"Es wird ein großer Tag für die Palästinenser"

Ben Segenreich aus Ramallah, 28. November 2012, 18:32

In Ramallah im Westjordanland warten die Menschen gespannt auf das Votum in der UN-Vollversammlung

Österreich war der Auslöser", freut sich Sabri Saidam, Berater des palästinensischen Präsidenten, darüber, dass nun plötzlich ein europäisches Land nach dem anderen mitteilt, es werde am Donnerstag für die Aufwertung der Palästinenser bei der Uno stimmen. "Jetzt bearbeite ich gerade den britischen Konsul, wir wollen auch London noch überzeugen."

Das Gespräch findet in der Mukataa statt, dem Regierungshauptquartier in Ramallah. Ein gewaltiges Banner zeigt den verstorbenen Palästinenserpräsidenten Yassir Arafat, seinen Nachfolger Mahmud Abbas, zwischen ihnen den Felsendom in Jerusalem und darunter den Schriftzug: " UN - Staat Palästina". Doch der Hof der Mukataa ist still und leer, und auch auf den Straßen ist am Tag vor der Abstimmung, die zumindest dem Wortlaut nach einen Palästinenserstaat schaffen wird, von Aufbruch kaum etwas zu sehen.

Vielleicht hat die Erfahrung des Vorjahrs die Menschen vorsichtig gemacht - im September 2011 hatte es Flaggenmeere und viel Euphorie gegeben, als Abbas in New York die UN-Vollmitgliedschaft ansteuerte. Dann verlief die Initiative angesichts des Widerstands im Sicherheitsrat im Sand.

Doch "morgen wird es ein großer Tag für die Palästinenser", sagt Saidam. " Palästina wird entstehen - ja, nur als Beobachterstaat, aber das bedeutet, dass die palästinensischen Gebiete nicht mehr als umstrittene Gebiete betrachtet werden, wie die Israelis das möchten, und als Beobachterstaat sind wir Teil aller UN-Institutionen".

Im Stadtzentrum gehen die Geschäfte vor Waren über, und Politik nimmt weniger Raum ein als in früheren Jahren - die Reklametafeln für Samsung-Galaxy-Geräte und Bic-Rasierer sind viel größer als die Abbas-Poster.

Unterstützung für Abbas

Aber der Präsident scheint mit dem Gang zur Uno zu punkten. "Alle sind jetzt hoffnungsvoll, und ich denke, jetzt wird sich etwas verändern", sagt eine pensionierte Beamtin, "wir warten schon 19 Jahre auf eine Bewegung", womit sie das 1993 geschlossene Oslo-Abkommen meint. "Es gibt auch Leute, die dagegen sind, weil sie sagen, dass man so keinen Staat bekommen kann", meint Mustafa Hamdan, ein Betriebswirtschaftsstudent, " aber fast alle unterstützen Abbas und sind froh, dass wir zur Uno gehen."

Gar nicht froh sind die Israelis, die in dem Schritt eine Verletzung des Oslo-Abkommens sehen. "Die Palästinenser haben alles getan, um mit verschiedenen Vorbedingungen Verhandlungen zu vermeiden", sagt Zalman Shoval, Exbotschafter in den USA, "und wenn das nicht mehr geht, dann laufen sie zur UN und versuchen, Tatsachen zu schaffen, ohne mit Israel zu verhandeln - das kann zu nichts Positivem führen."

Im Vorfeld hatte Israel sogar Sanktionen in Aussicht gestellt, sollte Abbas an seinem UN-Antrag festhalten, etwa das Einfrieren von Geldtransfers an die Palästinenser, ein großes neues Bauprojekt östlich von Jerusalem oder gar die Annexion aller Siedlungen. Doch zuletzt sah es immer mehr danach aus, als hätte die israelische Führung sich damit abgefunden, den Rückschlag reaktionslos einstecken zu müssen. (Ben Segenreich, DER STANDARD, 29.11.2012)

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GÖTTILICH!!!

