Gazprom baut parallel zu South Stream auch ein optisches Netzwerk

Gazprom-Tochter und slowenische Comita gründeten für Errichtung einer "Informationsautobahn" gemeinsames Unternehmen

 Der russische Gasriese Gazprom wird parallel zur der Gaspipeline South Stream auch ein optisches Netzwerk bauen. Zu diesem Zweck haben die Gazprom-Tochter Gaztelecom und das slowenische Unternehmen Comita ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Das Unternehmen South Stream Telecom AG soll das optische Netzwerk in Slowenien, Italien, Serbien, Bulgarien und Ungarn bauen, wie die Wirtschaftszeitung "Finance" berichtete.

Kapazitäten

"Wir planen eine Informationsautobahn zwischen Russland und Europa zu errichten. Die Kapazitäten werden wir dann an Telekommunikationsriesen aus Europa und Asien sowie regionale und nationale Telekommunikationsgesellschaften verkaufen", sagte der Prokurist der in slowenischen Kranj ansässigen Comita, Aljosa Ivancic laut "Finance". Er zeigte sich davon überzeugt, dass man mit niedrigen Preisen für die Datenübertragung konkurrenzfähig sein werde.

Die South Stream Telecom AG wird dem Bericht zufolge in der Schweiz registriert. Beide Gründer werden an dem gemeinsamen Unternehmen jeweils die Hälfte der Anteile halten. Ein entsprechender Aktionärsvertrag wurde Mitte November unterzeichnet, als Slowenien und Russland auch die Investition in den slowenischen Teil der Gaspipeline South Stream endgültig besiegelten.(APA, 28.11.2012)

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