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vergrößern 645x430Blick vom Braunsberg in Richtung Westen.
vergrößern 500x346Gesamtgehzeit 3¼ Stunden, Höhendifferenz rund 200 m. Kein Stützpunkt an der Strecke. ÖK25V Blatt 5327-Ost (Hainburg an der Donau), Maßstab 1:25. 000; Freytag & Berndt Wanderatlas Wienerwald, Maßstab 1:50.000
Auf dem isoliert stehenden Braunsberg über dem Donauknie bei Hainburg siedelten schon vor 3000 Jahren die Illyrer, die später von den Kelten abgelöst wurden. Das kleine Plateau war leicht zu verteidigen und bietet zudem eine tadellose Rundsicht, die heute viele Menschen auf die Erhebung lockt, reicht sie doch vom Schneeberg über das Marchfeld und den Nationalpark Donauauen bis weit in die Slowakei und nach Ungarn. Im Blickfeld liegt die slowakische Hauptstadt Bratislava, an klaren Tagen ist sogar der Stausee von Gabcíkovo zu erspähen.
Die Tour ist eine Wanderung durch ein Stück österreichischer Geschichte. Am Rande des Steilabfalls auf dem Braunsberg wurde ein römischer Wachturm nachgebaut, denn auch die Römer unterhielten dort eine befestigte Anlage, nachdem sie die keltische Bevölkerung abgesiedelt hatten.
Die Reste der seit dem 15. Jahrhundert verfallenden Burg Röthelstein sind vom Pflanzenbewuchs befreit und zum Teil restauriert. Auf Tafeln erfährt der Wanderer viel Interessantes über die Geschichte, die Bedeutung des Bauwerks und über den Grund, warum man dort eine Templerfestung vermutete.
Vom Ufer der Donau genießt man einen eindrucksvollen Überblick über die Ruine Devín, welche einst die Marchmündung kontrollierte und zu den größten Befestigungen am Strom zählte. Sie wurde nie erobert, allerdings Napoleon kampflos übergeben, der die Burg schleifen ließ.
Die Wanderung weist keine Schwierigkeiten auf; auch wenn ein Stück des Weges nicht markiert ist, hat man kaum mit Orientierungsproblemen zu rechnen. Die Distanz zwischen Ausgangs- und Endpunkt lässt sich leicht mit der Schnellbahn überbrücken.
Ein Teil der Route verläuft im Nationalpark, daher sollte man auf jede Beeinträchtigung der Umwelt verzichten. Bei hohem Wasserstand der Donau ist ein Teil des Weges unpassierbar.
Die Route: Vom Personenbahnhof Hainburg steigt man zum Bergbad auf und folgt dem grünen Wegweiser. Auf einem Pfad erreicht man in einer Dreiviertelstunde den Gipfel des Braunsbergs. Am Rande des steilen Abfalls geht es hinunter zum nachgebauten römischen Wachturm, dann quert man zur Straße und gelangt auf dieser zu einer roten Markierung, welche die Kehren der Straße abschneidet. Nach Querung des asphaltierten Fahrwegs leitet die gelbe Markierung zur Ruine Röthelstein. Ab Gipfel eine halbe Stunde.
Auf dem rot markierten Weitwanderweg gelangt man durch Augebiet zum Ufer der Donau. Weiter stromabwärts bis zur Privatbrücke über den Auglarm, unmittelbar darauf verlässt man die rote Markierung und folgt dem Treppelweg bis zum Ende eines Seitenarms. Dort zweigt nach rechts ein breiter Weg ab, auf dem man nach Wolfsthal und zum Bahnhof gelangt. Gehzeit ab Ruine Röthelstein zwei Stunden. (Bernd Orfer, DER STANDARD, Album, 1.12.2012)
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Die Illyrer haben nie auf österreichischem Boden gesiedelt. Wie bereits an dieser Stelle <http://derstandard.at/plink/126... 008908> zum inhaltlich praktisch selben Artikel gepostet, ist die Behauptung falsch, daß es auf dem Braunsberg eine illyrische Siedlung gegeben hätte.
"Die Illyrer oder Illyrier waren eine Gruppe von Stämmen, die in der Antike auf der westlichen und nordwestlichen Balkanhalbinsel und im südöstlichen Italien, also an der Adriaküste und im zugehörigen Hinterland lebten." (Zitat aus Wipipedia)
Weiters zitiere ich aus <http://sciencev1.orf.at/urban/110... 7.html>
"Der Hinweis auf die illyrische Urbevölkerung auf einem Gedenkstein auf dem Braunsberg bei Hainburg (Bild) ist [...] falsch" ...
http://derstandard.at/plink/126... id24008908
http://sciencev1.orf.at/urban/110917.html
Wie haben hauptsächlich griechische und römische Quellen für diese Zeit zur Verfügung und schon damals wurde der Name "Illyrer" uneinheitlich gebraucht.
Zitat aus http://sciencev1.orf.at/urban/110917.html
"Bis etwa 1960 bezeichneten viele Sprachwissenschafter eine ältere und über weite Bereiche Kontinentaleuropas verbreitete Sprachschicht als "Illyrisch"; in der Folge bezeichneten dann die Prähistoriker oftmals die Hallstattkultur irrtümlicherweise als illyrisch. Beides ist heute nicht mehr aufrecht zu erhalten.
Der Hinweis auf die illyrische Urbevölkerung auf einem Gedenkstein auf dem Braunsberg bei Hainburg (Bild) ist daher falsch - er soll allerdings, meines Erachtens, als Zeitzeugnis stehen bleiben."
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