Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Bamako - Die islamistische Rebellengruppe Ansar Dine hat im Norden Malis eine weitere Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die Kämpfer der Gruppe hätten einige Dutzend Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA), die bisher die Ortschaft sechzig Kilometer von der Grenze zu Mauretanien kontrollierten, kampflos vertrieben, sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden bestätigte, dass die Islamisten sich in der Stadt befänden.
Die malische Armee, die seit Januar gegen einen Aufstand der MNLA und anderer Rebellengruppen kämpft, hatte Lere vor einigen Monaten aufgegeben. Für die MNLA ist der Verlust von Lere ein weiterer Rückschlag. Die säkulare Gruppe hatte Ende März nach dem Sturz der Regierung in Bamako durch eine Gruppe Soldaten gemeinsam mit Ansar Dine und der islamistischen Bewegung MUJAO den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Anschließend war die MNLA jedoch aus den meisten Städten des Nordens von den Islamisten vertrieben worden.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat vor den Risiken einer Militärintervention gegen die Islamisten im Norden Malis gewarnt. Es blieben weiterhin grundlegende Fragen zur Führung, Finanzierung, Ausbildung und Ausrüstung der geplanten Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ungeklärt, schrieb Ban in einem Bericht an den Sicherheitsrat, der im Dezember über ein Mandat für die Truppe entscheiden soll.
Sollte die Militärintervention nicht richtig geplant und ausgeführt werden, könnte sie die "bereits fragile humanitäre Situation" verschärfen und zu "ernsten Menschenrechtsverletzungen" führen, warnte Ban. Eine Intervention könnte ein letztes Mittel gegen radikale Extremisten und Kriminelle sein, doch müsse zuvor ein breiter und umfassenderpolitischer Dialog zur Schaffung eines nationalen Konsens für einen politischen Übergang initiiert werden.
Im Norden Malis war im vergangenen Winter nach der Rückkehr von Tuareg-Kämpfern aus Libyen ein Aufstand gegen die Zentralregierung ausgebrochen. Unzufriedene Soldaten stürzten Ende März die Regierung in Bamako. Tuareg-Rebellen brachten in dem anschließenden Machtvakuum innerhalb weniger Tage gemeinsam mit Islamisten den gesamten Norden unter ihre Kontrolle. Seitdem vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen jedoch aus den wichtigsten Städten und riefen die Scharia aus.
Die ECOWAS will eine 3.300 Soldaten starke Eingreiftruppe nach Mali entsenden. Nach langem Zögern stimmte die Übergangsregierung in Bamako einer Intervention zu. Die Europäische Union stellte im Fall der Entsendung einer Eingreiftruppe eine militärische Ausbildungsmission in Aussicht. Der Westen fürchtet, dass die Islamisten langfristig auch zu einer Bedrohung der Sicherheit in Europa werden könnten. (APA, 29.11.2012)
Mit Milliardenhilfe und UN-Truppen will die internationale Gemeinschaft in Mali für Stabilität und Frieden sorgen
Truppenkontingent soll bis Jahresende schrittweise von 3.850 auf 1.000 Soldaten reduziert werden
Der Maghreb-Experte Yahia Zoubir fordert einen nationalen Dialog der Versöhnung für Mali. Wahlen ohne die Zustimmung aller ethnischen Gruppen wären kontraproduktiv
Bis Juli soll das Kontingent von 4.000 auf 2.000 Mann reduziert werden
Französische Armee durchkämmt Tal bei Gao im Norden
Islamisten sprengen sich nahe Gao in die Luft
Trainiert werden vier Bataillone mit insgesamt 2.600 Mann
Präsident Deby: Sind nicht ausgebildet, um gegen Guerilla-Truppen zu kämpfen
Drei Soldaten verletzt
Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar soll jedoch am Leben sein und sich in Gao aufhalten
63 malische Soldaten ums Leben gekommen
Bei Angriff auf Camp in Mali - Islamist gilt als Drahtzieher von Geiselnahme in Algerien - Vorerst keine Bestätigung aus Frankreich und Algerien
Sieben Menschen bei Gefechten getötet
Zum Teil über 800 Jahre alte afrikanische und arabische Manuskripte
UN-Generalsekretär fordert auch Kräfte zur Terrorbekämpfung
Frankreich will wie geplant im März mit dem Abzug seiner Truppen beginnen
Nun offenbar wieder Ruhe eingekehrt
Soldaten aus dem Tschad unter den Toten - Angeblich 65 Opfer aufseiten der Rebellen - USA schicken Drohnen und Soldaten in Nachbarland Niger
Bei Kämpfen Ende Februar getötet
Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
Übergriffe und Massaker laut MNLA-Vertreter in Nordmali an der Tagesordnung - Verantwortlich seien malische Soldaten und in die Armee integrierte Milizen
Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
Franzose war im November 2011 im Norden Malis verschleppt worden - Außenministerium überprüft Meldung
ist eine weitgehende Autonomie für die Tuareg und Unterstützung ihrer Autonomiebestrebungen. Die Tuareg, die ich kennen gelernt habe sind moslemisch aber unter keinen Umständen islamistisch.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.