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City-Chefin Ursula Stenzel ist um das Wohl von Kindern besorgt.
Es geht um Gerechtigkeit. Also gilt es eine Lanze für Ursula Stenzel zu brechen: Wiens City-Bezirkschefin hat nämlich gar nix gegen Radfahrer.
Diese Punze trägt Stenzel ob ihres auch gegen Fakten resistenten Glaubens an die Schuld der Radler am Tod von Alleebäumen. So begründete sie ihren Widerstand gegen den Ausbau des Ring-Radweges. Auch die Forderung, den im Winter zu sperren (das Salz der Radwegräumung meuchle die Bäume) wischte sie dieses Mal nicht weg. Doch als Stenzel den Makel dann im Herbst selbst beseitigte, wurde das von vielen Medien (auch diesem) einfach totgeschwiegen.
Denn Ende Oktober rief Ursula Stenzel einmal mehr in einer Ring-Frage: "Veto!" Die Macher des Wien-Marathons wollten den Kinderlauf von Sonntagfrüh auf Samstagnachmittag verlegen. Steigende Teilnehmerzahlen, sagten sie, sprächen für einen Split-Start der Kids (etwa nach Alter).
Das ist globaler Marathon-Trend. Auch weil Bilder von laufenden Kindern vor Sehenswürdigkeiten am Tag davor tolle Werbeträger sind: für Ort und Event - und für Bewegung.
Global? Stenzels Wien ist anders: Es sei "unverantwortlich gegenüber Kindern, ausgerechnet im Stadtbereich einen Lauf durchführen zu wollen." Nachsatz: Die Einschränkung des Ring-Verkehrs am Ring sei unzumutbar.
Dies mögen andere beurteilen - dokumentiert ist damit aber eines: Stenzel ständig Rad-Feindlichkeit zu unterstellen, ist falsch. Sie schützt lediglich das höchste Gut urbaner Zivilisation: das Primat des Autos im öffentlichen Raum. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD, 30.11.2012)
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Sie hat das Autoargument nur vorgebracht, um das gemeine Volk auf ihre Seite zu ziehen.
In Wahrheit geht es ihr aber um die Umwelt: Überlegen Sie doch nur, wie viele der Kinder ihre Körperfunktionen noch nicht unter Kontrolle haben und irgendwann einmal wischerln müssen. Und wo gehen die dann hin? Genau! Die armen Bäume! Jetzt haben sie erst kürzlich die Todesradfahrschwadrone überlebt (oder auch nicht), und dann sowas!
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