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Zürich/Wien- Ab 2013 werden die Einschaltquoten in der Schweiz mit einer neuen Technologie erfasst. Ein neues Gerät sowie eine spezielle Software machen es möglich, dass auch zeitversetztes Fernsehen sowie der TV-Konsum via Computer gemessen werden können.
Die neue Technologie ermöglicht es, den Fernsehkonsum der Schweizer Wohnbevölkerung präziser abzubilden. Dieser wird seit den 1980er Jahren mit Geräten erfasst, die an den TV-Geräten von repräsentativ ausgewählten Haushalten angeschlossen sind. Den in den vergangenen Jahren stark veränderten Sehgewohnheiten tragen diese Geräte jedoch nur noch ungenügend Rechnung.
Die neue Technologie vergleicht den vom Fernsehsender ausgestrahlten Ton mit demjenigen, der beim Zuschauer empfangen wird. Mit diesem sogenannten "Audio Matching" ist es möglich, eine Fernsehsendung zu identifizieren, selbst wenn sie Tage nach der Ausstrahlung betrachtet wird. Es handle sich um einen "Paradigmenwechsel", sagte Isabel Wenger am Dienstag vor Medien in Zürich. Sie ist bei Mediapulse für die Einführung der neuen Technologie zuständig.
Mit der Eiführung der neuen Geräte dürften sich die Einschaltquoten verändern. Von den Haushalten, die heute ein Messgerät besitzen, ist künftig nämlich keiner mehr vertreten. Dadurch kann es zu größeren Abweichungen kommen, wie Mediapulse-Geschäftsleiter Manuel Dähler erklärte.
Dazu kommt, dass jetzt viel mehr Haushalte für eine Messung infrage kommen als früher. War früher ein TV-Gerät Voraussetzung, braucht man neu nur noch einen "fernsehfähigen Bildschirm". Dies kann auch ein Computer-Monitor sein.
Dadurch kommt es zu einer Umstellung bei den Messwerten. Künftig wird nicht mehr mit einer, sondern mit zwei Quoten gerechnet. Eine umfasst die Nutzung am Tag der Erstausstrahlung (inklusive zeitversetzter Wiedergabe), die zweite bildet den Konsum über die kommenden sieben Tage ab.
Auch in Österreich wird ab dem nächsten Jahr "Audio-Matching" eingeführt werden, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT) auf Anfrage von derStandard.at/Etat. "Wir werden diese Messtechnologie im ersten Schritt dazu verwenden, TV-Geräte mit integrierten Tunern zu messen. Moderne Flachbild-TVs haben einen, meist aber mehrere Receiver für DVB-T, TV-Kabel oder Satellit fix eingebaut", sagt Jo Adlbrecht von der ORF Markt- und Medienforschung. Die Seher würden zunehmend diese Empfangsmöglichkeiten nutzen und auf Zusatzboxen verzichten.
Adlbrecht: "Für IPTV benötigen wir Audiomatching nicht. Wir waren 2009 eines der ersten europäischen Länder, die dafür ein spezielles Verfahren entwickelt haben. Angebote wie A1 TV messen wir mittels SIP (Screen Interface Processing). Das ist eine Art Texterkennungssoftware, die auch für Senderlogos funktioniert. Auch die zeitversetze Nutzung Digitaler Videorecorder ist bei uns schon seit 2010 in den TV-Quoten integriert". (APA/red, 28.11.2012)
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.. die Leute würden auf Zusatzboxen verzichten. Das glaub ich jetzt einmal gar nicht - in jedes Wohnzimmer in das ich komm steht entweder ein Sat-Receiver (wo dann der DVD-Recorder oder eine externe Festplatte angestöpselt ist) oder ein Kabelreceiver - die wenigsten empfangen mit den etwaig vorhandenen Tuner im TV.
also wenn das gerät schon aufgrund des tones die sendung erkennt - dann sollte man doch gleich die gespräche im raum auch auswerten - nämlich ob es eine unterhaltung über das gerade gesehene ist oder ob der fernseher nur läuft und man sich hingegen mit anderen dingen beschäftigt. es gehört viel mehr und genauer gemessen auf dieser welt :)
ganz genau. ich frage mich jetzt allerdings, wenn das kastl ja über ton/spracherkennung funktioniert ob es dann auch technisch möglich wäre, dass man auch die gespräche (rein theoretisch) mitverfolgen oder auswerten kann... (wenn man z.b . das gerät anzapft, das ja sicher am netz hängt).
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