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Brüssel/Washington - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA gefordert. Der Abschluss eines Abkommens bis 2015 würde dem Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten des Atlantiks einen "großen Schub" geben, sagte der deutsche Sozialdemokrat am Dienstag bei einem Besuch in Washington. Allerdings gebe es noch einige Vorbehalte auf europäischer Seite wegen unterschiedlicher Standards beim Klima- und Umweltschutz sowie bei der Nahrungsmittelsicherheit.
Über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA wird seit Jahren diskutiert, zu konkreten Fortschritten ist es aber trotz der Gründung einer Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr nicht gekommen. Die EU verkaufte 2011 Waren im Wert von 260 Milliarden Euro in die USA und führte US-Produkte für 184 Milliarden Euro ein. Das Europaparlament in Straßburg müsste einem Freihandelsabkommen mit Washington zustimmen.
Schulz warnte in seiner Rede an der Johns-Hopkins-Universität auch vor Verzögerungen bei der Einführung der neuen internationalen Kapitalregeln für Banken, die unter dem Namen Basel III bekannt sind. "Wir brauchen so schnell wie möglich eine stärkere und tiefere Regulierung der Finanzmärkte", sagte der Präsident des Europaparlaments. Ansonsten drohe eine weitere Krise.
Die verschärften Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken sollten ursprünglich zum Jahreswechsel eingeführt werden. Die Regierung der USA erklärte jedoch Anfang November, die Regelungen vorerst nicht umsetzen zu wollen und benannte keinen alternativen Termin für den Start. Auch in der EU gibt es noch Unstimmigkeiten. Ob die Regeln hier zum 1. Jänner eingeführt werden, ist noch offen. Europäische Banken befürchten einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz aus den USA.
Basel III wurde vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, einem weltweiten Zusammenschluss von Notenbanken und Finanzaufsichtsbehörden, im September 2010 beschlossen. Der Ausschuss ist in Basel angesiedelt, die Schweizer Stadt gibt dem Regelwerk deshalb seinen Namen.
Schulz hatte am Montag einen dreitägigen Besuch in Washington begonnen. Am Mittwoch steht ein Treffen des EU-Parlamentspräsidenten mit US-Vizepräsident Joe Biden auf dem Programm. (APA, 28.11.2012)
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Wie kommen sie auf die idee die industrie der usa sei abgewrackt? Weil sie nicht expoetweltmeister sind?
Das spricht naemlich eher fuer die usa, die produzieren und konsumieren ihre gueter naemlich selbst, und nicht nur das sie haben dann sogar noch geld uebrig deutsche gueter zu kaufen. Etwas von dem die deutschen nur traeumen koennen.
Die werden auf Protektionismus machen, um ihre Industrie wieder hochzubringen. Da kann Schulzens Martin lautstark "fordern", was immer er will. Denn die Zeiten, wo die USA per stetig steigender Verschuldung den Lender of last resort gaben, sind vorbei.
Außerdem werden die sich mehr in Richtung China/Asien orientieren, denn da liegen die vielversprechenden Märkte. Aber bestimmt nicht mehr in einem auf Brüning machenden Europa.
Was wollen's den Amis denn bieten im Gegenzug.? Vielleicht die unglaublich nachfragestarken südeuropäischen Märkte? Oder vielleicht den unglaublich lukrativen Binnenmarkt des "Exportweltmeisters", der lieber selbst Handelsbilanzüberschüsse auftürmt und zu diesem Behufe sein Lohnniveau drückte?
Die werden sich bedanken für solche Rosinen. Blöd sind's nämlich nicht.
hahaha die ideologischen Kommentare sind immer sehr spassig. Sie meinen die Mitarbeiter im Maschinenbau die zu Hartz4-Sätzen und Niedriglöhnen Spezialmaschinen, die Chemieindustrie und die Autoindustrie mit z.B. den als Sklaven gehaltenen Mitarbeitern? Oder der massenhafte Export von Friseuren und Mitarbeitern aus Altersheimen?
die sie sich nicht leisten können und durch mehr Gelddrucken finanzieren.
