Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Zusammenfassung des Urteils

Im Kosovo gilt Ramush Haradinaj als Held des Befreiungskampfs gegen das damalige Regime von Slobodan Milosevic. Haradinajs Antlitz ist auf Feuerzeugen wie Wandtattoos zu finden.

Haradinaj weiß hier noch nichts von seinem Freispruch.

Diese Leute hier in Pristina dann schon.
Den Haag/Prishtina - Wegen des kalten Regens waren nur wenige zum Public Viewing ins Zentrum von Prishtina gekommen. Als die Richter des UN-Kriegsverbrechertribunals den ehemaligen Kommandanten der Kosovo-Befreiungsarmee UÇK gestern in der Früh für unschuldig befanden, begannen sie zu tanzen und zu weinen. Doch Ramush Haradinajs Freispruch löste keine Euphorie aus - er war ja erwartet worden. Bereits 2008 hatten die Haager Richter für "nicht schuldig" plädiert.
Auch wenn der kosovarische Premier Hashim Thaçi den Freispruch nun als Beweis dafür, dass der Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit "gerecht und heilig" war, interpretierte, gilt er vor allem als Niederlage der Anklage. Für viele war das nicht überraschend. So hatten drei erfahrene Strafverfolger Ex-Chefanklägerin Carla del Ponte bereits vor der Anklage (2005) gewarnt, dass Haradinajs Schuld nicht bewiesen werden könne. Tatsächlich begleiteten dann Angst und eine Atmosphäre der Unsicherheit den Prozess, wie das Tribunal später feststellte. Die Zeugen waren eingeschüchtert worden.
Folter und Mord
Deshalb beschloss man 2010, das Verfahren in sechs von 37 Punkten wieder aufzunehmen. Haradinaj, Lahi Brahimaj und Idriz Balaj wurden Folterungen und Morde an acht Gefangenen - Serben und Albaner, die mit dem Belgrader Regime kollaborierten - in einem UÇK-Gefangenenlager im Sommer 1998 vorgeworfen. Sie sollen demnach als Teil einer "verbrecherischen Unternehmung" versucht haben, den Westen des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen. Tatsächlich verfügt Haradinaj und seine Familie bis heute in der Region Dukagjin über bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss. Die Haager Richter fanden aber - wie bereits im Fall des kroatischen Ex-Generals Ante Gotovina - keinen Beweis für eine gemeinsame "verbrecherische Unternehmung". Unter Experten wird dieses juristische Konstrukt nun ohnehin stark hinterfragt.
Die Anklage hatte es jedenfalls schwer, Zeugen zum Reden zu bringen. Der Zeuge Kujtim Berisha wurde 2007 in Podgorica von einem Auto überfahren. Shefqet Kabashi wurde 2011 sogar verurteilt, weil er sich geweigert hatte auszusagen. Ein Journalist wurde belangt, weil er den Namen eines Zeugen publizierte. Serbische Medien berichteten gar von Morden an Zeugen, was das Tribunal aber als falsch zurückwies.
Haradinajs Verteidiger, Ben Emmerson, kündigte nun nicht nur Haradinajs Rückkehr nach Prishtina für Donnerstagabend, sondern auch seine Rückkehr in die Politik an, "als einer, der eine Regierung führt, die alle Bürger des Kosovo vertritt". Der langjährige Protegé der Internationals könnte tatsächlich mit seiner Allianz für die Zukunft des Kosovo (AAK) in die Regierung zurückkehren. Von Del Ponte forderte Emmerson eine Entschuldigung. (Adelheid Wölfl, DER STANDARD, 30.11.2012)
In Göttweig trafen am Wochenende die Premiers Serbiens und des Kosovo aufeinander. Gemeinsam mit Österreich machte man Druck auf Brüssel, doch endlich ein Datum für Beitrittsverhandlungen und Annäherungsabkommen an die EU herauszurücken.
Erstes Treffen von Ivica Dačić und Hashim Thaçi seit Monaten
Die Serben im Nordkosovo werden einlenken und das Abkommen zwischen Serbien und dem Kosovo akzeptieren müssen, sagt Ex-Staatssekretär Oliver Ivanovic
Florim Limaj ist Bruder des früheren Verkehrsministers Fatmir Limaj
Nazmi Mustafi Aufgabe war Korruptionsbekämpfung
EU drängt Dacic und Thaçi zu ersten konkreten Aktionen
Belgrad hatte in der Vorwoche einen Lösungsplan für Nordkosovo abgelehnt
Kosovos Vizepremierministerin Edita Tahiri: Serbien ist weit davon entfernt, seine Denkweise zu ändern
Bei dem Treffen der Premierminister Ivica Dacic und Hashim Thaçi am Dienstag geht es um die Umsetzung des Nordkosovo-Abkommens. Läuft alles gut, könnte Serbien ab Jänner den EU-Beitritt verhandeln.
