Studie: Kein Anschub für PC-Verkäufe durch Windows-8-Einführung

30. November 2012, 08:20
  • Windows 8 läuft derzeit auf etwa einem Prozent aller PCs
    foto: ap

    Windows 8 läuft derzeit auf etwa einem Prozent aller PCs

Weiter Rückgang bei Laptops und Desktops

Die Hoffnung auf eine Belebung des schwächelnden PC-Markts durch die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 hat sich Marktforschern zufolge zerschlagen. Wie die NPD Group am Donnerstag bekanntgab, fiel der Absatz von Windows-Laptops seit dem Verkaufsbeginn am 26. Oktober um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang bei Desktop-Rechnern habe neun Prozent betragen. Damit gingen die Verkäufe in dieser Computer-Klasse insgesamt um 21 Prozent zurück. Traditionell ziehen dagegen PC-Verkäufe nach der Veröffentlichung einer neuen Windows-Version an, weil Kunden auf die neue Software gewartet haben. 

Nur Privatkäufe

Die Zahlen von NPD umfassen weder Verkäufe an Unternehmen noch die des neuen Tablet-Computers Surface. Microsoft-Aktien lagen im Verlauf 1,4 Prozent im Minus in einem positiven Umfeld. 

Keine Wende

"Nach nur vier Verkaufswochen ist es noch zu früh, Windows 8 die Schuld für die fortgesetzte Schwäche am PC-Markt zu geben", sagte Stephen Baker von NPD. Noch stünden die Feiertage bevor. "Aber es ist klar, dass Windows 8 nicht den Anstoß für eine Wende beim Absatz geliefert hat, auf den einige gehofft hatten." Sollte sich der Trend über die Weihnachtsfeiertage fortsetzen, wäre dies nicht nur eine Enttäuschung für Microsoft, sondern auch für PC-Hersteller wie Dell, HP und Lenovo. 

Ein Prozent aller PCs

Windows 8 war NPD zufolge seit seiner Einführung nur auf 58 Prozent aller verkauften Geräte mit einer Variante des Microsoft-Betriebssystems zu finden. Bei dem Vorgänger Windows 7 habe 2009 die Quote zu diesen Zeitpunkt bereits 83 Prozent betragen. Schätzungen von StatCounter zufolge läuft Windows 8 gegenwärtig auf etwa einem Prozent der weltweit 1,5 Milliarden PCs. Das wären 15 Millionen Computer. 

Großteil an Hersteller

Der US-Konzern hatte am Dienstag erklärt, bisher seien 40 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft worden. Der Löwenanteil davon dürfte an PC-Hersteller gegangen sein, die das Betriebssystem auf ihren Geräten aufspielen, bevor diese an Firmen oder Einzelhändler verkauft werden. (APA, 30.11.2012)

Links:

Microsoft

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 82
1 2 3
es gibt kein pc-verkauf anschub

da ja die neunen pcs ja 80%iger chance windoof 8 drauf ist. kaufen ja die nutzer weniger pcs

keiner mit einem Laptop / PC

braucht ein Windows 8. Da wurde am Kundenbedarf vorbei entwickelt.

Hab Laptop gekauft und sofort die Kasteln deaktiviert.

Nun die meisten Laptops und PCs haben noch keinen Touchscreen und ohne den macht Win 8 nur halb so viel Spass. Außerdem ist jetzt der Laptop das sperrige Gerät.

Wahrscheinlich ist der Markt einfach auch nur satt.

Win7 ist das erste Windows meines Lebens, das richtig gut funktioniert. Es ist rasend schnell (mit SSD nur ein Augenblick bis zum Hochfahren - was für ein Traum), es ist hübsch und es fühlt sich einfach gut an.

Ich bin von XP erst vor einem Jahr direkt auf Win7 (Vista muss man nicht unbedingt erlitten haben), und ich fühlte mich sofort zu Hause.

Dagegen die erste Stunde mit Win8 (nicht auf meinem Laptop, der wird Win8 nie sehen)...ein einziges WTF?
Im Prinzip sowas wie: "wir machen alles so umständlich, irritierend und benutzerunfreundlich wie irgendwie möglich und verkaufen das jetzt als Innovation"

Kein Wunder, dass das keiner haben will.

??? Wer kaufte bisher

wegen dem Betriebssystem einen neuen PC ?????
Wenn ich mir ein neues Gerät zulege so wegen den Gesamtpaketes , der gesamten Performancesteigerung ...

"Traditionell ziehen dagegen PC-Verkäufe nach der Veröffentlichung einer neuen Windows-Version an, weil Kunden auf die neue Software gewartet haben. "

Sieht so aus, als hätte die Welt auf W8 nicht gewartet...

