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Bleiburg hat es wieder zu medialer Aufmerksamkeit gebracht. Vor nicht allzu langer Zeit erlangte der Ort Bekanntheit durch seine zweisprachigen Ortstafeln, an denen das autoritäre Gehabe zweier blau-orange-blauer Landeshauptmänner, gepaart mit deutschtümelnden Qualitäten medienwirksam in Szene gesetzt wurde.
Nun ist Bleiburg als Standort einer Asylunterkunft im Gespräch. Es handelt sich dabei um eine an sich begrüßenswerte Absicht, bei dem sich die Stadt in humanitärer Hinsicht profilieren könnte. Allerdings ist der mediale Auftritt des Bürgermeisters von Rassismus begleitet, der dem Image der Stadt als Kulturstadt, an dem seit einigen Jahren mit Erfolg gearbeitet wird, doch etwas entgegensteht - "Schwarze" und Tschetschenen wurden herausverhandelt. Darin äußert sich ein Ungeist, dessen Wirken auf der nahen Saualm noch in guter Erinnerung ist.
Die Frage der Unterbringung von AsylwerberInnen ist von verschiedenen Interessen geleitet, humanitäre Fragen dominieren dabei nicht. Der Kärntner Landeshautmann möchte sich nach der "Lösung" der Ortstafelfrage bekanntlich gerne als Pontifex nahe der einst orange eingefärbten und nun nach seinem Vorgänger benannten Brücke über die Drau profilieren. Die Brücke hat dem Landeshauptmann Bleiburg offenbar näher gebracht und umgekehrt. Bei seinen Besuchen zur Montage und Demontage von Ortstafeln sowie anlässlich diverser Kanaleinweihungen und Brauchtumsfeste werden ihm die zahlreichen leeren Betriebsstätten entlang der Straße durch Bleiburg aufgefallen sein. Diese müssen wohl auch einem um den Wirtschaftsstandort besorgten Bürgermeister ein Dorn im Auge sein. Und so kommt es, dass Besitzern leerstehender Tourismus- und Gastronomiebetriebe neuerdings das große Geld winkt, ohne dafür einen großen Aufwand zu haben, wie das Lager-Beispiel auf der Saualm zeigt. Also findet eins das andere.
Ein Problem bleibt freilich - es sind die Asylwerber an sich, ausgestattet mit menschlichen Bedürfnissen, verschiedenen Hautfarben und dem Makel zweifelhafter regionaler Herkunft. Nachdem es aber eine breite Bandbreite dieser Spezies gibt, liegt eine selektive Auswahl aus dem reichen Angebot als Lösung des Problems nahe. Es werden - passend zu fremdenfeindlichen und medial verstärkten öffentlichen Grundeinstellungen - jene ausgesondert, die aufgrund ihrer Hauptfarbe oder ihrer Herkunftsregion hierzulande am meisten stigmatisiert sind, Menschen afrikanischer Herkunft und Tschetschenen. Damit sind zugleich jene Gruppen benannt, denen in Österreich bzw. Kärnten am übelsten mitgespielt wurde, deren Menschenrechte buchstäblich mit Füßen getreten wurden. Vor allem die Nacht-und-Nebel-Abschiebung einer Gruppe von Tschetschenen von Kärnten nach Traiskirchen auf Geheiß des verblichenen Landeshauptmannes sollte noch in guter Erinnerung sein.
Das Land und die Stadt gehen also nach einem durchschaubaren Muster vor: Es wird eine Kosten-Nutzen-Abwägung angestellt, bei der bundesstaatliche Verpflichtungen, also die Erfüllung der Kärntner Asyl- Quote, eigene und Ressentiments der (politischen) Öffentlichkeit sowie lokale wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Die Asylwerber werden so zu einer reinen Manövriermasse im zynischen Spiel der österreichischen Asylpolitik und zu einer Einnahmenquelle für marode Tourismusbetriebe.
Das alles erfolgt unter dem Kalkül des Wirkens eines verbreiteten, als "gesundes Volksempfinden" getarnten Rassismus, der sich darin äußert, dass für bestimmte Gruppen allgemeine Menschenrechte offenbar außer Kraft gesetzt sind.
Bleiburg ist beileibe kein Einzelfall, dass nun offenbar auch dort nach solchen Mustern gehandelt wird, ist aber insofern verwunderlich, als die Stadt seit einigen Jahren dabei ist gegen den Kärntner Trend ein weltoffenes Image als Kulturstadt zu entwickeln. Dabei heftet sich die lokale Politik gerne die Künstlerprominenz, wie Kiki Kogelnik oder Werner Berg, auf die eigenen Fahnen - bekanntlich wurde erstere erst im Ausland künstlerisch groß, während letzterer nach Südkärnten einwanderte... .
Die mediale Aufmerksamkeit rund um die Ortstafeln könnte für diese Bestrebungen genutzt und ins Positive gewendet werden. Es wäre bedauerlich, verfiele das politische Bleiburg wieder der Kärntner Normalität. (Leserkommentar, Hermann Kuschej, 30.11.2012, derStandard.at)
Hermann Kuschej, geboren in Bleiburg/Pliberk, lebt und arbeitet als Sozialwissenschaftler in Wien.
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Ich habe überhaupt nichts gegen Asylanten wenn sie sich konform benehmen, wie es sich gehört.
