"Killing Them Softly": Gangster machen Wirtschaft

28. November 2012, 17:29

Andrew Dominiks ins Jahr 2008 verlegte Adaption eines George-V. -Higgins-Thrillers und weitere Filmstarts der Woche

Auf die Parallele, die dieser Film nicht etwa dezent zieht, sind schon andere zuvor gekommen: Organisierte Kriminalität und seriöses Business gehorchen einer ähnlichen Logik. Regisseur Andrew Dominik streut deshalb in seine ins Jahr 2008 verlegte Adaption eines George-V. -Higgins-Thrillers, "Killing Them Softly", bei jeder Gelegenheit Ausschnitte aus Obama-Reden ein, in denen es um die Bewältigung der Finanzkrise geht. Ein prätentiöses Unterfangen, um einen Genrefilm, der sich mit Geldtransaktionen in einer besonders grauen Unterwelt befasst, mit fadenscheiniger Moral zu versehen. Das hat dann sogar für die Filmfestspiele in Cannes gereicht.

Brad Pitt spielt einen pragmatisch kalkulierenden Auftragskiller, der ein paar hinterwäldlerische Gauner beseitigen muss, weil sie einen anderen hinterwäldlerischen Gauner überfallen haben. Das setzt die übliche Gewaltserie in Gang, die hier in bemüht-coolen Posen und übel stilisierten Slow-Motion-Schnittfolgen zelebriert wird. Das edle Cast - James Gandolfini, Richard Jenkins, Ray Liotta - darf sich profilieren. Auch das wirkt ziemlich kalkuliert.

Glücksuchen und Familienkrisen

Der erste, sehenswerte Teil von Ulrich Seidls Trilogie "Paradies: Liebe", begleitet eine 50-jährige Frau nach Kenia, wo sie sich mit Sexarbeitern einlässt. Hans-Christian Schmids konzentriertes Drama "Was bleibt" erzählt von einer Familienzusammenkunft, bei der alte Wunden aufbrechen. Der Franzose François Ozon hat mit dem preisgekrönten Film "In ihrem Haus" einen zwischen Satire und Krimi oszillierenden Film über ein Lehrer-Schüler-Verhältnis gefertigt. Clint Eastwood kehrt in "Back in the Game" als mürrischer Baseball-Scout auf die Leinwand zurück. Außerdem startet das 3-D-Abenteuer für Kinder von DreamWorks, "Die Hüter des Lichts". (kam, DER STANDARD, 29.11.2012)

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5 Postings
Die verdammten Plattmolche der Zensi haben wieder zugeschlagen. Vielleicht ist jetzt eine andere, vernünftigere Besatzung am Werken...

1) "Killing them softly" ist eine modernisierste Fassung des "film noir", sorgfältig und logisch erzählt, in durchaus langen Einstellungen, in denen die Figuren Profil gewinnen können und nicht posieren, sondern glaubwürdig und lebensecht agieren.

2) Keineswegs ist Obama der Hauptredner im Hintergrund. Das ist überwiegend G W Bush! Obama kommt nur in einer Wahlrede, in einer Rede im Senat und mit seiner Dankesrede nach erfolgter Wahl zu Wort. Diue meisten Reden zur Wirtschaft und Bankenkrise werden von Bush genommen. Auch das sollte ein seiner Profession mächtiger fähiger Kritiker bemerken.

3) Unbedingt Originilafassung anschauen. Nachdem dies ausgeprägtes "Personenj´kino" ist, geht sonst zu viel verloren.

waaas?? die ganze standard redaktion ist der meinung das dieser film ein, hmmm, flop ist ??

btw...standard kritisiert man nicht...das ist standard

Killing Them Softly

Unbedingt anschauen! Das ist ganz großes Kino!
Übrigens: wo Gandolfini draufsteht, ist meist auch Gandolfini drin ;)

Wenns nach dem standard ginge, sollte man einfach nur mehr daham bleiben.

Nein,

nur ganz dezidiert Sie !

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