Zwei Schwarze Löcher der Superlative

28. November 2012, 22:06
  • Eingebettet in den Perseushaufen liegt die kompakte kleine Galaxie NGC 1277 (hier im Zentrum des Bildes) - rekordverdächtige 14 Prozent ihrer Gesamtmasse macht ein Schwarzes Loch aus.
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    foto: david w. hogg, michael blanton und die sdss collaboration

    Eingebettet in den Perseushaufen liegt die kompakte kleine Galaxie NGC 1277 (hier im Zentrum des Bildes) - rekordverdächtige 14 Prozent ihrer Gesamtmasse macht ein Schwarzes Loch aus.

  • Die Materieflüsse von Quasar SDSS J1106+1939 U enthalten zwei Billionen Mal mehr Energie, als unsere Sonne abstrahlt.
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    illu: eso/l. calçada

    Die Materieflüsse von Quasar SDSS J1106+1939 U enthalten zwei Billionen Mal mehr Energie, als unsere Sonne abstrahlt.

Astronomen entdecken das bislang massereichste Schwarze Loch - und den stärksten je beobachteten Quasar-Materieausfluss

London/Wien - Auf den ersten Blick scheint die Galaxie NGC 1277 im Sternbild Perseus alles andere als außergewöhnlich. Sie ist mit 220 Millionen Lichtjahren Entfernung ziemlich weit weg von unserer Milchstraße und hat gerade einmal zehn Prozent der Masse und der Größe unserer eigenen Galaxie, die aus 100 bis 300 Milliarden Sternen (neben unserer eigenen Sonne) besteht.

Das Zentrum von NGC 1277 hat es aber buchstäblich in sich, wie US-Astronomen herausgefunden haben: Dort existiert nämlich das massereichste je beobachtete Schwarze Loch, berichten die Wissenschafter um Remco van den Bosch (Max-PLanck-Institut für Astronomie in Königstuhl) im Wissenschaftsmagazin Nature.

Bisher gingen Astrophysiker davon aus, dass die Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien gerade einmal für 0,1 Prozent der Masse ihrer Galaxie verantwortlich sind. Im Fall von NGC 1277 sieht dieses Verhältnis allerdings ganz anders aus: Nach den Berechnungen der Astronomen trägt das Schwarze Loch rekordverdächtige 14 Prozent zur Gesamtmasse der Galaxie bei.

Zwar wurde ein Wert von elf Prozent auch schon einmal beobachtet. Doch in dem Fall handelte es sich mit NGC 4486B um eine extrem kleine Galaxie. Entsprechend gigantisch sind die Dimensionen des neu entdeckten Schwarzen Lochs, wenn man sie mit bekannten Maßzahlen vergleicht: Laut van den Bosch und Kollegen ist es 17 Milliarden Mal so schwer wie unsere Sonne, und seine Ausdehnung ist 11 Mal größer als die des Sonnensystems bis zum äußersten Planeten Neptun.

"Das ist eine wirklich schrullige Galaxie", sagt Ko-Autor Karl Gebhardt über NGC 1277: "Sie ist fast zur Gänze ein Schwarzes Loch - und könnte das erste Beispiel für eine ganz neue Klasse von Galaxien werde." Einig sind sich die Forscher jedenfalls, dass sie Dimensionen des Objekts so sehr von der Norm abweichen, dass es auch einige Annahmen über die Entstehung von Galaxien und Schwarzen Löchern über den Haufen werfen könnte.

Gigantische Energieschleuder

Etwas anders ist das im Fall des Quasars mit der Katalognummer SDSS J1106+1939, der zweiten Entdeckung der Superlative. Quasare sind extrem hell leuchtende Zentren ferner, aktiver Galaxien. Astronomen gehen davon aus, dass es sich dabei um supermassereiche Schwarze Löcher handelt. So ein gigantisches Schwarzes Loch verschlingt wie ein kosmischer Mahlstrom die Materie um sich herum, schleudert dabei jedoch einen Teil dieser Materie wieder ins All hinaus.

