Zuviel Dämpfung im Laufschuh kann schaden

30. November 2012, 14:58
  • Neue Laufschuhe lohnt es sich vor dem Kauf zu testen.
    foto: apa/franz neumayr

    Neue Laufschuhe lohnt es sich vor dem Kauf zu testen.

Weiche Sohlenpolster schützen nicht, sondern steigern das Verletzungsrisiko für Sehnen, Gelenke und Muskeln.

Bad Abbach - Die falschen Schuhe sind ein häufiger Auslöser für Knöchelverletzungen. Vor allem stark gedämpftes Laufschuhwerk erhöht das Risiko für Supinationstraumen im Sprunggelenk und kann Überlastungsschäden verursachen. Ärzte und Physiotherapeuten sind sich beim Fuß-Symposium 2012 in Bad Abbach darüber einig. Als echten Fortschritt bezeichnen die Sportmediziner den Trend weg vom Laufschuh von der Stange, hin zu individualisiert, aus Modulen gefertigten Laufschuhmodellen.

Zwar bewegen sich Österreicher, wie auch Deutsche, mehr als in vergangenen Zeiten. Die zunehmenden sportlichen Aktivitäten insbesondere älterer Menschen erhöhen jedoch auch das Risiko für Überlastungsschäden und Verletzungen an Sehnen, Gelenken und Muskeln, vor allem im Bereich der unteren Extremitäten. 

Fehlbelastungen erkennen

Moderne apparative Techniken wie zweidimensionale Ganganalyse und Pedobarografie (Fußdruckmessung) bieten heute jedoch die Möglichkeit, Fehlbelastungen bei Hobby- und Profisportlern rechtzeitig zu erkennen und durch individualisierte, computerunterstützte Einlagenanfertigung zu korrigieren. "Auch die häufigen Überlastungsprobleme beim Nichtsportler im Alltag können durch diese Methodik gut behandelt werden", sagte Sven Anders, Oberarzt und einer der Spezialisten für die Behandlung von Fußerkrankungen im Klinikum Bad Abbach.

Der wichtigste Faktor für ungetrübten Laufspaß bleibt die gute Passform der Laufschuhe. Experten raten dazu, neue Laufschuhe vor dem Kauf unter verschiedenen Bedingungen zu testen. Ambitionierte Läufer sollten mehrere Paare ihres Laufschuhs abwechselnd benutzen und die Schuhe nach ca. 1000 km Laufstrecke ausmustern.

Sind Operationen am Fuß- und Sprunggelenk nicht mehr zu vermeiden, profitieren die Patienten von neuen Operationsmethoden. So können zum Beispiel die Wiederherstellung gerissener Achillessehnen oder Knorpelrekonstruktionen des Sprungbeines häufig bereits minimalinvasiv durchgeführt werden. "Für den Patienten bringt das Vorteile bei der Wundheilung und eine schnellere Wiederherstellung der Beweglichkeit", so Anders. (red, derStandard.at, 30.11.2012)

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20 Postings
laufe seit mehr als 1 Jahr mit Vibrams

Meine Erfahrungen sind hier zu finden: http://wozulaufschuhe.wordpress.com - falls wer Interesse hat..

welch erkenntnis! deshalb besser barfußschuhe!

http://www.vibramfivefingers.it/

kann ich nur empfehlen! ;)
ist anfangs eine Herausforderung aber nach 3 tagen will man nichts mehr anderes :D

stimmt

die Biester sind am Anfang immer etwas steif, nach 3 Tagen sind sie eingegangen....bis zum nächsten Waschgang :-)

"Ambitionierte Läufer sollten mehrere Paare ihres Laufschuhs abwechselnd benutzen und die Schuhe nach ca. 1000 km Laufstrecke ausmustern."

Im Rahmen einer Studie wurden Läufer über ihre Schuhe und ihre Verletzungs-Frequenz befragt...

- je älter (und abgelaufener) die Schuhe, desto weniger häufiger gab es Verletzungen.
- noch heftiger: je BILLIGER die Schuhe (und demzufolge unausgeklügelter die Dämpfung und die Stützkraft), desto seltener waren die Läufer verletzt!

