Kalium als Frühmarker für Typ-2-Diabetes

Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei Bluthochdruckpatienten, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, niedrige Kaliumkonzentrationen im Blut auftreten

München - Niedrige Konzentrationen von Kalium im Blutserum treten bei Bluthochdruckpatienten vor allem dann gehäuft auf, wenn sie zugleich unter Typ-2-Diabetes oder einer Vorstufe der Volkskrankheit leiden. Bei gesunden Menschen existiert dieser Zusammenhang hingegen nicht. Die in der Fachzeitschrift "Diabetologia" veröffentlichte Studie zeigt erstmals, dass diese Assoziation unabhängig davon besteht, ob der Bluthochdruck mit Diuretika behandelt wird oder nicht.

Darüber hinaus konnte erstmalig auch ein Zusammenhang zwischen Serumkaliumkonzentrationen und Prädiabetes gezeigt werden. Die Wissenschaftler um Christine Meisinger vom Institut für Epidemiologie II des Helmholtz Zentrums München arbeiteten für ihre Untersuchung mit Forschern des Deutschen Diabetes Zentrums in Düsseldorf zusammen.

"Modifizierbare Risikofaktoren können uns helfen, Risikogruppen für eine Diabetes-Erkrankung zu definieren. Nur wenn wir die Risikofaktoren für das Auftreten der Erkrankung kennen, kann eine frühzeitige Diagnose sichergestellt werden oder geeignete Präventionsmaßnahmen ergriffen werden", ist Meisinger überzeugt. (red, derStandard.at, 28.11.2012)

Share if you care