Absturz bei Business-Kunden: iPhone verdrängt BlackBerry

Smartphone von Research in Motion nicht mehr meistverkauftes Gerät bei Unternehmen

Wenige Monate vor dem Release des BlackBerry 10-Betriebssystems und eines neuen Gerätelineups muss Research in Motion erneut Rückschläge einstecken.

Gerade in dem Segment, in dem die Smartphones aus Kanada traditionell stark sind - im Geschäftsumfeld - verzeichnet man einen herben Kundenabfluss, wie Zahlen der Marktforscher von IDC zeigen. Jene, die das ins Hintertreffen geratene Ökosystem verlassen, scheinen sich immer mehr dem iPhone zuzuwenden.

iPhone bis 2016 Nummer 1 bei Firmen

IDC rechnet damit, dass Apple dieses Jahr 78,6 Millionen iPhones an Endkonsumenten, 37,1 an Angestellte, die dieses beruflich verwenden ("employee liable"), und 31,1 Millionen direkt an Firmen ("corporate liable") verkaufen wird. Bei Android wird das Verhältnis heuer bei 351,9 zu 87,7 zu 15,1 Millionen liegen. Das iPhone soll bei Firmenkäufen zumindest bis 2016 weiter dominieren, wie Computer World und Fierce Wireless berichten.

Deutlicher Rückgang

Der Absturz von BlackBerry ist beträchtlich. 2011 kauften Unternehmen noch 22,4 Millionen Smartphones aus dem Hause RIM. Heuer dürften es nur noch 14,8 Millionen sowie 5,2 Millionen Käufe durch Angestellte werden. IDC hält gleichzeitig fest, dass BlackBerry zwar immer noch der "Goldstandard" in Sachen Sicherheit sei, sein Fortschritt jedoch vom geringen Entwickler- und Kundeninteresse aber verlangsamt wird.

Für RIM wird sich ab 30. Januar zeigen, ob nach der langanhaltenden Durststrecke ein Comeback möglich ist. BlackBerry 10 soll durch neue Features, ein überarbeitetes Interface und auch eine Erweiterung der Dienste auf den BlackBerry-Servern überzeugen. Das System wird aktuell bei über 50 Mobilfunkern erprobt. (red, derStandard.at, 29.11.2012)

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