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Der Parlamentsabgeordnete der rechtsextremen Jobbik-Partei Márton Gyöngyösi forderte im ungarischen Parlament, die in der Nationalversammlung und im Orbán-Kabinett tätigen Juden zu "erfassen". Diese stellten ein "nationales Sicherheitsrisiko" dar. Das ist für uns Demokraten völlig inakzeptabel, stellte die Regierung klar, und der israelische Botschafter freute sich über die schnelle und eindeutige Regierungsreaktion. Der ungarische Präsident verwies darauf: Wenn jemand ungarische Bürger wegen ihrer Herkunft oder Religion beleidigt, dann beleidigt er die ganze Nation.
Es kam zu einer geschlossenen Verurteilung durch alle übrigen parlamentarischen Parteien. Die Regierungsfraktionen arbeiten an einer Verschärfung der parlamentarischen Hausordnung, um ähnlichen Vorfällen effektiv entgegentreten zu können. An einer Demonstration gegen Antisemitismus nehmen u. a. Fidesz-Klubchef Rogán, Ex-Ministerpräsident Bajnai und MSZP-Chef Mesterházy gemeinsam teil.
Angesichts dessen ist die mangelnde Differenzierung in der medialen Wahrnehmung der Ereignisse bedauerlich: Antisemitische Ausfälle einzelner Akteure radikaler Gruppen werden der Regierung zugeschoben bzw. missinterpretiert. Die Wahrheit sieht aber völlig anders aus. In Ungarn leben heute etwa 100.000 Juden. Das Judentum ist ein wichtiger Bestandteil der ungarischen Geschichte und Kultur. Antijüdische Ressentiments, mit denen der Großteil europäischer Länder zu kämpfen hat, gibt es bedauerlicherweise auch in Ungarn.
Dem gegenüber stehen eine Reihe von Maßnahmen der Orbán-Regierung für die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft und gegen den Antisemitismus. Dieses Jahr konnten Restitutionszahlungen für jüdische religiöse Gemeinden vereinbart werden. Im Vorjahr finanzierte die ungarische Regierung den Bau einer jüdischen Schule in Budapest, und bereits seit 2002 beteiligt sich Ungarn an einer internationalen Taskforce, um den Holocaust verstärkt in Lehrplänen zu berücksichtigen. Im Juni dieses Jahres gab es in Ungarn erstmals seit Bestehen des Gesetzes von März/April 2010 eine Verurteilung wegen Holocaust-Leugnung. Zum 100. Geburtstag des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der sich für die Rettung ungarischer Juden während des Holocausts einsetzte, wurde bei zahlreichen Veranstaltungen der Regierung gedacht, u. a. in Wien bei einer internationalen Konferenz. Als im Juni der frühere Oberrabbiner auf offener Straße von einem Randalierer beleidigt wurde, distanzierte sich das offizielle Ungarn selbstverständlich umgehend und verurteilte die Tat. Ungarn begeht auch 2013 am 16. April den Gedenktag der ungarischen Opfer des Holocaust, der 2000 auf Initiative der ersten Regierung Orbán eingeführt wurde.
All das zeigt klar den engagierten Auftritt des offiziellen Ungarns gegen die Eiterbeule des Antisemitismus. Diesen Kampf konsequent weiterzuführen war und bleibt ein Auftrag für die ungarische Regierung (Vince Szalay-Bobrovniczky, DER STANDARD, 30.11.2012)
Vince Szalay-Bobrovniczky ist Botschafter Ungarns in Österreich.
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http://derstandard.at/131701967... -Intendanz
http://derstandard.at/133963810... n-Diktator
http://derstandard.at/134516452... ael-Ungarn
http://derstandard.at/133963877... en-Gentest
http://derstandard.at/133963883... Koever-aus
http://derstandard.at/133669804... d-Bukarest
http://derstandard.at/133177991... e-angelobt
in diesem thema ist pusztarangers blog auch zu empfehlen.
