Richter vertagen Entscheidung zu Ermittlungen

28. November 2012, 11:56
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Gegen den Ex-IWF-Chef wird wegen bandenmäßig organisierter Zuhälter ermittelt

Paris - Der Fortgang der Ermittlungen gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn im Zusammenhang mit einer Callgirl-Affäre bleibt weiter offen. Ein Berufungsgericht im nordfranzösischen Douai vertagte seine für Mittwoch erwartete Entscheidung über einen Antrag von Strauss-Kahns Anwälten auf den 19. Dezember, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Gericht muss darüber entscheiden, ob das Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßig organisierter Zuhälterei fortgeführt oder eingestellt wird.

Teilnahme an arrangierten Treffen

Gegen Strauss-Kahn läuft seit März ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit arrangierten Treffs mit Prostituierten, an denen DSK unter anderem in Paris und Washington teilnahm. Der 63-Jährige verteidigt sich damit, dass er nicht gewusst habe, dass die Frauen Prostituierte waren. Vorermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Vergewaltigung eines belgischen Callgirls in der gleichen Causa wurden Ende September eingestellt. Die Frau hatte ihre gegenüber Ermittlern gemachten Vorwürfe zurückgezogen; Anzeige hatte sie nie erstattet.

Vorfälle in New York

Strauss-Kahn war im Mai 2011 als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigung angeklagt worden war. Eine Hotelangestellte beschuldigt den 63-Jährigen, sie in einem New Yorker Luxushotel zum Oralsex gezwungen zu haben. Ein Strafprozess in den USA wurde schließlich fallen gelassen. Der Zivilprozess läuft noch. (APA, 28.11.2012)

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