Weltbank warnt vor hohen Nahrungsmittelpreisen

30. November 2012, 09:35
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Von den Auswirkungen der Lebensmittelknappheit seien hauptsächlich die ärmsten Regionen der Welt betroffen

Washington - Trotz stabiler Nahrungsmittelpreise in den vergangenen Monaten sieht die Weltbank keine Entspannung bei dem Problem. Die Lage an den Märkten sei immer noch schwierig, teilte die internationale Entwicklungsorganisation in ihrem regelmäßigen Bericht mit.

Im Vergleich zum Vorjahr seien die Preise heute im Schnitt sieben Prozent höher, bei Getreide sogar um zwölf Prozent. Das entspräche sogar annähernd dem Rekordpreis aus dem Jahr 2008. "Die hohen Preise scheinen sich als neue Norm einzustellen", warnte Otaviano Canuto, der Weltbank-Vizepräsident für Armutsbekämpfung. Sehr hoch sei etwa der Preis für Mais. "Die Welt kann es sich nicht leisten, sich an hohe und schwankende Nahrungspreise zu gewöhnen oder gar damit zufrieden zu geben", warnten die Autoren. 

"Auch wenn wir derzeit noch keine Nahrungsmittelkrise wie im Jahr 2008 beobachten können, sollte die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung Priorität haben", betonte Canuto. Von den Auswirkungen der Lebensmittelknappheit seien hauptsächlich die ärmsten Regionen der Welt betroffen. Dort drohten eine Ausweitung des Hungers und der Unterernährung. Nach Auskunft der Vereinten Nationen leiden derzeit schätzungsweise weltweit 870 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung. (APA/Reuters, 30.11.2012)

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