2002 verlor Orbán die Wahlen, begann mit rechtsradikalen Kräften zu flirten um mehr Unterstützer zu haben: Bürgerkreise gegründet. Orbán lud in seinen Bürgerkreis Gábor Vona ein.--->
2003 gründete Gábor Vona die rechtsradikale Partei JOBBIK, die seit der Gründung Orbáns Bestrebungen, Demonstrationen unterstützt und wurde immer stärker.
2010 Orbán gewinnt mit 2/3 die Wahlen und die Jobbik (3.stärkste) mit 12,18% schon im ungarischen Parlament,
2012 Offener Antisemitismus im ungarischen Parlament.
Fidesz und Jobbik arbeiten auf Gemeindeebene bestens zusammen: Letztes Beispiel in Szeged, wo die Theaterintendantin Edina Bátyai von Fidesz+Jobbik abgewählt wurde.
Braucht Jobbik nach Pest auch in Szeged ein Theater?
Und sowieso: Das ist doch Orbans Standardspruch in/gegen Brüssel...
Es klingt zwar gut in den Ohren der Nationalisten, aber zu merken: Die ungarische Regierung ist nicht die ungarische Nation!
Abg. des ung. Parlaments (kooptiert von der antisemitischen Transsylvanienpartei) mit Lob überschüttet. Nyirö hat Anfang der 40er Jahre Goebbels lobgepriesen und 42 eine antisemitische Rede im Parlament gehalten. 1945 war Nyirö Mitglied des Pfeilkreuzlerrumpfparlaments und machte noch Durchhaltepropaganda, um den Krieg auf der Seite seines geliebten Führers fortzusetzen.
In den Fidesznahen Medien wie Magyar Hirlap und
Echo TV strotzt findet man fast täglich antisemitische und rassistische Botschaften.
Und was das schlimmste ist, weder Viktor Orbán noch János Ader haben sich vom unsäglichen Antisemitismus des stellv. der ausw. Kommission M. Gyöngyösi distanziert.
„An einer Demonstration …. u. a. Fidesz-Klubchef Rogán,“ teilnehmen, nur er von Fidesz, man erkennt den Stellenwert?
Bei einem Treffen in Brüssel warnte Moishe Kantor, Viktor Orbán vor rechtsextremen Strömungen in Europa, der hat darauf das Gegenteil behauptet. Das ist Orbán im Januar 2011
".... beteiligt sich Ungarn an einer internationalen Taskforce, um den Holocaust verstärkt in Lehrplänen zu berücksichtigen." Das sagt der Herr Botschafter, in Wirklichkeit sind, antisemitische Blut und Boden Schriftsteller in den Lehrplan aufgenommen worden.
fast alle beschimpfen den botschafter - teilweise unter der gürtellinie - aber kein einziger bringt auch nur irgend ein argument, dass die aussagen im brief des botschaftes für unrichtig erscheinen läßt ...... also besser als der botschafter scheinen die meisten poster jedenfalls nicht zu sein ....
Sie sehen es richtig!
Über Ungarn schreibt man in den sog. unabhängigen Medien so viel Blödsinn,
dass es kein Wunder, wenn es doch einige gibt, die die Parolen
- die Demokratie in Gefahr, die Freiheit der Medien unterdrückt, die Freiheit der Nationalbank gefährdet.. u.v.m -
eins zu eins annehmen,
wie Babies die Muttermilch.
Es ist ganz typisch autoritär und autoritätshörig, kritische Fragen als Beschimpfungen und dann auch noch als ungehörig zu denunzieren.
Ungarn allgemein und Herr Orban im speziellen ist ja nicht unbekannt, fragt man z.B. Ungarn wie Peter Esterhazy oder solche, die dort auswandern müssen, weil sie nicht für Orban knien.
Ungarn und Orban haben jeden Kredit und jede Glaubwürdigkeit verloren, mit oder ohne Botschafterverkündigungen im STANDARD.
