Lehrer tötete Kaninchen mit Hammer: Acht Monate Haft

28. November 2012, 18:47

Tierschutzorganisation begrüßte Verurteilung

Rom - Ein Gericht in Mailand hat einen Anatomielehrer zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, weil er vor den Augen seiner Schüler zwei Kaninchen mit dem Hammer erschlug. Wie die italienische Tierschutzorganisation LAV am Mittwoch erklärte, hatte der gelernte Chirurg für seinen Anatomiekurs vier Kaninchen liefern lassen, von denen nur zwei tot waren. Der Mann scheiterte demnach zunächst mit dem Versuch, die beiden lebenden Exemplare zu erwürgen oder mit Faustschlägen zu töten.

Er habe sie dann mit gezielten Hammerschlägen umgebracht. Die Tierschützer begrüßten das Urteil. Sie fühlten sich durch die "Horrorszene" an einen "Schlachthof" erinnert. Doch dank des "Muts anderer Lehrkräfte und der Schüler" sowie deren Zeugenaussagen sei der Chirug entlarvt und dessen "Ehrlosigkeit" bloßgestellt worden. (APA, 29.11.2012)

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Man kann Menschen, vor allem in der Kindheit, an Rohheit gewöhnen. Darunter fällt auch, wenn der Anblick von Schlachtungen von klein auf Gewohnheit ist.

Der Mensch stumpft ab, wenn er etwas von klein auf als "normal" anerzogen bekommt, sei es jetzt im extremsten Fall die Tötung von Menschen als Kindersoldat, oder sei es auch das Schlachten von Tieren.

Es ist schon klar das viele Menschen verdrängen, dass das Fleisch, das sie essen, aus einer Tötung kommt, aber das halte ich für eine durchaus gesunde Reaktion eines zu Mitleid fähigen Individuums. Ist diese oberflächliche Verdrängung nicht möglich, weil Kinder Schlachtungen miterleben, wird auf kompliziertere, tiefer gehende Art verdrängt ("Tiere sind dazu da, dass wir sie essen").

Dies zur Erläuterung, weshalb ich es grundsätzlich falsch finde, Kinder eine Tötung mitansehen zu lassen oder sie zum Sezieren eines toten Tieres zu zwingen.

Was wollen Sie damit sagen? Kindern von allem fernhalten und sie in der heilen Ponyhof Welt aufwachsen lassen? Das werden dann erstrecht Erwachsene die keinen Plan vom echten Leben haben.

Zwischen einer "Ponyhof-Welt" und zusehen, wie ein Hase mit dem Hammer (!) erschlagen wird liegt aber einiges dazwischen.

???

kennt der kein T61 nicht?

Wenn Menschen gequält, gefoltert und getötet werden,

Dann ist das oft keine Headlines wert.

Doch ..

.. aber sicher nicht unter der Rubrik "Tiere"!!!!!!!

"Sie fühlten sich durch die "Horrorszene" an einen "Schlachthof" erinnert. "

Heisst das, dass man Arbeiter vom Schlachthof jetzt alle verhaften sollte?

Wenn die Schlachtvieh mit hämmern erschlagen schon.

unglaubliche heuchelei

was hat man geglaubt?
dass tiere für den anatomieunterricht an altersschwäche sterben?!?

nachdem die schüler beim sezieren mitmachen/zusehen hätten sollen finde ich es eigentlich nur konsequent sie auch beim erschlagen zusehen zu lassen.....ein chirurg kann sicher gut erklären warum er auf welche stelle haut und was dabei passiert.

hauptsache das schnitzel in der kantine hat geschmeckt.

ein chirurg kann sicher gut erklären warum er auf welche stelle haut und was dabei passiert.

nun ja, ganz so fachmännisch dürfte der chirurg die hasen jedoch nicht geschlachtet haben, und auch nicht so recht wissen wie das richtig zu erledigen ist, sonst hätte er es wohl nicht erfolglos mit würgen und faustschlägen probiert.

unterm strich mussten diese tiere wohl erhebliche qualen erleiden bevor der "erlösende" hammerschlag gekommen ist, und das muss man meiner meinung nach kindern nicht unbedingt zumuten.

hätt er ein beil genommen,

wärens 5 monate bedingt geworden.