...Fazit:
1) Je mehr Dämpfung, desto schlechter. Wird bewiesen über Messungen, die belegen, dass ein Fuß, der auf weichen Untergrund trifft, umso härter "reinsteigt"... außerdem fördert eine dicke Sohle den Fersenlauf.
2) Je mehr Stabilisierung, desto schwächer und anfälliger wird der Fuß auf Dauer.

...spart euch euer Geld. ;-)

Es setzt sich langsam durch, dass der menschliche Fuß nicht mehr "verbessert" werden muss...

Ich selbst laufe seit längerem nur noch mit Fivefingers - ca. 3mm Sohlendicke.

Oder barfuß.

...allerdings waren meine Füße durch ein "Leben in Gefangenschaft" stark geschwächt. Da muss man sich vorsichtig an die Normalform ran tasten, sonst regt sich die Achillessehne gehörig auf...
"Ich hab noch nie arbeiten müssen, jetzt will ich auch nicht mehr damit anfangen müssen!"
;-)

Zuviele Dämpfe im Laufschuh

können auch schaden.

Denn, lieber Standard: Zuviel ist IMMER schlecht :-)

hab heuer im sommer neue asics 2x getestet und dem eybl zurückgegeben.

der eybl hat sie anstandslos zurückgenommen - hab dafür 2 paar andere laufschuhe dort gekauft!

Experten raten dazu, neue Laufschuhe vor dem Kauf unter verschiedenen Bedingungen zu testen."

Ja, aber wird mir das Geschäft die Schuhe so lange leihen?

Doch, ein gutes Laufgeschäft macht das.
Ich kaufe auch immer das Paar unter der Bedingung, dass ich's eine Woche lang umtauschen kann.

Solang so manche Hipster-Lady lieber in Flipflops laufen geht (wahrhaftig diesen Sommer regelmäßig gesehen), ist auch noch weiterhin viel Platz für orthopädische Tipps!

Du nur weil sie ihrem kind nachläuft ist es noch kein "laufen".

ich glaub dir nicht.. so blöd ist niemand... neeeeeeeeeeein.....

heisst das, dass meine 50cm dicke Laufsohle doch nicht gut ist? ;-)

Beim Laufen nicht mit den Fersen auftreten dämpft besser als jeder Schuh.

ich hab mir damit einen ekligen fersensporn "erlaufen".

Sie meinen einen sog. "Vorfußlauf". Dabei besteht die Gefahr einer Achillessehnenüberlastung oder eines Fersensporns. Auch die Bänder werden wesentlich stärker belastet. Mit dieser Technik sollte nur jemand laufen, der sie beherrscht und bei dem die Muskulatur ausreichend trainiert ist.

Martahonläufer laufen fast nie mit Vorfußlauf.

Gute Marathonläufer sind aber auch keine Fersenläufer...

Weder noch, würde ich sagen:
http://www.youtube.com/watch?v=kxtvN0GxPtA

Der typische Vorfußlauf ist meiner Erfahrung nach sowieso nur bei überdurchschnittlicher Kondition sinnvoll.
Als untrainierter Läufer quasi-stehend auf der Achillesferse herumzufedern macht wenig Sinn, wenn man dabei die Energie nicht entsprechend in Geschwindigkeit umsetzen kann.

Wahrscheinlich wäre am Besten, verschiedene Laufstile zu variieren...

Über die Ferse laufen kostet weniger energie, dafür werden auch die Knie stärker belastet.

Ja, natürlich.

Darum sind "Anfänger" üblicherweise im Fersenlauf unterwegs. Doppelt problematisch, wenn durch das Laufen Übergewicht reduziert werden soll.

Für nur fünf schnelle Kilometer im klassischen Vorfußlauf braucht man schon eine verdammt gute Kondition.

Ich glaube daher nicht, dass man einen Laufstil so einfach umstellen kann. Das muss sich entwickeln.

man muss sich da langsam rantasten. Hier gibt's ein nettes video dazu: http://www.youtube.com/watch?fea... nj-7YKZE#!

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