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Salzburg - Die zusätzlichen 170 Plätze für Asylwerber in Salzburg sind gefunden. Das Land kann die beim Asylgipfel im Oktober beschlossene Quote bis 30. November erfüllen. 40 Asylwerber werden vorübergehend bis Ende Juni in der Rainerkaserne in Elsbethen untergebracht. Auch in Bad Hofgastein, Ramingstein und Bruck an der Glocknerstraße entstehen organisierte Quartiere. 25 Asylwerber bekommen einen Platz in privaten Wohnungen.
Das selbstauferlegte Ziel von Integrations-Landesrätin Tina Widmann, in jeder Gemeinde eine Familie unterzubringen, konnte in der kurzen Zeit freilich nicht erfüllt werden. Aber: "Ich halte an meiner Vision fest und bleibe auch nach Weihnachten auf Herbergssuche", erklärt Widmann. Einige Gemeinden hätten zugesagt, sich um eine Wohnungen zu bemühen. Doch die geringen Kostenhöchstsätze und die massiv gestiegenen Mietpreise machten die private Unterbringung schwierig.
Deshalb fordert Widmann, die Kostenhöchstsätze zu erhöhen und an die jeweiligen Mietrichtwerte der Bundesländer anzupassen. Hinzu komme, dass kaum Familien unter den Schutzsuchenden seien und bei Einzelpersonen die "Angstschwelle" höher sei.
"Die Rufe aus dem Osten" in den letzten Wochen seien "sehr kontraproduktiv" gewesen, sagt Widmann. Alle Länder hätten auf Hochtouren gearbeitet und seien sich bewusst, dass Traiskirchen entlastet werden müsse. "Dieser Druck und Zwang ist unnötig", betont Widmann, räumt aber gleichzeitig ein, dass ohne die Deadline die Plätze nicht so rasch gefunden worden wären. (ruep, DER STANDARD, 29.11.2012)
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