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Claudia Schmied mit Pater Thomas Petutschnig.
Wien - Die Zentralmatura ist nach Protesten von Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern quasi in eine Art Eismeer geraten und wurde um ein Jahr auf 2015 für AHS und 2016 für BHS verschoben. Vom Kärntner Lavanttal aus aber wird ein "Eisbrecher", wie Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Donnerstag freudig mitteilte, starten und die neue Matura "im Vollmodus" wie ursprünglich geplant bereits 2014 realisieren: das von Benediktinern geführte Stiftsgymnasium St. Paul.
Dort wird die derzeitige 7A-Klasse mit 28 Schülern eine wissenschaftliche Arbeit und drei bzw. vier zentral vorgegebene schriftliche Klausuren schreiben sowie zwei bis drei mündliche Prüfungen ablegen. Warum? "Wir haben das nicht als Eliteschule gemacht", sagte der Direktor der katholischen Privatschule, Pater Thomas Petutschnig, aber im Zuge der laufenden Vorbereitung habe man das Gefühl gehabt: "Wir kennen uns eigentlich so weit aus ..." - also machen! Aber nicht ohne mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern, Eltern und im Lehrerkollegium ausführlich darüber zu reden. Im Schulgemeinschaftsausschuss haben sie für die Zentralmatura gestimmt.
Gute Information für die Schüler sei ihm besonders wichtig, sagte Petutschnig, der sein Verständnis so umschrieb: "Schule kommt von Schüler, sonst müsste sie Lehre heißen. Es ist keine Anstalt für Lehrer." Als Privatschule sei man "nicht auf Ihrer Gegenseite", sagte er zu Ministerin Schmied: "Wir wollen ganz ideologiefrei das Gute in der Bildung vorantreiben."
Pater Thomas macht selbst mit, denn er unterrichtet die betroffene Maturaklasse in Deutsch und sagt: "Ich lasse euch nicht allein." Schulsprecherin Julia Aichholzer, selbst angehende "Zentralmaturantin", bestätigte, dass sich die Schüler "in jeder Hinsicht vorbereitet" fühlen: "Wir sehen keine Probleme mit der neuen Matura."
Weniger problemlos läuft es in der Koalition in Sachen Ganztagsschule. Schmied, die das Verhalten der ÖVP in dieser Frage "recht abwechslungsreich" nennt, rechnet aber wie zuletzt ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf auch damit, dass der Ministerrat am Dienstag den Ausbau ganztägiger Schulformen beschließen wird. Ihr Wunschmodell, dass Ganztagsbetrieb auch ohne Zustimmung der Lehrer eingerichtet werden kann, hat sie aber mangels Erfolgsaussichten vorerst abgeschrieben: "Ich denke nicht daran, die Rechtslage zu verändern", sagte Schmied: " Wenngleich für mich das Votum der Eltern entscheidend sein sollte." (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 30.11.2012)
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Toll - das Stiftsgymnasium ist die erste Schule in Österreich, die gewährleisten kann, dass ihre Maturanten ein gewisses Minimum an Kompetenzen vorweisen können, denn nichts Anderes ist die Zentralmatura!
in wien MÜSSEN bereits in diesem Schuljahr einige BHS die schriftliche Zentralmatura im Schulversuch abhalten. LSI wünscht es so. ganz tolle sache (sarkastisch gemeint), die lehrer haben 1 Jahr vorher davon erfahren.
so funktioniert das Bildungswesen.
mein Sohn besucht einen einzelgenehmigten Schulversuch(1.-8Klasse, mehrstufig), der mittlerweile bei den Wiener Oberstufengym. als excellent bekannt-
um die Herausforderungen für alle Beteiligten zu intensivieren,
wurde die 7.+8.Stufe "aufgefüllt" 7neue Jugendliche,5 neue zusätzliche Muttersprachen, 4 Kinder nicht in europäischen Schriftsystemen alphabetisiert, eine dafür in Kyrill;1er der Jugendlichen kann Deutsch lesen und Schreiben-5 halbwegs englisch, 2 verstehn kein Wort
kluge neue Kinder, gute Umgangsformen
nur wie man unter diesen Bedingungen auf Gymnasialniveau den Unterricht gestalten kann und soll
ist allen Beteiligten ein Rätsel
unsere Lehrer loten ihre Belastungsgrenzen aus-
kurz vor Weihnachten summieren sich die Krankenstände
St. Paul ist offenbar die einzige Schule, die die gesamte Reifeprüfung (inkl. Mathematik und v. a. inkl. die mündl. RP) nach dem (immer noch unfertigen) Plan des Bifie durchzuführen gedenkt.
Einzelne Gegenstände werden bereits in hunderten Schulen als "teilzentrale RP" geführt.
