Oh Du Fröhliche!

Colette M. Schmidt, 29. November 2012, 13:17

Tipps für entspannte Weihnachten - Ein virtueller Adventskalender zum Durchklicken für die Großen

Atemnot, wenn Sie irgendwo "Jingle Bells" hören? Platzangst, wenn Sie nur ans weihnachtlich verkitschte Shopping Center denken? Wir verstehen das. Trotzdem: Da müssen Sie jetzt durch. Dieser Kalender hilft Ihnen, den Überblick zu bewahren und Last-Minute-Stress zu vermeiden. Hinter jedem Kästchen verbirgt sich ein praktischer Tipp für eine entspannte Adventszeit.

Bleiben Sie cool! (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Family, 29.11.2012)

  • 1

    Der Plan

    Keine Panik! Wer jetzt noch keine Geschenke, keinen Adventkranz und keinen Plan hat, dem helfen wir. Wir nehmen Sie an der Hand und gehen mit Ihnen durch den Advent.

  • 2

    Einen Kranz basteln

    Der erste Adventsonntag kommt immer überraschend. Für Kinder ist er der Startschuss für das sehnsüchtige Warten. Wenn Ihre Kinder schon in der Lage sind, selbst Kerzen auf einen Kranz zu stecken, kaufen Sie sich keinen fertigen Kranz. Selber machen ist nicht nur billiger, es macht Spaß. Und jeder darf sich eine Lieblingssache aussuchen und auch auf den Kranz stecken. Eine Playmobil-Feuerwehrmann? Warum nicht? Wir nehmen Sie an der Hand und gehen mit Ihnen durch den Advent.

  • 3

    Geschenke? Geschenke!

    Ohne Sie nervös machen zu wollen: Geschenke kaufen ist jetzt schon nicht mehr lustig. Aber es wird mit jedem Tag schlimmer. Also fragen Sie Ihre Lieben nach ihren Wünschen und dann: Raus mit Ihnen! Da müssen Sie durch.

  • 4

    Geschichten vorlesen

    Gute-Nacht-Geschichten für den Advent: „Morgen kommt der Weihnachtsbär“ von Janosch: 24 Kapitel mit komisch-rührenden Geschichten, die am Ende alle zusammenfinden – ein Adventkalender zum Lesen. Außerdem: „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren.

  • 5

    Krampus ist out

    Zu erzählen, dass es einen Krampus gibt, ist nicht mehr zeitgemäß. Stärken Sie Ihr Kind, erzählen Sie, dass die Kerle nicht echt sind und Sie es – komme, was wolle – beschützen werden.

  • 6

    Das Gute siegt

    Nikolaus war ein Guter. In echt. Erzählen Sie Ihrem Kind zwischen zwei Schoko-Nikoläusen, dass der Mann Grieche war und der Legende nach etwas für die Armen tat. Sein Name ist übersetzt direkt revolutionär: Nikolaus heißt „Sieg des Volkes“.

  • 7

    Wunschlisten am besten delegieren

    Wenn Kinder überbordende Listen mit Wünschen haben und sich das kein Mensch leisten kann, nicht zögern und DELEGIEREN. Diverse Omas, Opas, Patentanten und Patenonkel fragen oft in letzter Sekunde, was sich das Goldkind wünscht. Warten Sie nicht und teilen Sie ihnen jetzt mit, was noch gebraucht wird.

  • 8

    Hanukkah

    Heute Abend beginnt das jüdische Lichterfest Hanukkah. Also nicht vergessen, in der kommenden Woche den jüdischen Freunden schöne Feiertage zu wünschen.

  • 9

    Wichteln

    Auch Erwachsene freuen sich über Geschenke. In Zeiten der Krise muss gespart werden. Der zweite Adventsonntag eignet sich gut, um zu „wichteln“. Jeder schmeißt seinen Namen in einen Topf, dann wird gezogen. Ihr „Wichtel“ bekommt als einziger ein Geschenk von Ihnen. Das darf dann besonders sein.

