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"Sunken Condos"
DONALD
FAGEN Sunken Condos (Reprise/Warner)
Manchmal klingt das Ganze wie der
Soundtrack zu den Altersarbeiten von Günter Grass oder Martin Walser.
Dabei ist Donald Fagen erst 64 Jahre jung. Mit "Sunken Condos"
veröffentlicht die eine Hälfte des bei zynischen Intellektuellen
hochangesehenen zynischen US-Intellektuellen-Popduos Steely Dan das erst
vierte Soloalbum seiner Karriere.
Fagen sinniert darin auf hohem textlichen Niveau über junge Frauen, den Johannistrieb und darüber, dass es für einen Dinosaurier wie ihn wohl langsam an der Zeit ist, sich in den Jurassic Park zurückzuziehen. Die elegant swingende und groovende Musik ist perfekt produziert. George-Benson-Gitarren nudeln, eine beängstigend klar und rein klingende Toots-Thielemans-Mundharmonika jagt einem die Angst vor dem Sterben den Rücken hinunter. Das Schlagzeug ist nicht von dieser Welt, die schrägen und verqueren Akkorde für die Lieder wurden in geheimen Labors von führenden Strafjazzexperten entwickelt.
Will man so alt werden, dass einem dieser High-Fidelity-Albtraum gefällt - oder ist man es schon?
THE
WEEKND Trilogy (Universal)
Warum man drei Alben, die 2011 auf der
Homepage des Künstlers als Gratisdownloads erhältlich waren, jetzt als
Drei-CD-Box veröffentlicht, mag sich dem zeitgenössischen Hörer zwar
verschließen, immerhin aber gesellen sich zu der damals zwischen März
und Dezember veröffentlichten, aus den Arbeiten "House of Balloons",
"Thursday" und "Echoes of Silence" bestehenden Trilogie nun gezählte drei
neue Songs. Das ist nicht nichts.
An der Qualität der Musik des Kanadiers Abel Tefsaye alias The Weeknd ändert das nichts. R'n'B, House und hybrider Hip-Hop auf der Höhe der Zeit. Hier wird mit trotzig-jubilierender Kopfstimme weniger die Euphorie in den Clubs beschworen. Es geht um das Runterkommen von schnellen Drogen, die Einsamkeit und den Hangover danach. Samples zwischen Michael Jackson und Siouxsie and the Banshees inklusive. Das klingt natürlich alles ganz großartig.
Im CD-Format erweist es sich für die Zielgruppe möglicherweise als unnötig. Für Zuspätkommende: Freuet euch, Christkind kommt bald. (schach, Rondo, DER STANDARD, 30.11.2012)
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Der Sound pendelt zwischen Toto, Chicago, und klassischem Bigbandsound hin und her.
Das Niveau ist wie immer gehoben...aber glattgebügelt ...kann man auch präzise Produziert dazu sagen.
Viel hat sich seit ...The Nightfly...nicht geändert. Die Songstruckturen sind gleich geblieben...allerdings war der Sound aktueller.
Für mich heute zu altbacken...
The Nightfly wurde übrigens bis in die späten 90´von sämtlichen Tontechnikern auf Open Airs verwendet.
Egal ob Floyd, Genesis...oder T. Turner...
Auf meine Frage nach dem Warum....meinte einer...weil es nach wie vor das brilliantest aufgenommene Werk ist...wo man selbst den kleinsten Ton glasklar heraushört...ideal zum einstellen
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