Eigentlich müsste die VWA "TEAM" heißen - "Toll, ein anderer macht's".
Ungerecht ist die neue Matura, denn wer Geld hat, kann sich die VWA von jemandem schreiben lassen.
Wer diese verfasst hat, kann niemand feststellen.
Die neuen Formen der Leistungsfeststellung - Portfolio, VWA usw. sind ungerecht.
Nie kann man eruieren, wer die Leistung erbracht hat.
uns (Eltern) wurde das Projekt Zentralmatura in Deutsch an der Htl vorgestellt
Deutschmatura = "Textsortenerkennung"
-gefordert wird von den Maturanten mehrere Kurztexte zu vorgegebenen Themen mit der Auflage sie als Leserbrief oder Bericht ...auszuarbeiten
na ja mit der Methode gewöhnt man den Kindern Deutsch dann richtig ab - weil es einfach keinen Spaß macht- "intellektuelle Windstille in einem Alter wo Menschen es gern stürmisch haben"
Und das wird zu einem Zeitpunkt eingeführt, wo sogar in der Wirtschaft viele Leute erkannt haben, dass eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt nicht in einer Verengung des Horizonts auf genau das besteht, was man vermutet, dass die meisten in der Arbeit tun werden.
Ich fand es eigentlich ganz angenehm, dass sich die Bifie-Experten endlich auf klare Vorgaben einigen konnten, wie die schriftliche RP aussehen sollte.
Ich setze solche Aufgaben seit etwa 2 Jahren im Unterricht ein und gestalte meine Matura-Angaben genau so. Das wirkt offenbar weder demotivierend, noch schadet es dem Lernerfolg.
So simpel, wie Sie hier tun, ist das beileibe nicht. (Und nur sehr wenige Schüler/innen in diesem Alter legen wert auf extensive Entfaltung ihrer literarischen Kreativität --abgesehen von der Orthografie.)
stimmt keineswegs simpel
sondern geradlinig genauen Vorgaben folgen;
sind das die Köpfe /Menschen die zukünftig sich um sich und ihre Umwelt verantwortungsvoll mit und in unserer Gesellschaft agieren werden ?
sind die Texte eines Franz Schuh, , einer Jelinek oder gar einer Herta Müller gut, weil sie die richtige Orthographie beherrschen ?
eine Freundin hat in Mindestzeit ihr DR. in Judaistik, Philosophie und Geschichte gemacht und ist längst seit vielen Jahren habilitiert- die Mathematura hat ihr annodazumal der Prof. geschenkt-
diese Spielräume werden mit der Zentralmatura geschlossen
man vergißt das die intellektuellen Verarbeitungsprozesse des Menschen biologisch und nicht digital den rasanten Wissenszuwachs bewältigen - Bulimielernen?
Lehrer/inne/n grundsätzlich zu misstrauen, muss eine objektivierte (und weitgehend blutleere) Abschlussprüfung her.
Wenn der -- mittlerweile geschasste -- Bifie-Direktor an der geplanten Matura hervorhebt, diese mache dem "Schummeln" ein Ende, spricht er ja nur aus, was wir offenbar denken sollen.
Ich frage mich nur, wie man mit Lehrer/inne/n, deren Reputation man routinemäßig beschädigt, Verbesserungen im Schulwesen zustande bringen will. Doch sicher gibt es Experten, die dazu eine unumstößliche Lehrmeinung haben.
Ich habe nie "geschummelt", weder als Schüler noch als Lehrer. Allerdings vermute ich, dass die zentrale Reifeprüfung an sich eine große Schummelei ist.
ich erziehe drei eigene Kinder und habe die Ehre und Freude da und dort freundschaftliche/verwandschaftliche Teilhabe am Großwerden anderer Kinder genießen zu dürfen.
es "menschelt" unter Pädagogen
nicht mehr und nicht weniger als unter MitarbeiterInnen anderer Branchen
Leider habe ich keine umsetzbare Idee wie das Problem, das Zugeang zu (höherer) Bildung zumeist über soziale Herkunft determiniert wird, gelöst werden könnte
"Ich frage mich nur, wie man mit Lehrer/inne/n, deren Reputation man routinemäßig beschädigt, Verbesserungen im Schulwesen zustande bringen will. Doch sicher gibt es Experten, die dazu eine unumstößliche Lehrmeinung haben. "
würde ich Ihnen gerne 10 "PLUS" geben.
...
wenn diese ... mir grad wieder mal meinen Job erschweren und verdriessen
geh ich noch für ein Stündchen "Wasser dreschen" sprich schwimmen
gut für Seel und Körper
und meine Familie danks
wenn ich zwar erschöpft (wie meist nach langen Diensten) aber mit ausgeglichener Gelassenheit die Haustür aufsperr.
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