Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 600x450Dimmbare Metallstäbe mit winzigen LED-Elementen imitieren den Schein einer bewegten Kerzenflamme.
Maurers neue Flamme liegt auf dem Sofa, nur sparsam bekleidet. Sie ist nackt, um genau zu sein. Wer genau hinsieht, erkennt in Maurers "Neuer" tatsächlich eine alte Bekannte: Das großformatige Gemälde zeigt eine vieldiskutierte Figur der Kunstgeschichte. Das Bild ist eine Kopie der berühmten nackten Maja, ein Werk des spanischen Malers Goya. Beleuchtet wird die Kopie von einem raumgreifenden Lichtobjekt: Es verbindet 100 abgehängte Metallstäbe mit integrierten LED-Leuchtkörpern zu einem sphärischen Lichtregen.
Aus zehn Schritt Entfernung wirkt das Objekt, als schwebte eine Wolke brennender Kerzen durch den Raum. "Candles in the wind" heißt folgerichtig diese überdimensionale Licht-Installation, welche die Showroom-Besucher in der Münchner Kaiserstraße am Eingang begrüßt. Herr des Hauses ist Ingo Maurer, seit Jahrzehnten einer der originellsten und international bedeutendsten Lichtdesigner, Leuchtkünstler und Lampenerfinder weltweit. Unter seinen Händen finden Rattenkäfige, Comic-Helden, Gartenschläuche und Suppendosen zu ihrer leuchtenden Bestimmung.
Seine Entwürfe erhellen U-Bahnen und tauchen die Interieurs dieser Welt in ein meist poetisches, oft unterhaltsames Licht. Meist liegen seine Entwürfe außerhalb genormter Begrifflichkeiten.
Aber: Was hat nun die nackte Schöne La maja desnuda, mit dem Lampenobjekt davor zu tun? "Ganz einfach: Die Maja ist ein herrliches, hinreißendes Luder", antwortet Maurer, inzwischen 80-jährig, und gesteht: "Ich liebe die Maja!" Dann zeigt er auf eine Armee von rund 50 Kerzen, die eine meterlange Tafel im hinteren Teil seines Showrooms erhellen. Nur - die Kerzen bestehen nicht aus Wachs. Wieder sind es jene Leuchtelemente, die von der Decke baumeln, - nun aber mit Fuß versehen und einzeln postiert - und die Tafel flackernd erhellen. Die Täuschung ist beinahe perfekt.
Erst aus der Nähe zeigt sich: Die 40 Zentimeter hohen, dimmbaren Metallstäbe besitzen am Kopfende ein Display mit einem Pixelraster aus 128 winzigen LED-Elementen. Diese sind so programmiert, dass sie den Schein einer bewegten Kerzenflamme imitieren.
Kreiert hat das Ganze übrigens nicht Maurer, sondern der Designer Moritz Waldemeyer aus London. Letzterer gilt als technischer Tüftler und Genius der Lichtbranche, entwarf Objekte für Architekten und Designer wie Zaha Hadid und Ron Arad, er kreierte - leuchtende! - Kostüme für Popstars wie U2 und Rihanna, ebenso für Modedesigner wie Hussein Chalayan und außerdem virtuelle Hüte für Philip Treacy.
Auch die Schlusszeremonie der Olympischen Spiele 2012 in London krönte er mit effektvollen Outfits. "Moritz ist ständig unter Hochspannung, er ist ein ,technical freak'. Gleichzeitig hat er Herz und Fantasie", lobt der Altmeister. Waldemeyer selbst möchte mit dem "New flame"-Entwurf " auf futuristische Weise in die Vergangenheit gehen, in Anlehnung an die Fackel als Lichtquelle, die uralt ist und sehr emotional", so der Designer.
