Eintagsfliegen und Bergrekord

30. November 2012, 18:54
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Bilanz zur vierten und letzten Auktionswoche des Jahres im Dorotheum

Mehr als 2000 Kunstobjekte buhlten seit Montag im Dorotheum um neue Besitzer. Am Ende bilanzierte die vierte und letzte Auktionswoche des Jahres (exkl. Juwelen, Armband- und Taschenuhren) bei elf Millionen Euro. Im direkten Vergleich zur November-Sause 2011 stieg der Umsatz damit um 16 Prozent, wiewohl die Verkaufsquoten nur zwischen 49 und 69 Prozent pendelten.

Beim Jugendstil (rd. 824.000, 59 Prozent) gefiel etwa die Gallé-Tischlampe Eisvogel & Eintagsfliegen bis zu 12.500 Euro, und die aus dem Primavesi-Nachlass stammende Kassette von Josef Hoffmann wanderte zum Höchstwert von 61.300 Euro in eine deutsche Privatsammlung ab. Bei Zeitgenössischem (4,8 Mio., 60 Prozent) reichte man Robert Clark Indianas Zahlenbild Eight (317.500) in die USA weiter und verpasste Hundertwassers Globulant auf seinem Weg nach Deutschland (268.700) noch den Künstlerweltrekord.

Einen solchen bewilligte bei Klassischer Moderne (3 Mio., 52 Prozent) eine Wiener Sammlerin für Werner Bergs Wartende (219.900). Und an diesem Abend durfte der heimische Kunstmarkt den wohl jüngsten Käufer in der Geschichte willkommen heißen: Souverän setzte sich Armin Freller, 13-jähriger Sohn des oberösterreichischen Kunsthändlers, für Alfons Waldes Winteridylle (268.700) gegen einen Telefon-Konkurrenten durch. (kron, Album, DER STANDARD, 1./2.12.2012)

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    Nachgefragt: Werner Bergs 'Wartende'.

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