Strabag: Analysten erwarten Neunmonats-Verlust

28. November 2012, 19:13
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Bauleistung stabil gesehen - Preisdruck macht dem heimischen Bauriesen zu schaffen

Wien - Der börsenotierte Baukonzern Strabag dürfte unter dem Strich nach neun Monaten einen Verlust von rund 45 Millionen Euro schreiben, erwarten die heimischen Bankanalysten im APA-Konsensus. Im Jahr davor hatte der Baukonzern noch einen Gewinn von 112 Millionen Euro ausgewiesen. Strabag legt am Freitag seine Zahlen für die ersten drei Quartale 2012 vor.

Die Bauleistung sehen die Experten von Raiffeisen Centrobank (RCB) und Erste Group stabil. Im Schnitt wird sie mit 10,16 (10,31) Milliarden Euro angenommen, das wäre ein Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Leistung in Straßen- und Bahnbau eingetrübt

Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schätzen die Analysten auf 291,70 (478,10) Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebit) wird mit 16,3 (207,60) Millionen Euro nur noch knapp im positiven Bereich gesehen. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 wäre das ein massiver Absturz um 92 Prozent. Aus dem kleinen operativen Plus werden den Analysten zufolge dann nach Abzug von Steuern und Zinsen rote Zahlen.

Für die Erste-Analysten ist der Neunmonats-Verlust wenig überraschend, da die Strabag schon im zweiten Quartal sehr schwache Zahlen gemeldet habe, erklärte Erste-Analyst Franz Hörl. Vor allem der Preisdruck mache dem Bauriesen zu schaffen. Beim Straßen- und Bahnbau trübe sich die Bauleistung ein. Während Deutschland stabil sei, liefen die Geschäfte in Polen und einigen südosteuropäischen Ländern schlechter. Dazu kommen laut Erste Group Abschreibungen auf Großprojekte und 40 Mio. Euro, die für einen Rechtsstreit zurückgestellt wurden. (APA, 28.11.2012)

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