Leo-Baeck-Medaille für Regisseurin Margarethe von Trotta

Die deutsche Filmemacherin habe politisches und kulturelles Erbe der deutschsprachigen Juden einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht

New York - Die deutsche Regisseurin Margarethe von Trotta (70) ist in New York mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. Das amerikanische Leo-Baeck-Institut zeichnete sie am Mittwochabend dafür aus, das politische und kulturelle Erbe der deutschsprachigen Juden weltweit dem Publikum zugänglich gemacht zu haben. Der deutsche Botschafter Peter Ammon sagte in seiner Laudatio, er sei stolz, den Preis an "eine der besten Persönlichkeiten des deutschen Films" überreichen zu können.

Margarethe von Trottas aktueller Film "Hannah Arendt" handelt von der deutschen Philosophin, die 1961 über den Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptverantwortlichen des Holocaust, in Jerusalem berichtet hatte.

Die Medaille erinnert an den von den Nazis verfolgten Rabbiner und Philosophen Leo Baeck und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die deutsch-jüdische Aussöhnung verdient gemacht haben. 2011 hatte sie der Maler Anselm Kiefer erhalten, im Jahr zuvor der Dirigent Kurt Masur. (APA, 29.11.2012)

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