  • 10

    Weihnachtspost

    Wenn die Weihnachtspost für Freunde im Ausland noch rechtzeitig ankommen soll, dann heute aufgeben!

  • 11

    Simpel backen

    Wenn in Ihnen kein Meister der Patisserie steckt und Sie keine fünfhundert Sorten zaubern können: egal. Kinder lieben die einfachen Ausstechkekse. Machen Sie sich also keinen Druck. Die extravaganten Stücke sollen andere backen.

  • 12

    Santaclausophobie

    Atemnot, wenn Sie irgendwo „Jingle Bells“ hören? Womöglich leiden Sie unter Santaclausophobie. Kein Scherz, die Krankheit gibt es. Schalten Sie also ab. Gehen Sie mit Freunden etwas trinken. Bloß keinen Punsch. Reden Sie über den letzten Sommer – oder noch besser: über den nächsten.

  • 13

    Verpackungskünstler

    Verpacken Sie Geschenke gleich! Dann ist es nicht so schlimm, falls sie von den zu Beschenkenden zufällig entdeckt werden, und Sie haben es erledigt. Beschriften nicht vergessen. Falsch ausgehändigte Packerl können zu peinlichen Situationen führen.

  • 14

    Versteckspiel

    Bitte merken Sie sich beim Verstecken Ihrer Weihnachtsgeschenke auch die Verstecke. Schreiben Sie sie auf einen Zettel und stecken Sie den in Ihre Geldbörse. Sonst finden Sie im Juni den Lambswoolpulli für die Älteste im Abstellraum zwischen den Flip-Flops.

  • 15

    Wie feiern wir?

    Ein gelungenes Fest hängt davon ab, ob sich alle wohlfühlen. Entscheiden Sie spätestens jetzt, mit wem Sie wo feiern wollen. Für Groß- oder Patchwork-Familien gilt: Zeit gut einteilen, damit es keine Hetzerei wird.

  • 16

    Klassiker

    Haben Sie einen Christbaumständer? Oder mehrere, weil Sie jedes Jahr in letzter Minute einen neuen besorgen? Suchen Sie ihn jetzt. Das minimiert den Last-Minute-Stress. Ein weiterer Klassiker: Baumkerzen.

  • 17

    Maria und Josef und die Krippe

    An alle Eltern: Wenn etwas mit der Weihnachtsfeier Ihres Kindes zusammenfällt, sagen Sie es ab! Sie können sich sonst jahrzehntelang anhören, dass Sie damals den Auftritt versäumt haben.

  • 18

    Rituale für Kinder

    Wenn Sie Weihnachten ohne Schnee und Verwandtschaft verbringen: Kinder lieben Rituale. Es gibt klappbare Christbäume aus Kunststoff. Die passen in jeden Koffer.

  • 19

    Gutscheine!

    Für jemand noch immer kein Geschenk? Dann ist es Zeit für Gutscheine. Teenager lieben sie.

  • 20

    Postamt

    Wenn die Weihnachtspost für Freunde im Inland rechtzeitig ankommen soll, heute aufgeben!

  • 21

    Christkind & Co

    Die Entdeckung, dass man angelogen wurde, kann eine Enttäuschung sein. Um Ihrem Kind Spott zu ersparen, klären Sie es VOR Schulbeginn auf.

  • 22

    Intensive Phase

    Wenn Sie kleine Kinder haben, geht das Warten jetzt in die intensive Phase. Involvieren Sie Ihre Kleinen so gut es geht in die Vorbereitungen. Lassen Sie sie beim Speiseplan mitreden oder fragen Sie sie, wie der Baum heuer aussehen soll.

  • 23

    Last Minute

    Heute ist Sonntag. Zum Glück. Die Geschäfte sind zu. Verschnaufen Sie. Wenn Sie noch Geschenke brauchen: Museumsshops haben geöffnet und nette Dinge auf Lager.

  • 24

    Ruhe bewahren!

    Versuchen Sie alles, was getan werden muss, am Vormittag zu erledigen. Dann gehen Sie mit Ihrer Familie spazieren und kommen Sie entspannt zum eigenen Fest. Frohe Weihnachten!

