Vivendi streicht über 800 Stellen im Mobilfunkgeschäft

Harter Preiskampf

Der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi plant wegen des harten Preiskampfs im Mobilfunkgeschäft erhebliche Stellenkürzungen. Im Rahmen einer Umstrukturierung sollen 856 Beschäftigte die Telekomsparte SFR verlassen, teilte der in Paris ansässige Konzern am Mittwoch mit.

Free Mobile

Seit dem Start des neuen Billiganbieters Free Mobile des französischen Mobilfunkbetreibers Iliad im Jänner laufen die Geschäfte der heimischen Konkurrenten nicht mehr so rund. Bouygues Telecom will 556 Jobs streichen. France Telecom setzt auf Pensionierungen, um die Belegschaft zu verringern. Neuling Free Mobile hat sich seit Jahresbeginn einen Marktanteil von 6,4 Prozent gesichert.

Gewerkschaften kritisierten die Pläne Vivendis als nicht akzeptabel. Sie führten ins Feld, dass Frankreichs zweitgrößter Mobilfunkanbieter in diesem Jahr mehr als 3 Mrd. Euro Gewinn erwirtschaften wird. In Medienberichten hatte es vor kurzem geheißen, dass Vivendi auch eine Fusion von SFR mit dem französischen Kabelbetreiber Numericable oder einen Verkauf des Mobilfunkgeschäfts an Iliad erwäge.(APA, 29.11.2012)

Link

Vivendi

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.