Auch "Spiegel"-Gruppe muss sparen

29. November 2012, 09:54
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Umsatzrückgang - Stellen- und Privilegienabbau sind in Planung

Nachdem die Geschäftsführung vor wenigen Tagen den Stellenabbau von vierzig Personen bei "Spiegel-TV" angekündigt hat, verkündete Geschäftsführer Ove Saffe im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" am Mittwoch die nächste Hiobsbotschaft. Das Ergebnis der Spiegelgruppe sei 2012 um sechs Prozent von 326 auf 307 Millionen Euro auf das Niveau von 2003 gesunken, besonders stark haben der Anzeigenmarkt mit zehn Prozent Rückgang und der Vertrieb verloren.

Der Abwärtstrend, ein weiterer Mosaikstein für eine prekäre Zukunft der deutschen Nachrichtenwelt, soll durch weitere Sparmaßnahmen, Stellen- und Privilegienabbau möglichst rasch abgebremst werden. Auch die Zusammenarbeit zwischen Online- und Printredaktion soll intensiviert werden. Die Chefredakteure Mascolo und Blumencron haben diesbezüglich die Mitarbeiter schon am Montag informiert.

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Trotz aller finanziellen Schwierigkeiten und schlechten Prognosen für 2013 nimmt Saffe in dem Interview Abstand von einer generellen Bezahlschranke für das Nachrichtenportal www.spiegel.de. Einzig Heftinhalte und "besonders werthaltige Inhalte" könnten zukünftig kostenpflichtig werden, entschieden ist aber noch nichts. Die "Spiegel"-Gruppe beschäftigt derzeit 1250 Mitarbeiter. (red, derStandard.at, 29.11.2012)

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