Journalismus zwischen Geschwindigkeit und Tiefe

28. November 2012, 16:36
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Essay von Clay Shirky, Emily Bell und C.W. Anderson über den "post-industriellen Journalismus"

Alte Strukturen von Medienunternehmen gehen für immer verloren, die Nachrichten-Industrie gibt es nicht mehr, zu diesem Befund kommen die US-Medienwissenschaftler Clay Shirky, Emily Bell und C.W. Anderson in ihrem Essay "Post Industrial Journalism: Adapting to the Present".

Fünf Annahmen stehen am Anfang des Reports, wie meedia.de zusammenfasst:
1.) Journalismus ist bedeutsam,
2.) guter Journalismus wurde schon immer subventioniert,
3.) das Internet zerstört die Subventionierung durch Werbung,
4.) Restrukturierung ist darum ein erzwungener Schritt,
5.) es gibt viele Möglichkeiten, gute Arbeit mit neuen Methoden zu machen.

Spezialisierung

Die Autoren sehen keine neuen Einnahmequellen, die die schwindenden Werbeerlöse ersetzen könnten. Auch durch Paid-Content sei es für Medienhäuser nicht möglich, ihre Strukturen beizubehalten. Medien-Unternehmen müssten ihre Angebote weiter spezialisieren. Sei es auf bestimmte Themen, Regionen oder Techniken.

Auch Poynter.org widmet sich dem Essay und den dort beschriebenen Auswirkungen des Medienwandels auf die Journalisten: "Journalists are not merely purveyors of facts".

Konflikt zwischen Geschwindigkeit und Tiefe

Generell müssten sich Medienunternehmen klar darüber sein, dass es "einen verschärfenden Konflikt gibt zwischen Geschwindigkeit und Tiefe der Berichterstattung", zitiert meedia.de aus dem Essay. Auch der Konflikt der Aggregation von Inhalten und dem Erstellen von Original-Inhalten werde sich verschärfen. (red, derStandard.at, 28.11.2012)

  • Essay "Post Industrial Journalism: Adapting to the Present": Hier zum Download
    foto: screenshot

    Essay "Post Industrial Journalism: Adapting to the Present": Hier zum Download

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