Hilfen für Spanien und Zypern im Unterausschuss

29. November 2012, 19:51
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Wien - Die Hilfen an Spanien zur Rekapitalisierung der Banken waren schon im Parlament. Erstmals hat sich der für Entscheidungen zuständige Unterausschuss mit einem konkreten Hilfseinsatz befasst. Allerdings diesmal nur in beratender Funktion, weil die Mittel bereits im Rahmen des provisorischen Rettungsfonds gebilligt worden waren und jetzt nur die Übertragung an den fixen Schirm ESM zur Debatte stand.

Hilfe nimmt Gestalt an

Das könnte sich rasch ändern. Offenbar unmittelbar bevor stehen Hilfen für Zypern, die dann vom Unterausschuss genehmigt werden müssten. Mit bis zu 17,5 Mrd. Euro ist das Volumen zwar vergleichsweise gering, im Verhältnis zur Größe der Insel ist es aber gewaltig: Rund 100 Prozent der Wirtschaftsleistung umfasst die Stützaktion, vornehmlich für die eng mit dem griechischen Finanzsystem verwobenen Banken.

Gerungen wird noch um die Auflagen. Mindestens 5000 Beamte sollen abgebaut, die Löhne im öffentlichen Dienst um bis zu 12,5 Prozent gesenkt werden, das Pensionsalter um zwei Jahre steigen. Nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien wäre Zypern das fünfte Land, das Eurohilfe braucht. (as, DER STANDARD, 30.11.2012)

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