Stenzel gegen Konrad im kompromisslosen Duell

Fritz Neumann
29. November 2012, 18:35
  • Konrad geht es um Entlastung des Marathons.
    foto: apa/ neubauer

    Konrad geht es um Entlastung des Marathons.

  • Stenzel geht es um Entlastung der Innenstadt.
    foto: apa/ pfarrhofer

    Stenzel geht es um Entlastung der Innenstadt.

Marathon-Kinderläufe am Samstag, das ist der Aufreger - Vormittag oder Nachmittag, das ist die Frage

Wien - Sie spricht von "Dauerstrangulierung der Innenstadt", er wirft ihr "Ignoranz und Populismus" vor. Ursula Stenzel (ÖVP), die Bezirksvorsteherin, und Wolfgang Konrad, der Marathonveranstalter, liegen sich in den Haaren. Ursache ist nicht der Marathon selbst, der am 14. April 2013 seine 30. Auflage erlebt. "Jeder weiß", sagt Stenzel, "dass der Marathon zu Wien gehört." Doch gegen Konrads Plan, den Kinderlauf auszulagern und auf Samstagnachmittag vorzuziehen, legte sie sich quer.

Die Stenzel'sche Querlage könnte erfolglos sein, da ein Antrag der Grünen in der Bezirksvertretungssitzung von der SP und der Bürgerliste unterstützt wurde. Demnach könnten die Kinder am Samstag ab 17 Uhr laufen. Allerdings muss noch die Polizei zustimmen, ausständig sind auch Gespräche der Marathonveranstalter mit dem Kongresszentrum Hofburg. Für Konrad ist der Behördenweg jedenfalls "noch nicht abgeschlossen".

Stenzel wehrt sich da gegen, von Konrad als Kinderbewegungsgegnerin hingestellt zu werden. Das Gegenteil sei der Fall. "Mir wäre am liebsten, es würden wöchentlich Kinderläufe stattfinden. An der guten Luft und im Grünen, also im Prater oder auf der Donauinsel." Aber nicht auf der Ringstraße. Laut Stenzel werde "das Gemeinwohl einem Partikularinteresse untergeordnet". Für Menschen, die in der Innenstadt wohnen oder arbeiten, seien "ständige Ringstraßensperren eine große Belastung", ganz zu schweigen von stundenlangen Staus in angrenzenden Bezirken.

Konrad hält dem entgegen, dass der Vienna City Marathon inlandswirksame Ausgaben in der Höhe von 18 bis 20 Millionen Euro auslöse. Die Veranstaltung sei mit mehr als 36.000 Teilnehmern am Sonntag an ihre Grenzen gestoßen. Die Verlegung auf Samstag sollte eine "ganz spezielle Motivation für den Nachwuchs sein". Stenzel fände es für die 3000 Kinder und Jugendlichen motivierender, wären sie am Sonntag eingebunden. Sie vermutet, dass Sponsoren in die Auslage gestellt werden sollen, und "will gar nicht wissen, welche Interventionen da gelaufen sind".

Ein Kompromissvorschlag Stenzels steht noch im Raum. Er sieht vor, dass die Kinder schon am Samstagvormittag um den Ring laufen. Stenzel: "Das kommt dem Biorhythmus entgegen, und die Luft ist besser als am Nachmittag." Konrad lehnt indes ab, weil Nicht-Wiener-Teilnehmern die Anreise erschwert würde. Doch Stenzel hofft, mit ih ren Argumenten bei der Polizei und beim Verkehrsamt durchzukommen. (Fritz Neumann, DER STANDARD, 30. November 2012)

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Konrad....

Finde es sehr schade dass der Kindermarathon nicht mehr am Sonntag stattfindet. Ein Marathon + sein Rahmenprogramm gehört am Sonntag vollzogen wenn Straßensperren in der Stadt relativ egal sind. Aber der Konrad glänzt ja durch sein Organisationstalent..., der Marathon wird von Jahr zu Jahr für die Läufer "schlechter" (Versorgung, Startgeld, etc..) aber Hauptsache die Moneten passen.

Stenzel mit dem Samstagvormittag ist natürlich auch Banane, aber grundsätzlich hat sie hier bessere und logischere Absichten als Konrad.

BRAVO!

endlich jemand, der sich zum Thema äußert und nicht nur blind über die Stenzel herzieht.

Kinder sollen nicht verschoben werden...

denn hier ist das Gemeinsame Erleben des Sportes ja das sozialpädagogische Element welches zu fördern ist!
Die Egomanen der Leistungssportler sind hier zweitrangig zu beachten!!!