.....hahahaha..ich pack mein leben nicht..hahaha...."Gar nicht froh sind die Israelis, die in dem Schritt eine Verletzung des Oslo-Abkommens sehen. "Die Palästinenser haben alles getan, um mit verschiedenen Vorbedingungen Verhandlungen zu vermeiden", sagt Zalman Shoval, Exbotschafter in den USA, "und wenn das nicht mehr geht, dann laufen sie zur UN und versuchen, Tatsachen zu schaffen, ohne mit Israel zu verhandeln - das kann zu nichts Positivem führen."

"dann laufen sie zur UN und versuchen, Tatsachen zu schaffen"

Ähm, hat Israel das nicht genauso gemacht?

Anfrage an Radio Jerewan: Soll man einen Staat "Palästina" anerkennen?

Im Prinzip ja, aber wenn schon, dann gleich zwei Staaten: Westjordanland und Gaza!

Diese beiden Entitäten haben sich völlig auseinanderentwickelt und sind geografisch durch den feindlich gesinnten Staat Israel getrennt, der in allle Ewigkeit nicht verschwinden wird.

Im Prinzip fände man aber mit einem Staat Palästina im Westjordanland das Auslangen, wenn sich die
1,5 Millionen gazanische Araber der 80 Millionen ägyptischen Arabern anschließen.

man wird schön erkennen können bei der Abstimmung

wer ausser USA,UK und Deutschland noch die letzten Mohikaner der unverantwortlichen Nahostpolitik sind.

5113
28.11.2012, 19:11

Ein großer Tag für den internationalen Terrorismus. So schwächt die Weltgemeinschaft die einzige Demokratie in der ganzen Region noch stärker. Krank, diese Politik!

Ein großer Tag für den internationalen Terrorismus.

Richtig Israel wird jetzt intensiver seinen Terror ausbereiten.

Wäre schön wenn es in ein paar jahren auch ein großer tag für den Tourismus wäre und wir fröhlich durch Israel und Palästina reisen könnten

Warum sollten Leute wie Sie ausgerechnet durch Israel reisen wollen?

Gibt dort doch nur diese rassistischen Juden, die als totalitärer Staat seit Jahrzehnten dieses hoch-zivilisierte und moralisch lupenreine Volk der Pal. unterdrückt.

Ich jedenfalls kann auf Israelbesucher Ihres Schlages gerne und dankend verzichten.

Mit besten Grüßen

obwohl es nicht mich betrifft, aber

ich finde Ihre Wortwahl unverschämt! Was würden Sie antworten, wenn man Ihnen versichern würde, dass man auf Ihre Anwesenheit in Österreich gut und gern verzichten könnte?

:-)

Also erstens ist mir das schon passiert, dass man mir, sogar ganz persönlich, und ins Gesicht, gesagt hat "das wir hier keine Juden brauchen", und zwar in Ö. versteht sich.
Zweitens würde ich antworten, dass ich nach Ö. nicht so oft komme, und wenn´s sein muss sehr gut ohne Ö.-Besuche leben kann.
Und drittens hat der gute user DieBo mit SEINEM geschmacklosen Israel-Bashing, das er praktisch ausnahmslos in seinen Postings verbreitet, meine Reaktion selbst über sich gebracht.
Vielleicht hat er jetzt eine kleine Ahnung von dem Gefühl, das in mir auftaucht, wenn ich Postings in bester Israel-Bashing-Tradition von ihm und seines gleichen lesen muss...
Aber da Isr. eine westl. Demokratie ist, steht es ihm nach wie vor offen dorthin zu reisen.

also ich kann an dem von ihnen kritisierten posting nichts israel-feindliches erkennen. es drückt vielmehr die hoffnung aus, dass in dieser region frieden einkehrt, den sich übrigens alle wahrscheinlich sehnlichst wünschen, nur die politiker nicht!

Also lesen; und dann natürlich inhaltlich verstehen;

müssen Sie schon selbst. Da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen...

In Europa gibt es nur noch zwei Länder die sich zieren:

Die UK, feige wie sie sind.

Und Deutschland, das feigeste aller europäischen Länder.

Es wird endlich Zeit Sanktionen gegen Deutschland zu verhängen. Die bringen in dem Konflikt NICHTS weiter, sind aber ewig auf Seite des israelischen Apartheidsregime und schenken ihnen U-Boote, die mit nukes ausgerüstet werden.