...ist doch ganz klar, dass die Leute damals mit Vista schon auf W7 gewartet haben und jetzt - damit relativ zufrieden - eigentlich auf nichts "warten"...

huh, wo sind denn all die jubelposter hinverschwunden - hat ms die nur bis einen monat nach dem launch gebucht?

am wochenende

arbeiten die bezahlposter nicht ;)

ohne touchscreen dürfte windows 8 wohl nicht viel sinn machen, oder???

hab mir letzthin ein Ipad Mini geleistet und muss sagen, ich weiss nicht, was alle am "touch" so toll finden - es ist fast unmöglich damit zu arbeiten (nicht wegen der Grösse), der Finger ist einfach zu unpräzise für Vieles, die Tastatur ein Graus - und wenn ich mit einer externen Tastatur schreibe, ist das Touchpad oder eine Maus viel besser geeignet, weil der Bildschirm zum "touchen" am falschen Ort ist... Hatte mir vorgestellt, dass sich das für manche Arbeiten perfekt ergibt mit dem Touchscreen, aber es bleibt ein Spielzeug - gut für den Medienkonsum, unbrauchbar, um zu arbeiten...

Ähmm, sorry, aber iOS war nie gedacht um darauf

"produktiv" zu arbeiten. Das iPad ist ein Spielzeug. Ein nettes aber nicht mehr.

Android wird immer mehr in Richtung produktives System produziert, ist aber auch immer noch meilenweit davon entfernt.

Sie hätten auf Win8 warten sollen. Ein vernünftiger Rechner kostet dann aber halt mind. das 4fache vom iPad mini.

Eigentlich ist es ziemlich egal.

Apple hat am Anfang genauso damit Werbung gemacht, dass man am iPad wunderbar Briefe schreiben kann (tun sie s immer noch?).

Mit Windows 8 ist auf einem Tablet genausowenig produktiv zu arbeiten, wie mit jedem anderen Tablet auch.

Das hat MS noch nie abgehalten.

Zur Erinnerung: Es war in der Vergangenheit auch für sie OK, ein 16bit-DOS-System mit 640k-Schwelle für 32-bit 386er-Prozessoren mit 4-16 MB RAM zu verkaufen...

Nicht "durch" sondern "wegen"...

"Aber es ist klar, dass Windows 8 nicht den Anstoß für eine Wende beim Absatz geliefert hat, auf den einige gehofft hatten." Sollte sich der Trend über die Weihnachtsfeiertage fortsetzen, wäre dies nicht nur eine Enttäuschung für Microsoft..

Ja, hauptsache man hat im Vorfeld alle Kritiker belächelt und gedacht, der dumme Konsument kauft schon blind ein.

Vermutlich ärgern sich die meisten "potentiellen" Kunden noch heute über den Vista Schock ...

Das zeugt eben von der totalen Selbstüberschätzung, unter der sie leiden: IRGENDWER muss das Zeug auch KAUFEN wollen. Das ist ein Markt.

Wenn wir die "freie Wahl" hätten (d.h. wenn alle Software für Windows auch für alle anderen Plattformen erhältlich wäre), würde MS sich damit selbst aus dem Geschäft katapultieren - sie klemmen sich halt daran, dass sie noch die Allgemeinheit über OEM-Verträge und Office erpressen können...

sie klemmen sich halt daran, dass sie noch die Allgemeinheit über OEM-Verträge und Office erpressen können...

Sie sagen es. Der Schritt von Valve mit Steam für Linux hat MS auch nicht besonders gefallen - mit Sicherheit sind einige Stühle zu Bruch gegangen ;-)

Spiele sind bisher eine große MS Domäne gewesen, aber das könnte sich ziemlich schnell auch wenden. OS X am Notebook mit MS Office hat auch viele dazu bewegt, von MS Windows abzugehen :-)

Warum auch sollte ein für PC's sehr ungeeignetes OS deren Absatzzahlen ankurbeln?

oh wunder...

warum auch?

viele, die sich ein tablet kaufen, brauchen daheim auch nicht mehr mehr. klar gehen da pc / notebookverkäufe zurück.

Was sind das für Marktforscher welche sich eine Belebung des Pc/Laptop-Marktes durch Windows 8 erwartet haben?

nicht trotz sondern wegen...

Oops, habe Ihres erst jetzt gesehen... hatte genau die gleiche Idee...

dann müssen sie wohl eine lizenz kaufen, aber ich lasse ja mit mir reden, 40€ pro wort sind ok :-)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 82
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.