Im Übrigen verwahre ich mich als Wiener , dass mir wegen dieser Sportveranstaltung durch den Veranstalter 2 Tage der Ring gesperrt wird... so wichtig ist dieser Marathon nicht b ei zwei Tagen dauer fühle ich mich belästigt und zwar äßerst!
Sogesehen bin ich ausnahmsweise bei Frau Stenzel!
Zumal die Innenstadt zu einem Veranstaltungszentrum verkommt...verlegt diese Veranstaltungen doch an den Stadtrand da ist auch die Luft besser!!!! Wenns euch um Volksgesundheit geht und nicht um Politpropaganda.

otto konrad? der mit dem gummi?

Das Feindbild "Radrowdy" war gestern - "Kindermarathon" heißt die neue Bedrohung für den Innenstadtbürger! Weiter so ÖVP!

mir geht der Marathon auch auf den Keks

sinnloses Herumgetrample von Leuten, die offensichtlich nix Gscheiteres zu tun haben.

Ausgerechnet in der Stadt, wo man die arbeitende Bevölkerung behindert!

Sollens doch zwischen Tulln und Klosterneuburg hin und herwetzen, das tät gut passen von der Länge und stört nicht die überlastete Stadt.

wann begibt die sich eigentlich endlich in therapie?

es muss doch möglich sein, den entzug zu schaffen! dann würd sie sich vielleicht auch nicht mehr bei jeder öffentlichen aussage lächerlich machen!!!

jaja, es stimmt leider: alohol macht birne hohl...

beim lesen dieser schlagzeile

dachte ich an ein tschecheranten duell.

Also die Stenzel war schon als ORF-Tussy eine Zumutung!

Das steigerte sich im EU-Parlament excessiv, bis es dann kumulierte als Bezirkvoständin. Jetzt ist diese Gurke nur noch abgehoben und völlig daneben!

Ich sage nur Krähwinkel!

Naja wenn die Luft zu schlecht am Samstag für die Kinder ist, um die sich die Stenzel kümmern will......muss halt auch schon Freitags oder vllt die ganze Woche der Autoverkehr verboten werden....den Kindern zu liebe ;-)

Ach, die Stenzel.

ich glaub, der frau ist echt nicht mehr zu helfen...

angstenzelt?

welches allgemeinwohl gibt es auf der ringstrasse dass durch den kindermarathon gefährdet wird?

Verstehe die Aufregung von Frau Stenzel nicht - die Marathonis tragen doch eh alle Nummerntaferl?

Dass die Verkehrbehinderung eine gewisse Belastung für für die Anrainer darstellt und sehe ich ja ein, und das Anliegen ist ja auch durchaus berechtigt.

Aber mir geht einfach nicht in den Kopf warum laut Stenzel eine Sperre am Samstagvormittag WENIGER stören soll als Samstag nachmittags/nachts.

das soll einer Verstehen

um 17 Uhr löst das latu Frau Stenzel ein Verkehrschaos aus, wo die Geschäft normalerweise schließen.
Am Vormittag wo alles geöffnet hat, soll das weniger Verkehrsaufkommen oder Staus verursachen?
Aber auch das Argument von Herrn Konrad wegen der Anreise passt nicht ganz, denn sie müssen ja auch wieder abreisen.
Ich schlage vor die Kids sollen am Samstag um 14 oder 15 Uhr starten - ausgeschlafen und rechtzeitig wieder zu Hause.

Im Ersten schließen die Geschäfte samstags um 18 Uhr.

Jedenfalls in der Regel, einzelne Ausnahmen gibt es natürlich.

Da geht's doch darum, dass das Spektakel schon vorbei ist, bis der durchschnittliche Bewohner des 1. Bezirks überhaupt mal aus dem Haus kommt um dann am Nachmittag ungestört mit seinem SUV die Hundstrümerlberge auf dem Ring befahren zu können.

ganz klarer Fall:

Nummerntaferl für Taferlklassler

Frau Stenzel ist die Oberpalme in unserer Bananenrepublik - JEDE Ihrer Aktionen dient der Arbeitsbeschaffung das sie offensichtlich keine konstruktive Tätigkeit ausübt. Dabei übertrifft sie sich selbst immer wieder an Arroganz und Peinlichkeit!

bitte im Ernst ...

... wie ist es überhaupt möglich, das so wer Bezirksvorsterherin wird ??

durch das konservative bildungsbürgertum

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