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José Manuel Caballero Bonald.
Madrid - Der spanische Schriftsteller José Manuel Caballero Bonald erhält den diesjährigen Cervantes-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt, gab Spaniens Kulturminister Jose Ignacio Wert am Donnerstag bekannt.
Der aus Jerez de la Frontera stammende Andalusier, geboren 1926 in Jerez de la Frontera, hatte vor 60 Jahren seinen ersten Gedichtband veröffentlicht. Er wurde zusammen mit anderen Schriftstellern der "Generation der 50er Jahre" zugeordnet. Von dieser Kategorisierung hielt der Autor jedoch nichts. "Solche Schubladen sind Krücken für die Historiker, die Literaturhandbücher verfassen", sagte Caballero Bonald. "Das Einzige, was dieser Gruppe gemeinsam war, sind der Widerstand gegen die Franco-Diktatur und ein gehöriger Alkoholkonsum."
Anfang dieses Jahres erschien sein Buch "Entreguerras" ("Zwischenkriegszeiten"), das nach Worten des Schriftstellers sein bestes und voraussichtlich sein letztes literarisches Werk ist. "Dort habe ich alles zusammengefasst, was ich geschrieben und erlebt habe", sagte er. Das ungewöhnliche Werk ist ein autobiografisches Gedicht, das aus fast 3.000 Versen besteht. "Das Buch könnte ein Meilenstein in der Geschichte der spanischen Poesie sein", meint der Verfasser.
Caballero Bonald, der im Zuge von Uni-Lehrtätigkeiten einige Jahre lang in Kolumbien, Kuba und den USA lebte, ist außerhalb der spanischsprachigen Welt nur wenig bekannt. In Spanien erhielt er eine Vielzahl literarischer Auszeichnungen. Nur die Aufnahme in die Königliche Sprachakademie blieb ihm verwehrt. Bei drei Kandidaturen - zuletzt 1999 - erhielt er nicht genügend Stimmen, weshalb er mittlerweile von dieser Institution nichts mehr wissen will.
Der mit 125.000 Euro dotierte Cervantes-Preis wird nach einem ungeschriebenen Gesetz abwechselnd an einen spanischen und lateinamerikanischen Autor vergeben. Im vorigen Jahr hatte der chilenische Dichter Nicanor Parra die Auszeichnung erhalten. (APA, 29.11.2012)
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