Simulationsrechnungen deuten darauf hin, dass der starke Einfluss dieser Materieflüsse auf die Galaxien, innerhalb derer sie sich bilden, mehrere Rätsel der modernen Kosmologie lösen könnte, - zum Beispiel wie die Masse einer Galaxie mit der Masse des Schwarzen Lochs zusammenhängt oder warum es nur so wenige große Galaxien gibt. Bislang war jedoch unklar, ob Quasare überhaupt in der Lage sind, die für diese Phänomene notwendigen Energiemengen zu liefern.

Mit dem Very Large Telescope der Eso hat ein internationales Astronomenteam um Nahum Arav (Technischen Universität von Virginia in Blacksburg) nun für Klarheit gesorgt: Der Quasar im Sternbild Löwe schleudert jedes Jahr die Masse von rund 400 Sonnen ins All, und zwar mit knapp 30 Millionen Kilometern pro Stunde. Anders formuliert: In diesem Strom vereint sich zwei Billionen Mal mehr Energie als unsere Sonne abstrahlt.

Damit ist der Materiestrom von Quasar SDSS J1106+1939 mindestens fünfmal so stark ist wie der vorige Rekordhalter - und es "ist es erstmals gelungen, einen Quasar-Materiefluss zu messen, der so hohe Energiemengen zeigt wie von der Theorie vorhergesagt", sagt Arav. Alle zuvor beobachteten Quasar-Materieflüsse seien nicht so stark gewesen wie von Theoretikern erwartet.

"Nach etwas Derartigem haben wir Jahrzehnte gesucht, resümiert der Astronom, der eigenen Angaben nach immer noch unglaublich aufgeregt ist, " einen dieser lange vorhergesagten Monster-Materie-flüsse gefunden zu haben". (Klaus Taschwer, DER STANDARD, 29. 11. 2012)

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Die Berichte von einem angeblichen "Schwarzen Loch" in NGC 1277 sind falsch…

…und jeder der an diese Märchen glaubt, sei herzlich dazu aufgerufen die nachfolgenden Papers dazu zu widerlegen, statt wie üblich hier schwachsinnigst rot herumzustrichern:

http://vixra.org/abs/1206.0081
http://vixra.org/pdf/1206.0080v2.pdf

Ein offener Brief an Weintraub et al:
http://vixra.org/abs/1208.0228

Es wird höchste Zeit, daß sich in der verknöcherten Astologonomie einiges ändert.

Sie entschuldigen, aber das sind keine Papers auf vixra kann jeder alles Hochladen was ihm gefällt.

"...die aus 100 bis 300 Milliarden Sternen (neben unserer eigenen Sonne) besteht. "

Daher also zwischen 100 Milliarden (+plus 1) und 300 Milliarden (+1) insgesamt.

Erstaunlich, wie exat die Wissenschaft heute ist ;)

Anbei das aktuelle Videointerview v.einem der Berater des FS3, Stephen Crothers, um die Unsinnigkeit des Modells der "Schawarzen Lacher": http://www.youtube.com/watch?v=fsWKlNfQwJU -Während die MSM ihren Lesern vorspielen, daß dies "Realität" sei,…

…tobt hinter den Kulissen ein Kampf, der an die hlg.Inquisition des Mittelalters erinnert, akademische Hexenverbrennungen u.wissenschaftl. Exkommunikation inklusive.