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ich verstehe das nicht

.. warum - macht ihr keinen "normalen" Advent Kalender wo man mitspielen kann und vielleicht mal etwas gewinnen kann. Diese Sprücheln sind doch wirklich ein wenig abgedroschen. Man will doch auch mal Spaß bei dem ganzen Stress haben!

Kommt bald auch so ein Tipp, wie ich ihn unlängst in "Österreich" gelesen habe?

5. Dez:

Laden Sie sich weihnachteliche melodeien auf Ihren iPod!

Naja - "Österreich" eben, könnte man meinen. Geht aber jetzt derartiges hier im standard.at auch schon ab?

Herzelichst
Ihr Lappe

Oh, Postingsperre seit 3.12.2012, 22:44

Warum das wohl?

Hahaha, das lasst ihr natürlich durch, ist klar! =)

Adventskalender ist wie Azubi, Sahne oder Eisbein hier nicht üblich, bitte ändern!

Ich werde schon nervös, wenn ich AdventSkalender lesen muss!

Der 1er

ist zwar anklickbar, es tut sich jedoch nichts.

weil er schon offen ist

klicken S' mal auf die anderen.

;o) Danke

das habe ich mittlerweile überrissen.

Süß!

;o)

da tut sich sogar was ;)

Heuer hat der Adventkalender nur 22 Fenster (Erster Adventsonntag bis Hl. Abend), nicht 24.

Und zum Fugen-S (auch in "Adventszeit") hat die Linzer Kollegin unten eh schon alles gesagt. Schämt's euch. ^^

Der vom 24. ist echt gut:

>Versuchen Sie alles, was getan werden muss, am Vormittag zu erledigen. Dann gehen Sie mit Ihrer Familie spazieren und kommen Sie entspannt zum eigenen Fest. Frohe Weihnachten!<

Hat dann inzwischen der Weihnachtsmann den Baum geschmückt, die Geschenke druntergeschmissen und noch schnell das Abendessen vorbereitet?

Na ja, es könnte auch das gestresste Christkind gewesen sein.

Bevor man mit der besinnlichen Zeit beginnt, kann man auch einmal auf das blicken was einem an seinen Mitmenschen gestört hat - um es hernach mit einem originellem Geschenk ansprechen.

Den Krampustipp finde ich gut.

Über den Nikolo - In Echt - hab ich herzlich gelacht.

sorry, aber das heißt immer noch Adventkalender!

derStandard.at/Familie
144
30.11.2012, 12:39

Lieber User,
laut Duden hat bei Zusammensetzungen mit "Advent" ein Fugen-s zu stehen. Sie haben aber recht, dass in der Umgangssprache in Österreich die Schreibweise ohne "s" gebräuchlich ist.
http://www.duden.de/rechtschr... tskalender

Lieber derStandard/Familie

wenn es schon um "Familie" geht sollten sie doch wissen, dass "AdventSkalender" in österrechischen Schulaufsätzen als FEHLER betrachtet wird und die Rechtschribung ihrer vorgeblichen Kernschicht anpassen. Zur Information: Der Duden mag in DEUTSCHLAND maßgeblich sein; in Österreich ist es das Österrechische Wörterbuch.
Siehe auch: http://www.ostarrichi.org/wort-1921... ender.html http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%... es_Deutsch

Lieber Standard, normal haben wir aber immer das Österreichische Wörterbuch als Quelle, oder nicht?

Sprache entwickelt sich, trotzdem sind österreichische Idiome schützenswert, der Ansicht sind halt viele UserInnen (sic!).

Ich bin geborene Wienerin und sag schon mein Leben lang Adventskalender.

Eindeutiger Sprachfehler - oder das Dilemma der zu späten Geburt, wenn Sie schon so vom "Schüsseldeutsch" ((c) W.Mantl) angekränkelt sind. ^^

Weder-noch.

Irgendwie sind das Tipps für Leute die Weihnachten nur als Problem ansehen.
Schade.
Man kann den Dezember auch lustiger verbringen!

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