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Washington - Die NASA hat die Existenz von Eis auf dem Merkur nachgewiesen. Obwohl der Planet der Sonne am nächsten liegt, gibt es auch dort gefrorenes Wasser, wie aus drei am Donnerstag im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Studien hervorgeht.
Die Sonde Messenger habe Beweise dafür gefunden, dass es in der permanent im Schatten liegenden Region des Planeten eine Eisdecke gibt. Diese soll mindestens 30 Zentimeter und möglicherweise sogar bis zu 20 Meter dick sein.
Das Wasser kam vermutlich von Kometen oder möglicherweise auch Asteroiden, die auf dem Merkur eingeschlagen sind. Niemand bringe den Fund von Eis aber mit der Existenz von Leben auf dem Planeten in Zusammenhang, sagte der Chefwissenschaftler der Messenger-Sonde, Sean Solomon.
Die Temperatur auf dem Merkur kann bis zu 426 Grad Celsius erreichen. Die Funde könnten aber dabei helfen zu klären, wie Wasser und andere Bausteine des Lebens in andere Gegenden des Sonnensystems gelangt sind.
Wissenschafter gehen davon aus, dass auch am Südpol des Merkur Eis existiert. Allerdings gibt es dafür keine verlässlichen Daten, da die Messenger weit näher am Nordpol um den Planeten kreist.
Radarmessungen haben seit Jahrzehnten darauf hingedeutet, dass es auf dem Merkur Eis gibt. Durch die 2004 gestartete Messenger-Sonde - die erste, die um den Merkur kreist - haben die Wissenschafter nun Gewissheit. (APA, 30.11.2012)
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Der Artikel zu diesem Thema in der heutigen Print-Ausgabe des Standards auf Seite 24 ist "etwas" peinlich. Da liest man doch glatt folgendes:
"... Auf der Seite die der Sonne zugewandt ist, herrschen Temperaturen von 400 Grad Celsius. Das Eis befindet sich auf der anderen Hälfte. (tasch)"
Da hat aber jemand entweder sehr stark gekürzt oder/und sehr schlecht recherchiert.
Bin etwas enttäuscht vom Niveau der Berichterstattung.
Von der APA, die wieder mal einen Stuss übersetzt hat (oder von DPA, bzw. Reuters nacherzählt), copy&paste machen und nachher für die Printausgabe das was eh schon teilweise falsch ist noch kürzen und mit eigenen Worten fehlinterpretieren.
All das nennt sich dann Qualitätsjournalismus.
man kann sich das auch ganz einfach ausrechnen.
Die Sonne hat einen Durchmesser von ca. 1,4 Millionen Kilometern: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonne
Die Abstaende zu den Planeten findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/List... nensystems
Die Erde ist z.B. im Mittel ca. 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Nun verwende man sein Schulwissen (etwas Nachhilfe gibt es hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Trigonometrie )
Kleiner Tipp: bei der Erde kommen dann ca. 0,01 rad was etwa 0,5 Grad sind heraus.
"Niemand bringe den Fund von Eis aber mit der Existenz von Leben auf dem Planeten in Zusammenhang,"
warum eigentlich nicht?
wenn es eine permanent beschattete und eine permanent besonnte seite gibt, warum ist es undenkbar, dass es in den übergangszonen zwischen den beiden flüssiges wasser gibt? und kometen gelten ja als überbringer des "lebens" in form von aminosäuren.
also warum soll sich dort nicht was entwickelt haben?
halt auf mikrobenebene oder so...
ja, wie bakterien & archeen unter der oberfläche leben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Desulforudis
http://de.wikipedia.org/wiki/Archaeen
oder
http://aem.asm.org/content/6... 5750.short
ich würde eher sagen es wäre eigentlich sehr überraschend wenn wir nirgendwo irgendwelche archeen finden..
wasser gibt es auf dem mars, merkur, europa ja sogar neptun...
Zwei Irrtümer scheinen hier sehr weit verbreitet und recht hartnäckig zu sein:
1) Merkur hat keine einfach gebundene Rotation. Er dreht sich während 2 Umläufen um die Sonne genau 3mal um die eigene Achse (3:2 Spin-Orbit-Resonanz). Es gibt also keine "permanent beschattete und permanent besonnte Seite".
2) Es kann auf der Merkuroberfläche kein flüssiges Wasser geben, weil es unter den Druckbedingungen in der verschwindend geringen Atmosphäre des Merkur nicht stabil wäre (Wikipedia konsultieren und Phasendiagramm vom Wasser anschauen)
ad ad 1)
Das macht den Irrtum natürlich verständlich!
Was tatsächlich gemeint ist:
Merkur hat eine Rotationsachse die (fast) exakt im rechten Winkel zur Ebene seiner Umlaufbahn steht (zum Vergleich: Erde - geneigte Rotationsachse - darum Jahreszeiten - am Pol 6 Monate Tag und 6 Monate Nacht, usw...), aber das bedeutet auch, daß auf Merkur in Polnähe manche Bereiche in tiefen Kratern nie auch nur einen einzigen Sonnenstrahl abbekommen und genau dort wurde eben das Eis entdeckt.
Richtig ist, dass der Merkur keine gebundene Rotation hat und jede Seite des Planeten abwechselnd von der Sonne bestrahlt wird.
Die ganz wenigen permanent im Schatten liegende Regionen liegen ganz im Norden und ganz im Süden. Dort fällt das Sonnenlicht extrem flach ein. So kann dann ein ausgeprägter Kraterrand dazu führen, dass der Boden des Kraters nie vom Sonnenlicht erreicht wird (dort ist dann das Eis). Der Kraterrand selbst wird hingegen regelmäßig beleuchtet.
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