Vorschlag der EU sei nicht annehmbar - Vereinbarung mit dem Kosovo ist Bedingung für EU-Beitrittsverhandlungen
Das Kosovo-Abkommen versetzt die Serben im Norden in Wut und Angst
Vorschlag Ashtons gegenüber Serbien und Kosovo - UNO-Verwaltung Ostkroatiens in den 90er Jahren als Vorbild
Nein zu Vereinbarung - Kosovarische Präsidentin kündigt rasche Umsetzung an - Dacic erwartet Einigung auf Terminplan noch diese Woche
Ashton: "Kluft nur noch schmal, aber tief" - Für Serbien stehen EU-Beitrittsverhandlungen auf dem Spiel
Serben strikt gegen Abkommen Belgrads mit Prishtina
Bei acht Treffen konnten die Ministerpräsidenten keine Lösung finden
Nikolic äußert Skepsis gegenüber Ashtons Vorschlag zu Nordkosovo
Gesprächsrunde in Brüssel gescheitert - Keine Lösung über Frage des Nordkosovo
Berichterstatterin des EU-Parlaments: Alle EU-Staaten sollen Kosovo anerkennen - Uneinigkeit schwächt positiven Einfluss der EU
Thaci will Dialog fortsetzen - Serbien hat von EU vorgeschlagene Lösung für Nordkosovo abgelehnt
Befugnisse im Bildungs-, Gesundheits- und Justizwesen, auch eigene Medien
alle menschen im kosovo wissen das dieser mann ein verbrecher ist.er hat auch albaner bekämpft und beseitigen lassen.soviel zur einigkeit bei den albanern.die wahrheit ist das die eu und nato ihn freigekauft haben um so ihren falschen krieg gegen serbien zu verschleiern.sie wollen die gesamte schuld den serben geben und den albanern die unschuld.dabei ist es genau umgekehrt.die serben haben sich nur verteidigt.das würde jeder genau so machen.nur wenn sich die serben verteidigen spricht die westliche welt sofort von massenmorden,gross serbien und greueltaten.wenn so gerechtigkeit sein soll dann kann man jeden mörder frei lassen.begründung:er hat sich nur verteidigt und das opfer ist selbst schuld.
... und keinen terroristischen Angriff auf eine friedliebende Politik unter Milosevic ausgeführt hat.
Demnach stünde jetzt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, nur noch der Herr Thaci zur Debatte. Wenn er vorgeladen werden sollte, dann sicherlich nicht wegen seiner Beteiligung an der UCK wie wir an dem Urteil von Haradinaj sehen können.
Albanien forderte jüngst eine internationale Untersuchung von Carla del Ponte, die laut ihrem Stellvertreter bereits damals über die nicht vorhandenen Beweise gegen Haradinaj bescheid wusste aber dennoch eine weitere Anklage gegen ihn einleitete.
Das riecht in meinen Augen wie der bewusste Versuch, einen ganzen Staat zu diskreditieren um die Anerkennung zu stoppen und ein eigenes Buch zu promoten!
Mir ist durch dieses Urteil aber eines ganz klar geworden.
1. Alles, was Haradinaj innerhalb der UCK-Tätigkeiten getan oder befohlen hat, ist KEIN Verbrechen, sondern wird als Befreiungskampf definiert. Somit ist das nicht zu bestrafen.
2. Für etwaige verübte Verbrechen ist Haradinaj nicht veranwortlich. Weder direkt noch indirekt.
3. Carla del Ponte hat laut ihrem Stellvertreter das auch bereits bei Beginn der allerersten Verhandlungen gewusst und Haradinaj dennoch angeklagt. Warum opfert man Zeit und Geld, wenn am Ende ohnehin ein Freispruch offensichtlich ist?
Und der dritte Punkt ist ganz besonders aufklärenswert. Wurde Del Ponte hier etwa "motiviert"? Von jmd. der nicht will, dass Kosovo anerkannt wird? Vom Buchverleger? etc?
Zu 1. Er wurde zu diesem lager freigesprochen. Es hat nichts mit seinen restlichen tätigkeiten bei der uck zu tun. Auch wurde keine debatte über befreiungskampf oder nicht befreiungskampf geführt. Siehe urteil links
Zu 2. Er ist für die im urteil angeführten verbrechen nicht verantwortlich. Über andere verbrechen wurde nicht mal geredet
Zu 3. Verschwörungstheorie ala dejan mitrovic... dazu gibt es einfach kein plausibles motiv
Zu 1:
Seine restlichen Tätigkeiten bei der UCK können nicht schlimmer sein, als die Taten, für die er hier angeklagt wurde, sonst wären sie wohl Bestandteil einer Anklage gewesen!
