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Viele Südkoreaner beschäftigen sich exzessiv lange in Onlinespielen wie World of Warcraft.
Südkorea gehört in Sachen Internetversorgung der Bevölkerung zu den weltweiten Spitzenreitern. Die hohe Technisierung fordert aber auch ihren Preis. Phänomene wie Internetsucht und exzessiver Konsum von Onlinespielen sind dort und auch in anderen Teilen des Kontinents zu einem ernsthaften Problem geworden.
Die Regierung des ostasiatischen Landes hat als Reaktion darauf bereits verschiedenste Gesetze erlassen. Unter anderem dürfen sich Kinder und Jugendliche nach Mitternacht nicht mehr auf den Servern der Spieleanbieter herumtreiben.
Nächstes Jahr soll nun ein auf Prävention ausgerichtetes Bildungsprogramm starten. Rund 90 Prozent aller Kindergartenkinder sollen über das Internet, seine Gefahren und im Umgang mit Computern und anderen Geräten geschult werden.
Dabei geht es, wie auf The Verge zu lesen ist, nicht um Angstmache. Neben in Märchenform übermittelten Warnungen vor Phänomenen wie Internetsucht soll den Kleinsten auch beigebracht werden, dass man mit internetfähigen Geräten auch Positives bewerkstelligen kann - etwa Musik hören. Auch Spiele außerhalb der virtuellen Sphäre sollen ihnen näher gebracht werden. Dazu gibt es Gesundheitstipps in Liedform, über welche die Kinder instruiert werden, nach dem Spielen von Videospielen die Augen zur Entspannung zu Schließen und sich zu strecken.
Zeitungen berichten, dass dieses Programm innerhalb der Regierung nicht unumstritten ist. Konkret stellt sich die Frage, wie das teure Unterfangen finanziert werden soll. Möglicherweise wird dafür in anderen Bereichen des Bildungssystems das Budget gekürzt werden müssen. (red, derStandard.at, 29.11.2012)
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