UK als ehemalige Mandatsmacht ist für alles, was nach der Balfour Erklärung im Nahen Osten passiert ist, verantwortlich. Zeit, dass die Briten ihre historischen Verbrechen, die sie der ganzen Menschheit angetan haben, einsehen und einen Beitrag zur Bereinigung leisten anstatt weiterhin Öl ins Feuer zu gießen!

D muss so entscheiden wie vorgegeben weil

D eben nicht frei ist: Es sind noch immer 170.000 US-Soldaten dort stationiert!!! Somit hat D keine eigene Stimme sondern nur die von ISR/USA vorgegebene!

Nö. "Feige" lasse ich nicht gelten. Es ist eher das schlechte Gewissen den Juden gegenüber. Beide Patienten sollten mal auf die Couch.

Apartheidsystem? Gab es im Apartheidstaat Südafrika

schwarze oder farbige Abgeordnete im Parlament? Nein. In Israel gibt es arabische Parteien und ihre Abg. sitzen im Knesset. Durfte in SA ein Schwarzer eine Weiße heiraten? Nein. In Israel gibt es keine solche Gesetze.
Durfte in einem Spital in SA ein Schwarzer neben einem Weißen liegen? Nein. In Israel liegen arabische und jüdische Patienten im Spital nebeneinander und werden von jüdischen und arabischen Ärzten behandelt.

DieEntrechtung verläuft ja in Israel auch nicht zw. Musl. und Juden, sondern zw. Bewohnern der besetzten Gebiete und Menschen mit israelischem Pass - insofern Israel für ale Zeiten an diesen Gebietne festhalten will - ist das die Demarkationslinie

der Entrechtung und diese ist lt. Aussagen einiger namhafter südafrikanischer Aparhteidsaktivisten eher noch schlimmer als die Apartheid in Südafrika.

In Israel dürfen nicht alle im israelischen Herrschaftsgebieten schon seit Generation lebende wählen, andere wurden vertrieben. In Israel dürfen jüdische Frauen nicht mit muslimischen Männern heiraten etc... ich kann ihnen so einige Sachen erzählen und ihre lügen aufdecken. Wenn nur bestimmte Menschen wählen dürfen und andere nicht, spricht man auch nicht von einer Demokratie.

http://www.sueddeutsche.de/leben/hei... e-1.156671

Apartheid

1. Ja, es gab "Farbige" (sogenannte "Coloureds") Mitglieder des Parlaments im Apartheid-Regime von Suedafrika (siehe dazu http://en.wikipedia.org/wiki/Tric... arliament)

2. Nein, Angehoerige verschiedener Religionen (Juden, Christen oder Moslems) koennen in Israel nicht heiraten (siehe dazu 2.3.1 ("marriage") unter http://en.wikipedia.org/wiki/Huma... #Marriage)

3. Ja, spaetestens ab 1990 (also noch waehrend des Apartheid-Regimes) gab es gemischte Krankenhaeuser (siehe dazu http://articles.latimes.com/1990-05-1... hospitals)

Haben Sie noch weitere Argumente oder Insiderwissen zu Israel oder Suedafrika?

Stellen Sie diese Überlegungen auch für die besetzten Gebiete und Ostjerusalem an? Haben etwas beide Volksgruppen das Recht auf eine gerechte Wasserverteilung? Werden für beide Völker die gleichen Baugenehmigungen erteilt? Welche Gebiete werden denn laufend enteignet?

Apartheidsystem

1. Ja, es gab "Farbige" Abgeordnete im Parlament des südafrikanischen Apartheid-Staates (sog. Coloureds) (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Tric... arliament)

2. Nein, Angehörige unterschiedlicher Religionen (Juden, Christen oder Moslems) können in Israel nicht legal heiraten (siehe "marriage" auf http://en.wikipedia.org/wiki/Huma... in_Israel)

3. Ja, es gab zumindest ab 1990 (also noch im Apartheid-Regime) gemischte Spitäler (siehe http://articles.latimes.com/1990-05-1... hospitals)

Noch andere Argumente?

Israeli-Palestinian Interim Agreement on the West Bank and the Gaza Strip

http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace... EEMENT.htm

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