Erhabenheit

29. November 2012, 18:24
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Orgelreise mit Werken von Johann Caspar Kerll

Eine Reise ins Barock, in die Orgelzeit vor Johann Sebastian Bach: Der Wiener Organist Wolfgang Kogert widmet sich dem Werk des Komponisten Johann Caspar Kerll und setzt dessen Gedanken auf der Wöckherl-Orgel der Franziskanerkirche in Wien um, was durchaus Farbenreichtum und Klarheit freisetzt.

Kogert, der u. a. als Organist an der Wiener Hofburgkapelle tätig ist, wo er mit den Wiener Philharmonikern musiziert, und Orgel an der Musikhochschule Detmold unterrichtet, widmet sich einem Komponisten, der zur Lebenszeit (1627-1693) eine der wesentlichen Musikkapazitäten war, später ein bisschen in Vergessenheit geriet und im 20. Jahrhundert ein wenig wiederentdeckt wurde. Seine Orgrelwerke jedenfalls haben Substanz, und Kogert bringt sie erhaben zur Geltung.

Der Ö1-Pasticcio-Preis - vergeben in Kooperation mit dem STANDARD und Musikredakteur Ljubisa Tosic als Jurymitglied - geht also an Kogerts Kerll-Einspielung, die beim Label NCA erscheinen ist. (red, DER STANDARD, 30.11.2012)

 

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