Raiffeisen verkauft Epamedia an slowakische JOJ Media House

  • Epamedia wird verkauft und geht an das slowakische JOJ Media House.
    foto: epamedia

    Epamedia wird verkauft und geht an das slowakische JOJ Media House.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart - Zustimmung der Kartellbehörden für den Deal steht noch aus

Die Raiffeisen-Holding verkauft seine Außenwerbe-Tochter Epamedia an JOJ Media House. Die slowakische Medienholding von Richard Flimel ist an den Privatfernsehsendern TV JOJ und PLUS beteiligt sowie am Außenwerbeunternehmen in der Slowakei und der Tschechischen Republik. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Eine Zustimmung der Kartellbehörden für den Deal steht noch aus.

Die Epamedia hat 2011 90 Millionen Euro Verlust gemacht, davon zehn Millionen Euro operativ, 80 Millionen Euro wegen Abschreibungen und Einmaleffekten, vor allem in Ungarn. Die Raiffeisen-Holding musste binnen zwei Jahren 100 Millionen Euro Kapital zuschießen. 

Flimel baut an Medien-Imperium in Zentral- und Osteuropa 

Der 48-jährige slowakische Ökonom, Jurist und Medienunternehmer Richard Flimel, 100-prozentiger Besitzer der Medienholding JOJ Media House, hat mit der Übernahme der Epamedia einen weiteren Baustein für sein Medienimperium eingesetzt. Die JOJ Media House hält Beteiligungen am Fernsehsender JOJ, am Portal Plus sowie an Outdoor-Werbungs-Unternehmen in der Slowakei und in Tschechien und er will, vor allem in Zentral- und Osteuropa, weiter expandieren.

"In den Medien Zentral- und Osteuropas sehen wir eine Perspektive", sagte er kürzlich dem tschechischen Server Mediaguru.cz. "Jetzt herrscht zwar die Krise, aber die Schere zwischen den Ländern im westlichen und östlichen Teil Europas geht zu. In den Medien ist das noch nicht so stark zu spüren, aber eines Tages schließt sie sich", wurde Flimel zitiert.

Bei der Expansion denkt Flimel auch an Printmedien, die er jedoch nur für einen "vernünftigen Preis" kaufen würde. Auch Rundfunk-Sender hat er im Visier. "Ausgeschlossen ist es nicht. Alles braucht seine Zeit", sagte er dazu. Das Ziel sei es, einen "bedeutenden Medien-Spieler in Zentral- und Osteuropa zu schaffen", der dann auch an die Börse gehen könnte.

Flimel ist Absolvent der Management-Fakultät der Komensky Universität in Bratislava. In den USA machte er außerdem den MBA-Titel an der University of New Hampshire und den Jus-Doktor an der Columbia University School of Law in New York. 1994 bis 1998 arbeitete er in der slowakischen Tatrabank und in der J&T Finance Group. Später war er in dem Rechtsanwaltbüro Sullivan & Cromwell in New York und in London tätig. 2007 wurde er Generaldirektor des slowakischen TV-Kanals JOJ. (red/APA, derStandard.at, 28.11.2012)

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9 Postings
bleibt der Wiener Standort...

...oder geht's ab nach Bratislava?

Chefin

Hoffentlich ist die heillos überlastete, cholerische Chefin dann Geschichte und aus der Szene verschwunden.

Ist das Managment Team

im Verkaufspreis inbegriffen?

Werden sicher gut geparkt

Gratuliere!

Vielleicht vereinbart man Stillschweigen, weil die Raiffeisen nix bekommt sondern dafür zahlt?

Ab nach Bratislava mit der Geschäftsführung. Jeder Verlust muss mit Stangentänzen rückverdient werden. Schluss mit Raiffeisen Schutz Schirm.

naja ... JOJ Media wird auch zur raika gehören

..

ich hab mir die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrochen welches Kommentar hier am treffensten wäre... aber mir ist keines eingefallen - so geht es dem Käufer wohl auch ;)

Da hätten die Slowaken ihr Geld auch gleich verbrennen können.

Bringt Wärme, vor allem jetzt, wo der Winter kommt.

Hoffentlich wissen die Slowaken, was sie sich da eingebrockt haben

Etwa Zinswetten mit der Bank Austria, die tief in den roten Zahlen stehen.

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