Allerdings gibt es in Dolintschitschach einen Bürger, der Österreicher ist, jedoch alles an negativen Eigenschaften übertrifft.
Schande über ihn.
Die Asylanten verfolgen das Ziel herzlich gerne aufgenommen zu werden.
Genau so werden sie sich benehmen.
Willkommen in Bleiburg.
Fritz
Übrigens....Bad Bleiberg nimmt auch Asylwerber auf. Ganz ohne LH.
http://gemeindebund.at/news.php?... &sm=15&v=g
seit diese fpk baggage in kärnten das sagen hat, hör ich aus meiner schönen heimat ausnahmslos nur mehr schlechte nachrichten. umso mehr tut es mir leid, wenn dann auch noch die eigenen leut über ihr kärnten herfallen, und kollektiv mit den landsleuten abrechnen. meist tun sie das von der ferne und das oft ziemlich rigoros. und das ist unfair. es gibt auch andere. mach doch einmal eine reportage darüber, wieviele kärntner es satt haben aber sich net getrauen aufzumucken, weil fast in jedem amt in jedem kaff einer sitzt der irgendwie zur fpk gehört? jeder hat angst um seinen job in wirklichkeit. also: nicht alle kärntner sind rassisten- es gibt auch kärntner der charmanten sorte.
aber man könnte das auch in NÖ oder Bgld, in abgeschwächter Form auch in W, T bezw. in jedem Bundesland anwenden. Wenn die übermächtige Politik will, dann kriegst Du keinen Fuss auf den Boden und es ist gscheiter Du schleichst Dich.
St. Pölten ist überall.
Nur - was tun? Bei Wahlen woanders das Kreuz machen? Bringt erst in zwei Generationen was - wenn überhaupt - wenn die aktuellen Verflechter gestorben sind. Das dauert zu lange und Aussicht auf Erfolg ist sehr ungewiß.
Marx hat den Volksaufstand vorgeschlagen. Ist eher hässlich, und noch dazu illegal. Doch ich fürchte es bleiben wenig Alternativen zu Fackel und Pflasterstein.
Stimmt so sicher nicht, weil es auch Jobs abseits der Parteiwirtschaft gibt. Wer seinen Job dem Parteibuch oder der Nähe zu einer Partei verdankt, muss natürlich in Kauf nehmen, dass er nicht mehr unabhängig ist. Aber das hat man sich ja selber ausgesucht.
im Griff, wie man daran sehen kann, daß Baufirmen Aufträge nur gegen Inserate bekamen.
Sie würden also als Prokurist einer Baufirma dagegen aufbegehren?
Beim AMS ists leider auch nicht so lustig.
Wenn die Kärntner die FPK so satt haben, bitte warum w ä h l e n Sie diese Partei dann in einem Ausmass, dass sie noch immer stärkste Partei ist? Da müssen doch die Kärntner selbst schuld daran sein, wer denn sonst, bitte?
Es ist so schade - ein so schönes Land und solche Krämerseelen. Und das im 21. Jhd.!!!
das ist fast überall so, nur in den U$A gibts nur patriotische Faschisten, die immer schießen, aber nie denken.
Und sogar dort gibts Dissidenten, natürlich nicht viele: Die landen schnell auf der Straße oder in den Foltergefängnissen.
er hat nicht nur das ortstafelproblem wie weiland könig gordios gelöst, nein er hat jetzt auch das asylantenproblem in rekordzeit einer lösung zugeführt.
manche mögen ihn als zu hemdsärmelig betrachten, aber in wahrheit ist er volksverbunden und kommt seinem verstorbenen mentor an charaisma und ausstrahlung sehr nahe.
Ich musste lachen, und danke dem Autor auch gleich dafür, folgendes nicht Ausgelassen zu haben: Nämlich von welchen Parteien diese Gemeinde "regiert" wird: FPK/BZÖ.
Ich habe ja schon einmal darüber spekuliert, und damit hat es sich bestätigt. Dörfler, hat sich ja - wie er selber sagt sehr darum bemüht - Quartiere für Asylwerber zu finden.
Auffällig dabei war, er hat vor allem solche Orte ausgesucht, in denen die BM entweder SPÖ (mehrheitlich) oder in einem Fall ÖVP regiert sind. "Saualm 2", St. Andrä, wo plötzlich die Asylwerber da waren, ist ein Beispiel dafür.
Nun hat sich Dörfler erst Neulich bei einem SPÖ BM für seine Bemühungen bedankt, so viele Asylwerber unterzubringen. Oder für die Kooperation. [1]
Das nun hier keine "schwarzen oder Tschetschenen" untergebracht werden sollen, sondern nur Weiße Asylwerber - läuft am ehesten darauf hinaus, dass dort Aufgrund eben dieser Vorfälle garkeine Asylwerber untergebracht werden.
Meine Spekulation, um darauf Zurück zu kommen, war, dass Dörfler durch die Unterbringung in v.a. SPÖ/ÖVP regierten Gemeinden, die dortige Bevölkerung im Hinblick auf die Wahlen "umdrehen" will. Weil viele aus der dortigen Bevölkerung nicht NOCH MEHR Asylwerber dort haben wollen. Weil diese Gemeinden schon Mehrheitlich Asylwerber haben, St. Andrä 5 Standorte jetzt.
Eine billige Masche, die Aufzugehen scheint, nur hfftl. nicht bei der Mehrheitsbevölkerung in Kärnten.
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