Strauss-Kahn zahlt sechs Millionen Dollar an Diallo

30. November 2012, 12:38
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Außergerichtliche Einigung: Zivilverfahren in den USA offenbar kurz vor der Einstellung

Paris/New York - Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zahlt der Hotelangestellten Nafissatou Diallo laut einem Medienbericht sechs Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro), um eine Einstellung des gegen ihn laufenden Zivilverfahrens zu erreichen. Eine entsprechende außergerichtliche Einigung solle am 7. Dezember vor einer Richterin/einem Richter in New York unterzeichnet werden, berichtet die französische Tageszeitung "Le Monde" in ihrer Samstagsausgabe. Den Betrag von sechs Millionen Dollar nannte Strauss-Kahn demnach gegenüber Vertrauten.

Die "New York Times" hatte am Donnerstagabend unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Kreise berichtet, Strauss-Kahn habe mit der Hotelangestellten Nafissatou Diallo eine außergerichtliche Einigung erzielt, die aber noch nicht unterzeichnet sei. Diallo wirft Strauss-Kahn vor, sie in einem Luxushotel in New York sexuell angegriffen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Wegen der Vorwürfe wurde der damalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Mitte Mai 2011 am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen und später angeklagt.

Von der Bank und von seiner Ex-Frau

Das Strafverfahren wurde Ende August 2011 eingestellt, weil die Anklage an der Glaubwürdigkeit Diallos zweifelte. Sie habe die ErmittlerInnen mehrfach belogen, hieß es. Diallo strengte aber ein Zivilverfahren gegen den einstigen Hoffnungsträger von Frankreichs Sozialisten an und verlangte Schadenersatz. Strauss-Kahns Anwälte hatten öffentlich stets ausgeschlossen, mit Diallo einen finanziellen Deal auszuhandeln, um eine Einstellung des Zivilverfahrens zu erreichen.

Laut "Le Monde" will sich Strauss-Kahn drei Millionen Dollar bei einer Bank leihen, um das Geld überweisen zu können. Die andere Hälfte soll ihm demnach seine Frau Anne Sinclair borgen, von der Strauss-Kahn seit dem Sommer getrennt lebt. (APA, 30.11.2012)

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    Die außergerichtliche Einigung kostet: Das Geld bekommt der ehemalige IWF-Chef Strauss-Kahn laut "Le Monde" von der Bank und seiner Ex-Frau.

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