Bayern sacken Herbstmeistertitel ein

28. November 2012, 22:21
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FCB nach 2:0-Sieg bei Freiburg schon vor dem Kracher gegen Dortmund an der Spitze einzementiert

Köln - Der FC Bayern München hat die Patzer der Konkurrenz eiskalt ausgenutzt und sich drei Tage vor dem Schlager der deutschen Bundesliga gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund vorzeitig die Herbstmeisterschaft gesichert. Die Bayern setzten sich zum Abschluss des drittletzten Hinrunden-Spieltags glanzlos, aber höchst souverän mit 2:0 (1:0) beim SC Freiburg durch und haben nun zehn Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen, das durch ein 4:1 (1:0) bei Werder Bremen auf Platz zwei sprang. Dortmund (1:1 gegen Düsseldorf), das elf Punkte hinter den Bayern liegt, sowie Schalke 04 (1:3 beim HSV) und Eintracht Frankfurt (1:3 gegen Mainz) hatten bereits am Dienstag Federn gelassen.

Borussia Mönchengladbach beendete seine Mini-Krise im heimischen Stadion mit einem 2:0 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg, der die zweite Niederlage unter Trainer Lorenz-Günther Köstner kassierte. Der VfB Stuttgart leistete durch ein 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg Wiedergutmachung für die 0:3-Pleite in Freiburg, Augsburg bleibt damit Tabellenletzter. 

Ohne Schwein(i)

Bayerns Trainer Jupp Heynckes hatte mit Blick auf das Topspiel gegen den BVB darauf verzichtet, Bastian Schweinsteiger in den Kader zu nehmen. Dem Nationalspieler drohte angesichts von vier Gelben Karten eine Sperre. Für Schweinsteiger rückte Xherdan Shaqiri in die Startelf, zudem wurde Mario Gomez nach seiner überstandenen Verletzung erstmals in dieser Saison in der Startelf aufgeboten.

Dennoch stellte der deutsche Rekordmeister früh die Weichen auf Sieg. Nach einem Handspiel von Oliver Sorg traf Thomas Müller (12.) per Elfmeter zum 1:0, nach einer Roten Karte gegen Fallou Diagne (18./Notbremse) spielten die Bayern zudem in Überzahl. In der Folge waren die Bayern die ganz klar dominierende Mannschaft, ließen aber im Abschluss die nötige Ernsthaftigkeit und Konsequenz vermissen. Nach der Pause trauten sich die dezimierten Freiburger sogar mehr zu und kamen einige Mal gefährlich in die Münchner Hälfte. Erst in der 79. Spielminute machte Anatolij Timoschtschuk den Sack zu.

Zerlegte Bremer

Zweiter großer Gewinner des Abends war die Werkself aus Leverkusen, die mit dem dritten Sieg in Serie von Platz fünf auf zwei rückte. Wegbereiter der ganz starken Gäste war Ex-Nationalspieler Gonzalo Castro, der Leverkusen mit zwei Treffern (31./52.) auf die Siegerstraße brachte. Nils Petersen (54.) gelang der Anschlusstreffer, doch Kapitän Simon Rolfes (74.) und Jens Hegeler (79.) sorgten für klare Verhältnisse.Sebastian Prödl spielte bei den Verlierern in der Innenverteidigung durch, Zlatko Junuzovic stand bis zur 73. Minute am Feld. Der verkühlte Marko Arnautovic ging seiner Mannschaft in der Offensive ab.

Ein Erfolgserlebnis gab es hingegen für die ÖFB-Kicker in Diensten des VfB Stuttgart. Für die Schwaben gab es zu Hause gegen den seit sieben Spielen sieglosen FC Augsburg einen 2:1-Pflichtsieg. Ibrahima Traore (11.) und Vedad Ibisevic fixierten den Erfolg. Martin Harnik wurde nach schwächerer Vorstellung zur Pause ausgewechselt, Raphael Holzhauser wirkte bis zur 62. Minute mit und hätte in der Anfangsphase beinahe einen Treffer erzielt. Bei den mit sieben Punkten am Tabellenende liegenden Augsburgern, für die Ja-Cheol Koo traf (44.), saß Alexander Manninger neuerlich auf der Bank.

Ebenfalls von der Bank aus mitansehen musste Emanuel Pogatetz die 0:2-Auswärtsniederlage des VfL Wolfsburg bei Borussia Mönchengladbach. Die Hausherren waren Meister der Effizienz. Juan Arango gelang mit einem herrlichen Volleyschuss das Tor des Tages (11.), Tony Jantschke (44.) machte kurz vor der Pause den Sack zu. Martin Stranzl stand in der Innenverteidigung der Sieger sicher

Unterdessen dürfte die Luft für Hoffenheims Trainer Markus Babbel nach der achten Saison-Niederlage immer dünner werden. Nach der Nürnberger Führung durch Hiroshi Kiyotake (6.) konnte Sven Schipplock (33.) noch einmal ausgleichen, der frühere Hoffenheimer Kapitän Per Nilsson (43.) und Sebastian Polter (69.) ließen den Club dann aber vorentscheidend davon ziehen. Per Handelfmeter verkürzte Sejad Salihovic (81.) noch einmal, doch erneut Kiyotake mit einem Zaubertor stellte den alten Abstand wieder her. (sid/APA/red, 28.11.2012)

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    Ein ungewöhnlicher Torschützer wird zelebriert: Anatolij Olexandrowytsch Tymoschtschuk.

  • Junuzovic lief gewohnt viel, muss im kommenden Spiel aber eine Gelb-Sperre absitzen.
    foto: epa/jaspersen

    Junuzovic lief gewohnt viel, muss im kommenden Spiel aber eine Gelb-Sperre absitzen.

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