Straftäter weil die haben schon mal das Gesetz gebrochen. Nicht nur Sexual- sondern auch Gewalt- und Wirtschaftsstraftäter! Aso das darf man ja nicht damit die Damen und Herren eine 2. Chance von der Gesellschaft bekommen. Aber Waffenbesitzer haben nicht mal eine verdient? Warum eigentlich? Wenn alle so schießwütig wären wie sie meinen würde ja täglich was passieren!

    jetzt haben sie ihre antwort aber als ausrede deklariert. einen verweis auf gewalttäter hätte ich ja noch akzeptiert, aber das gefahrenpotential von bilanzfälschern wollen wir nicht ernsthaft eingehen, oder?

    lieber verleinix

    sollte man nicht auch menschen "mir blossen Händen"
    dauflisten??? gehen doch die meinsten Straftaten auf diese zurück!! ;-)

    Welche gefälschte Bilanz?

    Das forde ich auch schon lange bei KFZ Lenkern.

    "Nicht vorgesehen ist eine eigene Überprüfung der Verwahrung wie dies bei Kurzwaffenbesitzern alle fünf Jahre von der Exekutive durchgeführt wird. Dies würde die Möglichkeiten der Exekutive wohl überfordern."

    Mangelnde Kontrollen sind jedoch das große Problem bei den legalen Waffen. So wie bei dem Fall mit dem sehschwachen und altersverwirrten Pensionisten der zuerst auf den Postler geschossen hat und dann auf die gerufene Polizei. - Der hätte schlicht und einfach keine Waffe mehr haben dürfen.

    Genauso gibt es Personen die psychisch mehr als labil sind und regelmäßige Stammgäste auf der Psychiatrie sind und Zuhause ganz legal mehrere Schusswaffen haben.

    Die mangelnden Kontrollen sind die große Gefahr bei legalen Schusswaffen.

    Die meisten Besitzer der neu registrierten Langwaffen

    sind sowieso entweder auch Besitzer von Kurzwaffen (und werden daher regelmäßig kontrolliert) und/oder Jäger und/oder Sammler (die ab 20 Schußwaffen die Sicherungsmaßnahmen gegebenenfalls vorgeschrieben bekommen.

    Kontrollbedürftig wären eher die illegalen Waffenbesitzer. Das sind nämlich die, die immer wieder was anstellen. Geht aber nicht.

    - Illegale Waffen sind der Behörde nicht bekannt, daher kann man auch niemand vorbeischicken.
    - Für anlasslose Hausdurchsuchungen gibt es selbst bei aktenkundigen Kriminellen mit Waffenverbot keine Rechtsgrundlage.

    Ich bin pro legaler Waffenbesitz aber bei dem Kontrollen hast du Recht.
    Wenn die Cops bei jedem alle 5 Jahre vorbeischauen würden um die Verwahrung zu kontrollieren und villeicht sogar einen Flyer mit den aktuellen Vorschriften mitbringen, wäre das bestimmt kein Nachteil.
    Das gleiche sollte man auch bei KFZ`s einführen - ich kapiere nämlich nicht wie knapp 100 jährige Opis noch am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

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