Vielleicht sollten wir uns mal bei den Devisenreserven der Chinesen anschauen, was mehr Handelsvolumen mit den USA bedeutet. - Einer zutiefst unproduktiven und daniederliegenden Volkswirtschaft.
Auch wenn das BIP griechenlandmäßig wächst...
ORF.at titelt: "EU-Parlament will Freihandelsabkommen mit USA" - Man kann nur hoffen, daß das Parlament nicht genau so käuflich ist, wie die Europäische Kommission! - Ansonsten können wir uns jetzt schon einstellen auf Zeiten voller Elend, die allein schon durch die genmanipulierten Gewächse auf unseren Feldern unabwendbar kommen werden, wenn aufgrund des verdrängten Erbguts im Fall von Resistenzen keine Alternativen verfügbar sein werden.. Das "alte Europa", wie es im Irak-Krieg von amerikanischer Seite höhnisch bezeichnet wurde, wird dann ein "substantielles Äquivalent" erhalten, das gewissen Konzernen vorübergehend goldene Zeiten ermöglicht, aber gleichzeitig eine globale Hungersnot vorbereiten wird. Es wird spannend sein, zu verfolgen,
politische unionen werden immer über wirtschaftliche unionen vorbereitet, die länder in die gegenseitige abhängigkeit gedrängt, um ihnen dann problemloser ein gemeinsames politisches konstrukt überstülpen zu können...
schöne neue welt(ordnung)
ewg, nafta, asean, afrikanische union...schöne, große, völlig voneinander abhängige einheiten, die sich im anschluss zu noch größeren einheiten verbinden lassen - und wer nicht mitmachen will, weiß noch nicht, daß er mitmachen muss......
in der anderen himmelsrichtung gehts ja ähnlich zu:
http://www.handelszeitung.ch/konjunktu... -entstehen
orwell knew
Mache mir hier nur Sorgen um Aspekte wie Nahrungsmittelsicherheit & Gentechnologie. Da können wir uns dann überhaupt nicht mehr sperren. Uns würde dann der Lebensweg quasi aufgezwungen werden (entspräche ja sonst nicht dem "Freien Handel")
muss ich das nicht. Stimmt. Doch wer sagt mir dass das dann genau ausgewiesen ist? die amerikanischen Gesetze sind hier leider mehr als mau. Da war vor 3-4 Monaten eine sehr gut recherchierte Doku auf ARTE.
Ein Anbauverbot würde aber so ziemlich sicher ein Freihandelsabkommen verletzten, da dies ja für Agrarunternehmen einem Importverbot gleich kommt.
Ja die Ausweisung ist problematisch keine Frage, sie koennen ja nicht feststellen ob das oesterreichische Schwein wirklich nur genfreies Futter bekommen hat.
Nachdem aber fuer “genfreie” Produkte in Oesterreich (wie es scheint) grosse Nachfrage besteht werden die oesterreichischen Betriebe schon einen Weg finden ihr Vertrauen zu gewinnen, da habe ich keinen Zweifel. Ist ja in beiderseitigem Interesse!
und nein es kommt keinem Importverbot gleich!
Oesterreich importiert ja z.B. Gas, aber Fracking ist hier nicht erlaubt.
Atomstrom kommt durch die Leitungen, aber betrieben wird keines.
u.s.w.
importverbot ist es keines. Doch bei Fracking und Atomstrom fehlt auch die Altenative (außer zu Fuß gehen und nicht mehr heizen :)
Bio-Anbieter können aber ganz einfach aus dem Markt gedrängt werden über zB billiges & patentiertes Saatgut. Ich möchte nur auf die Situation im Indischen Baumwoll- oder im Mexikanischen Maisanbau hinweisen. Und nach der aktuellen Lager der europäisch(österreichischen) Klientelpolitik habe ich leider so meine Bedenken ob wir von politischer Seite hier dagegen ankommen.
Es wäre auf jeden Fall eine spannende Zeit wenn so ein Abkommen tatsächlich kommt.
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