Kaufen Sie ein paar ungarische Zeitungen und hören nicht auf dumme Propaganda. Aber Schweinereien (sexuelle und anderweitige) kann man nicht in der Zeitungen finden. (ausgenommen "Fachmagazinen, deren Vertrieb ist aber auch reguliert)
Die Presse in Österreich könnte sich ein paar Scheibchen von Ungarn abschneiden.
Meinungsfreiheit sieht anders aus, als hier propagiert wird.
Was, bitte schön, veranlasst den STANDARD zum wiederholten Mal, ein politisches Komminique eines rechtspopulistischen Staates unkritisch, unkommentiert 1:1 abzudrucken.
Auf diese Art könnte auch Herr Strache oder Marine Le Pen reagiert haben. Druckt man das dann auch einfach 1:1 unkommentiert ab?
Das ist nicht Journalismus!
Oder ein ganz bestimmter!
Genau so kennt manes, Land und Umfeld des Orban'schen Ungarn.
Der Polizeistaatjargon "Wir kennen Sie" soll wohl Drohung und Einschüchterung signalisieren.
Vice versa: Wir kennen Euch auch. Und die hiesige Statistik.
Und bei Gott, in Österreich seid Ihr seit 1918 abgemeldet, seither müsstet ihr Euer Leben selbst erarbeiten, mit dem "Erfolg" wie er eben ist.
immerhin hat man jetzt was in der hand, und muss die orban regierung intensiv beim wort nehmen.
noch was: klingt da der versuch durch, "beleidigung des ungarntums" als straftat zu postulieren, die streng verfolgt werden soll?
wir europäer meckern alle übereinander, aber natürlich soll es auch grenzen geben im verallgemeinernden ressentiment.
und auch an die regierung: es gibt dinge, die kann man mit der besten diplomatie nicht wegreden oder trösten.
wer nationalismus als eine sache des blutes und der religion sieht, ist nicht unbedingt europakompatibel.
ich lebe in ungarn und rezipiere ungarische medien: das sind fieberfantasien, die der herr botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky, der ja scheinbar ständig nur mit briefeschreiben beschäftigt ist, gehabt hat. er ist übrigens zu seinem amterl gekommen, weil er dem orbán, als er noch kleiner botschaftsangestellter in berlin war, karten für ein fußballspiel besorgt hat. das hat der gottbegnadete viktator ihm nicht vergessen. auskunft von Szalay-Bobrovniczky selbst, bei einem stehempfang in leicht angetrunkenem zustand.
In der fidesz-nahen Zeitung „Magyar Hírlap“ wütete daraufhin der Publizist Zsolt Bayer, Gründungsmitglied von Fidesz und persönlicher Freund Viktor Orbáns, 1919 seien nicht genug Linke ermordet worden, und nannte Sie namentlich in einer Reihe mit anderen Juden („Cohen und Cohn-Bendit und Schiff“).
FAZ
Wenige Wochen später wurde Bayer von einer FIDESZ nahen Stadtregierung mit einem Preis ausgezeichnet.
So viel zum Thema Glaubwürdigkeit.
ich habe diese rede in ihrer originalsprache gehört /gesehen http://www.pesterlloyd.net/html/1248... hlung.html
unglaublich was in diesem land passiert. man kann nur hoffen, dass dieses thema europa wiet sachlich(!) diskutiert wird und die anderen länder davon lernen. solche schmierigen reden dürfen nie wieder salonfähig werden.
Dass Sie, werter Herr Botsxhafter, die Hand, die Die füttert, nicht beißen, sondern vielmehr lecken, ist eine Sache. Sie übersehen aber eine Kleinigkeit: Ihr heiß Geliebter Orbán Victor hat maßgeblich daran mitgearbeitet, ein Klima zu schaffen, dass solche Ausfälle möglich macht. Man traut sich wieder. Ekelhaft!
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