Sie unterstellen mir, dass ich sagte, dass das Gericht eine Debatte darüber führte, was nicht der Fall ist. Ich schlussfolgere anhand des Urteils über einen Mann, der sicherlich auch den Gebrauch einer Schusswaffe befohlen oder selbst vollzogen hat. Dies ist äußerst wahrscheinlich. Aber dafür wird er halt nicht verurteilt, weil das eben kein Verbrechen sondern eine Aktion zum Selbstschutz / Befreiungskampf ist.
zu 3: Scheinbar gab es aber auch keinen plausiblen Beweis gegen Haradinaj und dennoch hat sie ihn angeklagt. Für mich nun mal sehr suspekt.
Deshalb kann man auch nicht sagen: "Alles, was Haradinaj innerhalb der UCK-Tätigkeiten getan oder befohlen hat, ist KEIN Verbrechen, sondern wird als Befreiungskampf definiert" Da es nicht um alles ging sondern eben um diese genannten Verbrechen. klaro?
Sie sagen es ist klar dass alles ein legitimer Befreiungskampf war. Stimmt nicht. Denn darüber wurde keine Verhandlung oder sonst was geführt.
Dies ist nur Ihr Wunschdenken.
Haradinaj als einer der wichtigsten Befehlshaber ist alleine schon deshalb verdächtig. Ein Befehlshaber hat normalerweise sein Truppen im Griff und verhindert Verbrechen. Deshalb ist es ganz plausiebel dass er unter Verdacht kam.
Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben
Klingi, irgendwie hab ich Sie ja tatsächlich - ohne falsch - im Laufe der Zeit schätzen gelernt, Sie mögen seltsame Interpretationen bzgl. der Geschichte haben & eine in meinen Augen überzogene Vaterlandsliebe pflegen (letzteres sei Ihnen geschenkt - da gehts Ihnen wie einem grossen Rest der Heimwehdiaspora, dazu kommt, dass ich Ihnen den Schmerz abkaufe, ohne Heimat geblieben zu sein). Bei alledem sind Sie wenigstens anständig & haben Manieren.
Der eigentliche Grund hier ist, dass ich aber mit Erstaunen feststelken musste
also: musste mit Erstaunen & Enttäuschung feststelken, dass Sie in der Frage der Verfassungsverletzungen just dann verschwunden sind, als es faktisch, sachlich & präzise wurde & Ihre Behauotung der Verfassungsverletzungen so ziemlich entkräftet wurde Und darin erschöpft sich eigtl. mein ganzes Ankiegen huer: etwas nehr Sachluchjeit & geprüfte Fakten statt Behauptungen , dann ist allen gedient.
War trotzdem spannend sich a bissi zu fetzen die letzten Tage :-)
Mein lieber Surehand!
Da ich als Geschöpf auf Kohlenstoffbasis ebenso gewissen Naturgesetzen wie Schlaf, Atemgasverwertung oder Stoffwechsel unterliege, kann es hin und wieder passieren, daß ich den PC ausschalte und etwas anderes mache. Selbst wenn die Verfassung ruft ;-)
Also: Welche Entkräftung meinst Du genau? Vielleicht kann ich ja jetzt auf die Verfassungstotschlagargumente eingehen? ;-)
Der sitzt lebenslang, prahlten unsere Forum Seaben einst. Hat zwei Bullen (die Bullen gingen dorthin, um zu töten) umgelegt Alda, den pisst keiner an, Mann. Ich sag nur Respekt! Alda, ja piss die Wand an! Respekt!
dass zum Beispiel jeder seinen Sprachgebrauch selbst festlegen kann, auf welchem Niveau sein Deutsch liegt. Ich sag nur Respekt! Dem Mann mit dem Hammer sind schon einige bei Kilometer 35 begegnet und er ist immer noch weiter marschiert wie eine riesige Dampfwalze ;-))
Ich bin keineswegs "antiserbisch" Ich bin jedoch antnarionalistisch & der Meinung, dass man alltäglichen ausgrenzenden, intoleranten und protofaschistischen Tendenzen entschieden entgegentreten soll, muss. Derjenige Teil der serb. Community, der sich so vulgär positioniert, fühlt sich also zu recht angesprochen, einige wenige (voodoo etwa) werden sich nicht angrsprochen fühlen, was alles erklärt.
Im übrigen ist es ziemlich selbstentlarvend auf berechtigte Kritik etwa bzgl. Uneinsichtigkeit, Revision & Leugnung einfach mal die Keule der antiserbischen Gesinnung auszupacken, dami macht man sichs leicht.
Im übrigen II: komme grad vom Training - mit Nole Djokovic Tasche (aber RF- Schläger ;-) würde Antserbe sowas tragen ;-)))
"Im übrigen II: komme grad vom Training - mit Nole Djokovic Tasche (aber RF- Schläger ;-) würde Antserbe sowas tragen ;-)))"
Soll mMn unbedingt in die Lehrbücher der Rechtswissenschaften aufgenommen werden!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.