Jobsuche: Nur jeder Fünfte hält das AMS für gute Wahl

28. November 2012, 17:23
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Persönliche Kontakte und Suche im Internet laut Umfrage auf vorderen Plätzen - Rund zwei Drittel zuversichtlich in eigener Branche neuen Job finden zu können

Wien - Trotz der steigenden Arbeitslosenzahlen und Krisenmeldungen sind Erwerbstätige in Österreich optimistisch. Rund zwei Drittel sind zuversichtlich einen neuen Job in ihrer Branche finden zu können. Außerdem vertrauen fast sieben von zehn Österreicher darauf, dass ihr Qualifikationsprofil gefragt ist, geht aus einer repräsentativen GfK-Studie hervor.

Bei einem neuen Job in einer anderen Branche überwiegt jedoch Pessimismus. Nur 42 Prozent halten ihre Chancen hier für sehr gut oder eher gut, 52 Prozent dagegen für sehr schlecht oder eher schlecht. Generell zeigt sich: Je jünger die Befragten, desto größer ist die Zuversicht in der eigenen oder einer anderen Branche einen Job zu finden. Besonders pessimistisch sind dagegen die über 45-Jährigen.

Die Studie fasst diese Stimmungslage als ZAP-Index (Zuversicht eigenes Arbeitsmarkt-Potenzial) zusammen. Konkret wird gefragt: "Unabhängig von Ihrer gegenwärtigen beruflichen Situation: Wie schätzen Sie Ihre eigenen Chancen ein, einen (neuen) Job zu finden?" Aktuell kommt der Index im Durchschnitt auf 2,20 für die eigene Branche und 2,65 für andere Branchen - wobei 1,0 für "sehr gut" und 4,0 für "sehr schlecht" steht. Der Auftraggeber der aktuellen Studie ist das Portal stellenangebote.at.

Persönliche Kontakte vor Internet und Print

Die Studie fragte auch nach den subjektiv besten Möglichkeiten um einen Job zu finden. Hier haben persönliche Kontakte - das "Vitamin B" - mit 63 Prozent Zustimmung die Nase vorne. An zweiter Stelle kommt bereits das Internet mit 50 Prozent, dann Stelleninserate in Zeitungen mit 40 Prozent. Das AMS hält dagegen nur jeder Fünfte für die beste Möglichkeit eine Stelle zu finden. Blindbewerbungen halten nur zwölf Prozent für eine gute Option.

Das AMS scheint zudem recht unbeliebt zu sein. Über die Hälfte all jener, die bereits mit dem AMS Kontakt hatten, haben sehr negative oder eher negative Erfahrungen gemacht. Nur Blindbewerbungen sind bei den Österreichern ähnlich unbeliebt.

Für die Studie befragte die GfK-Austria online repräsentativ 750 Österreicher zwischen 15 und 60 Jahren. (APA, red, 28.11.2012)

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