Naja - ich finde dieses Urteil nicht ok, da es viele Fleischfresser gibt, und diese Tiere werden auch brutal getötet. Kann sich jeder anschaun wie viel Angst die Kühe vor dem Bolzenschuss haben. Diese Leute werden aber nicht ins Gefängnis gesteckt, wieso muss er dann ins Gefängnis?

PS: Ich esse keine Tiere, ich erlaube mir somit ein Werturteil. Und in diesem Fall sehe ich das nicht ein, das ist, wie man im Englischen sagt, "inconsistent".

der bolzenschuss ist aber dennoch recht "human".

würden die leute im schlachthaus jedoch zuerst versuchen die kuh zu erwürgen, da das nicht funktioniert anschließend versuchen mit bloßen fäusten das tier zu erschlagen und da beides nicht funktioniert danach erst den bolzenschuss anzusetzen würden die wahrscheinlich auch wegen tierquälerei verurteilt werden.

Mit Faustschläge? Erwürgen?

Tut mir leid, ich muss lachen.
Ok..
Auf welche Weise hätte er denn die Kaninchen töten dürfen?

Ein Gericht in Mailand hat einen Anatomielehrer zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, weil er vor den Augen seiner Schüler zwei Kaninchen mit dem Hammer erschlug.

Als Richter hätte ich ihn in die Höhle von "Kyre Banorg" verbannt ...

(c) Monty Python

Ja und?

Irgendwie muss er die Tiere ja töten.

Oder hätt er den Lieferanten erschlagen sollen, weil der nicht das Gewünschte geliefert hat.

Unverhältnismäßige Strafe...

Faustschläge?? Würgen??

scheinbar wollte er die Kaninchen noch ordentlich vermöbeln bevor sie getötet wurden.

YES!

Es muss sich weiter durchsetzen, dass es Konsequenzen gibt Lebewesen zu quälen.

Man kann nicht immer nur von der Verantwortung gegenüber der Welt reden und so tun als ob das niemanden etwas direkt anginge. Es geht uns ALLE an und in diesem Sinn übernimmt der Mann die Konsequenz seines handelns und sieht wie Verantwortung aussieht.
Das muss Schule machen und die Ausreden um von eigenen tun abzulenken müssen entlarvt und abgestellt werden. Schluß mit (sich selbst be-) lügen, wegschauen und weitermachen.

was hätte er machen sollen? es so machen wie ozzy osbourne? ihnen den kopf abbeissen?

Sie müssen verstehen dass das töten von Tieren ohne Grund Tierquälerei ist. UND das untaugliche, fehlgeschlagene Versuche AUCH eine Form der Quälerei sind haben Sie offenbar überlesen?

Tote Tiere zu setzieren mag lehrreich sein, sie zu diesem Zweck zu töten ist Tierquälerei und dafür muss er die Verantwortung übernehmen.
Nicht das zuschauen gilt als Tierquälerei (sehen ja Menschen zu und ob die sich gequält oder geekelt fühlen ist unerheblich) sondern die Tat an sich.

Tote Tiere zu setzieren mag lehrreich sein, sie zu diesem Zweck zu töten ist Tierquälerei und dafür muss er die Verantwortung übernehmen

also soll er exemplarisch abgestraft werden für alle toten tiere, die für den weltweiten anatomieunterricht bereits umgebracht wurden?

es werden täglich millionen tiere getötet, für forschung, ernährung, bekleidung, etc....

und ausgerechnet dieser typ soll 8 monate ins gefängnis?
vernünftig argumentierbar ist das nicht.

Exemplarisch?

Er hat doch die Tiere getötet, er sitzt nur wegen seiner Tat nicht der von Anderen.
Das sagt nichts darüber aus dass andere Tierquäler ebenfalls bestraft werden müssen. Der Umkehrschluß weil die anderen nicht belangt werden darf er tun und lassen was er will ist einfach falsch. Mit diesem Ansatz könnte man einfach alles erklären, von Sklaverei erklären bis Genozid.

hätte der lieferant die kaninchen alle tot geliefert, so hätte dies weder für den totschläger noch für irgendwen sonst konsequenzen gehabt.
macht es aber der chirurg selbst, so ist die tötung plötzlich ein verbrechen für die er 8 monate absitzen soll?

wo ist da die verhältnismäßigkeit?

komisch, hätte er dem kaninchen die kehle durchgeschnitten und es ausbluten lassen. kein mensch, hätte ihn verurteilen, getraut.

das nennt sich religionsfreiheit, aber komischerweise nicht tierquälerei.

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