Hier demonstriert das FS3 wieder einmal, wieso die Mathe hinter der unphysikalischen Chimäre SL ausgemachter Mumpitz ist:
http://derstandard.at/plink/134... 6/27756003

Weiterführende Diskussion(?) die nur wieder einmal aufzeigt, daß hier kaum jemand um die Theorie hinter den SLs Bescheid weiß:
http://derstandard.at/plink/133... 8/26100169

2007 stellte das FS3 hier erstmals Dr.Crothers vor:
http://derstandard.at/plink/315... 57/8282747

Die üblichen Rotstrichler haben aber noch immer nichts dazugelernt, und kauen bloß den selben alten Müll wider u.wider und…

ich fühl' mich bei solchen bildern immer sooo klein und unwichtig... :-)

Massemonster

rüttelt am Universum?

nee, es gibt noch größere monstern.... siehe "The Great Attractor,":
http://www.dailygalaxy.com/my_weblog... n-mph.html

Ist aber kein schwarzes Loch sondern vermutlich eine multidimensionale überlagerung von Massen mehrerer Galaxien des Multiversums in einer Annomalie-Region die diese Überlagerungen begünstigt.

Größenvergleich

NGC 1277 im Vergleich zu unserem Eck des Universums.

Ich weiß nicht obs schon gepostet wurde hier,

http://i.imgur.com/9Zsrb.jpg

holy sh_t!

Eine sehr eindrückliche Graphik, aber, ein Schwarzes Loch an sich hat ja keine Ausdehnung. Was also ist dargestellt?
Der Ereignishorizont vom Schwarzen Loch, der Schwarzschildradius, oder etwas ganz anderes?

Ist der Ereignishorizont und der Schwarzschildradius nicht das selbe?

Ereignishorizont ohne accretion disc, soweit ich weiß. Beim nachforschen fand ich grad den Artikel, woher auch die Grafik zu kommen scheint (die fand ich wo anders)

It’s estimated that the size of this SMBH’s event horizon is eleven times the diameter of Neptune’s orbit — an incredible radius of over 300 AU.
http://www.universetoday.com/98678/odd... -hole-yet/

Danke!

Höchstwahrscheinlich der Ereignishorizont, der übrigens mit dem Schwarzschildradius ident ist ;-) (https://de.wikipedia.org/wiki/Schw... ildradius)

Auch Danke!

Und nein:
Ist nicht ident:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erei... ishorizont

Tatsächlich, wie peinlich. Natürlich nicht. Danke sehr.

MPI für Astronomie

Das MPI für Astronomie ist in Heidelberg, auf dem Königstuhl (einem Berg) angesidelt -nicht "in Königstuhl". :)

Das erinnert an den Artikel im Spektrum,

...bei dem die Astronomen den bis dahin stärksten Motor des Universums entdeckt haben: Einen Quasar, der 2 riesen Voids in einen Galaxienhaufen geblasen hat: An die Zahl kann ich mich nicht mehr so erinnern, 60.000 Milliarden glaub´ ich, aber an die Einheit: Supernovaexplosionen!

Da sieht man, daß man absolut nichts ist in diesem Universum!

Oh, ist ja gar nicht das Wirtschaftsforum...

Das ist schon das Wirtschaftsforum...

...der Quastl bläst 400 Euro mit einer Geschwindigkeit von 5 Millionen Euro pro Sekunde in den Äther (nicht bewiesen in seiner Existenz), das ist 2 Billionen mal mehr als alle Regierungen für die Bankenrettung ins Finanzvakuum geblasen haben...

Qatsch !!

mit den besten uns zur Verfügung stehenden Beobachtungsmitteln können wir nicht einmal Fotos der Mondlandefähre , die gerade eimal 1 Lichtsekunde entfernt ist, machen. Wie sollen wir dann etwas beobachten können das hunderte Millionen Lichtjahre entfernt ist ?
Diese Meldungen haben nur das Ziel die Forschungsgelder nicht versiegen zu lassen.

Sie haben halt keine Ahnung davon.

Da kann man schnell denken, dass das so nicht geht...

LOL

die Bilder sind ein schlechter Witz....und wurden aus dem Mondorbit gemacht...

Lassen Sie sich mal von einem Hobbyastronomen die 3 wichtigsten Parameter - Brennweite, Öffnung und Vergrößerung - eines Teleskops erklären. Vielleicht kapieren Sie's dann...

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