Weihnachtsshopping im Internet - Finanz warnt vor Fälschungen

30. November 2012, 12:23
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Gesundheitsgefährdung durch Plagiate

Das Finanzministerium hat zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes am Freitag vor Fälschungen bei Internetgeschäften gewarnt. Die zunehmende Gefährdung von Konsumenten durch Plagiate sei bei Interneteinkäufen ein alarmierender Aspekt, hieß es in einer Aussendung. Mittlerweile würden nicht nur Luxusgüter, sondern auch Kinderspielzeug, Sportartikel, Software, Handys, Musik, Filme, Autos und Ersatzteile, Lebensmittel, Getränke, Maschinen, Fabrikanlagen, Flugzeugteile und Medikamente nachgebaut werden.

Bekleidung, Uhren, Schuhe, Mobiltelefone und Medikamente

Vor allem Bekleidung, Uhren, Schuhe, Mobiltelefone, Zubehör und Medikamente werden laut Finanzministerium in der Vorweihnachtszeit besonders gerne bestellt. Fälschungen in diesen Produktgruppen stellen nicht selten gesundheitliche Bedrohungen dar: Von Allergien durch billige, giftige Farben in duplizierten Textilien, Augenschäden durch nachgemachte Sonnenbrillen ohne UV-Schutz, Hautverätzungen durch gefälschte Waschmittel oder nachgemachte Körperpflegemittel über Verletzungen durch explodierende Mobiltelefone durch Verwendung von nicht originalen Akkus bis hin zu Verletzungen bei Kindern durch nachgeahmtes Kinderspielzeug.

Abgesehen von Gefahren durch Produktfälschungen müssen Online-Shopper auch Zollbestimmungen beachten, wenn es um die Einfuhr von Produkten aus Nicht-EU-Staaten beachten, über die die Händler oft nicht ausreichend aufklären. Zoll und Einfuhrumsatzsteuer, allenfalls auch Verbrauchsteuern auf Waren fallen nämlich für den Konsumenten als Endverbraucher dann an, wenn diese in Drittländern (das sind alle Nicht-EU-Länder) eingekauft und nach Österreich eingeführt werden.

Zoll und Umsatzsteuer

Produkte, die z.B. in den USA, Asien oder Südafrika per Internet-Bestellung gekauft und importiert werden und einen Wert von über 22 Euro aufweisen sind einfuhrumsatzsteuerpflichtig. Zoll muss zusätzlich ab einem Warenwert von 150 Euro entrichtet werden, dessen Höhe sich nach dem Produkt, seinem Wert und seinem Ursprungsland richtet.

Das Finanzministerium machte außerdem darauf aufmerksam, dass der Zoll bei Sendungen aus Nicht-EU-Staaten mit Piraterie-Waren (sog. "Waren, die ein Recht am geistigen Eigentum verletzen") nach der EG-Produktpiraterie-Verordnung tätig werden muss. Die Folge können dann durch die Rechtsinhaber angestrengte Verfahren oder - sofern alle Beteiligten zustimmen - eine Vernichtung oder Zerstörung der Piraterie-Waren sein.(APA, 30.11. 2012)

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