Eine Idee, die Ingo Maurer so sehr überzeugte, dass er sie in Produktion und Vertrieb aufnahm. Ist das Ganze nun eher Gag oder Geniestreich? Showroom-Besucherin Corinna Rösner und Kuratorin der Neuen Sammlung, International Design Museum München, meint: ",My new flame' ist auf alle Fälle mehr als ein Gag. Ich sehe darin ein Stück entspannte Ehrlichkeit und einen intelligenten Kommentar zur aktuellen technologischen Entwicklung. Das ist Hightech, integriert in den Alltag!" (Franziska Horn, Rondo, DER STANDARD, 30.11.2012)
Info: waldemeyer.com
Verkauf und Vertrieb über: ingo-maurer.com/
Alles für das Rad: Zwitscherklingel, Schädelschutz, Kartenservice, Druckluft und eine Tasche für das Picknick
Die neuen Tische und Container aus Glas sind transparent, aber nicht zerbrechlich - Sie sorgen für überraschende Effekte und Durchblick, findet Heike Edelmann
Die Ausstellung "Home of the Future" im Berliner "Haus am Waldsee" zeigt, wie der Designer Werner Aisslinger die Zukunft des Wohnens sieht
Virtuelle Achsen und Diamanten: Auf der Baselworld zeigt die Branche, in welche Richtung das Uhrenjahr 2013 gehen wird
Im Design Museum London ist derzeit die Ausstellung "Design of the year 2013 Awards" zu sehen. Christian Schachinger war dort und merkte, dass nicht jeder Sessel zum Sitzen da ist
Mit gut 50 Veranstaltungen an 30 Tagen startet am Freitag in Graz der Designmonat 2013 - Michael Hausenblas hat sich umgehört, was auf die Besucher zukommt
Im Rahmen einer Sonderausstellung zeigten beim Salone in Mailand heimische Gestalter bzw. Unternehmen unter dem Titel "Austrian Design Details", was sie so draufhaben
Manche Designer widersetzen sich dem massenkombatiblen Geschmack und folgen konsequent dem eigenen Weg - Thomas Edelmann war in Mailand vor Ort
Kleinere Uhren, größere Stände, ein Ansturm der Medien und immer wieder China: Das bringt die Baselworld 2013 - Die größte Uhren- und Schmuckmesse der Welt öffnet in knapp einer Woche ihre Tore
Ob man angesichts der Tiermöbel von Chimère den Kopf schüttelt oder gleich ein Stück bestellt - heiter anzusehen ist die animalische Meublage des französischen Duos auf jeden Fall
Auf der Auftragsliste des Designers Nitzan Cohen stehen Kunden wie BMW, Diesel oder Authentics, gelernt und gearbeitet hat er bei Konstantin Grcic, und Design vergleicht er mit der Kunst eines Jongleurs - Franziska Horn hat den Gestalter in München besucht
Optische Qualität und funktionaler Anspruch sind die Maßstäbe dieser Einrichtungsgegenstände
Der Name ist gewöhnungsbedürftig: Die Mode und Accessoires des Duos "Bradaric Ohmae" gehören aber zum Spannendsten, was Wien zu bieten hat
Der Schweizer Mario Botta entwarf Gebäude wie das Museum of Modern Art in San Francisco und gestaltete Alltagsgegenstände wie Wasserflaschen - Zum 70. Geburtstag besuchte ihn Michael Marek
Die Juristen Nicole Horn und Peter Daniel arbeiten seit 15 Jahren als Designer und beschäftigen sich vor allem mit dem Raumtyp Stube - Michael Hausenblas hat sie getroffen
Claudio Luti ist Architekt und Eigentümer des Design-Unternehmens Kartell - Thomas Edelmann sprach mit ihm über den Wert von Geschichte, Ikonen und den Ruf von Kunststoff
Immer mehr Möbel fallen durch ihren skulpturalen Charakter auf - Dieser ist mehr als nur ein Stilelement
Einen auf alt machen und Nagelneues künstlich angammeln gehört bei immer mehr Möbelproduzenten zum Programm
Endlich gibt es in Wien einen Ort, an dem Designobjekte präsentiert werden, die einem sonst meist nur in Magazinen unterkommen
Die Ausstellung "Isn't it romantic?" in Köln widmet sich unter anderem einer Definition von Design - Thomas Edelmann war vor Ort
Staubsauger-Tycoon James Dyson stellte in Hamburg einen Wasserhahn vor, der auch die Hände trocknen kann - Michael Hausenblas nutzte die Gelegenheit und fragte nach
Der Mode-Großmeister Issey Miyake entwickelte mit dem italienischen Leuchtenkonzern Artemide zehn Leuchten aus ehemaligen PET-Flaschen, die aussehen wie Wolken mit Ecken und Kanten
Neuheiten für die Küche sind primär Techniken, die nach dem Kochen für Ordnung sorgen
Peter Speake-Marin steuert sein eigenes kleines Uhrenmanufaktur-Schiffchen auf der rauen See der Uhrenbranche. 2013 will er einen stabileren Kurs halten
Modernes Glas ist bruchfest, biegsam oder färbt sich auf Knopfdruck dunkel wie eine Sonnenbrille. Das verändert die Gestalt von Elektronikgeräten und das Gesicht ganzer Städte, weiß Susanne Donner.
maurer goes kitsch - interessant.
passend:
http://german.alibaba.com/product-g... 90853.html
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.