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Wien - Vor 25 Jahren wurde per Erlass des Bundeskanzleramtes die Methadonbehandlung in Österreich eingeführt. Damals war die Substitutionsbehandlung noch sogenannte "ultima ratio", also die letzte aller möglichen Therapieoptionen, heute ist sie die Therapie der ersten Wahl bei Opiatabhängigkeit.
Die Einführung der Substitutionstherapie erfolgte überwiegend unter dem Eindruck einer drohenden HIV-Epidemie unter intravenös konsumierenden Drogenabhängigen und der Sorge, diese könnte auf die Allgemeinbevölkerung übergreifen. Mit der Entzugsbehandlung und ihrer hohen Rückfallrate von 80-90 Prozent stand man der HIV-Ausbreitung relativ hilflos gegenüber.
Erst mit der Einführung der Substitutionsbehandlung und Maßnahmen wie dem Spritzentauschprogrammen, konnte der Ausbreitung von HIV wirksam und erfolgreich begegnet werden. So gelang es, die HIV-Infektionsrate unter Drogenkonsumenten stabil auf etwa 6 Prozent zu reduzieren.
22 Jahre später wird die Substitutionsbehandlung in den WHO-Empfehlungen von 2009 als die "effektivste Behandlungsform bei Opiatabhängigkeit" benannt. "Verglichen mit der Entzugsbehandlung oder gar keiner Behandlung reduziert die Methadon-Behandlung signifikant den Konsum von Opiaten und anderen Drogen, die kriminelle Aktivität, die HIV-Ansteckungsrate, die Überdosierungsrate und die Gesamtsterblichkeit", heißt es unter anderem in diesem Bericht.
Die Jüngste Forderung der Innenministerin Johanna Mikl-Leitner nach einer Abkehr von dieser Behandlungsform, wird von der Österreichischen Gesellschaft für arzneimittelgestützte Behandlung von Suchtkrankheit zur Anti-Drogenstrategie entschieden abgelehnt. (red, derStandard.at, 29.11.2012)
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Weniger Beschaffungskriminalität (die Autoradios bleiben dort, wo sie hingehören).
Die Huren sind im Schnitt gesünder.
Und man kann substituiert relativ normal leben und arbeiten. Wenn man sich nicht schon vorher die Birne weggefixt/gesoffen/ ... hat.
"Aber es gehört sich nicht, und wir werden das nicht unterstützen. Und der Papst ist auch dagegen" oder so...
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