Man kann das hier und Jets beenden

Blog | Walter Reiterer
27. November 2012, 19:58
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  • Die Jets um Mark Sanchez (6), ein Abziehbild des Grauens.
    foto: reuters/gary hershorn

    Die Jets um Mark Sanchez (6), ein Abziehbild des Grauens.

  • Die Steelers auf Talfahrt. Pittsburgh hofft auf eine rasche Rückkehr von Ben Roethlisberger (Bild).
    foto: reuters/jason cohn

    Die Steelers auf Talfahrt. Pittsburgh hofft auf eine rasche Rückkehr von Ben Roethlisberger (Bild).

Wer will noch eine Wildcard? Eine Frage, die ganz besonders in der NFC immer mehr an Umfang gewinnt. Wenn alle verlieren, dann sind auch alle irgendwie wieder Gewinner. Nur die New York Jets laufen gerade Gefahr, alles zu verlieren, inklusive ihres Gesichts

Manche Dinge glaubt man ja erst so richtig, wenn sie für alle Zeiten dokumentiert sind. Danke an SB Nation für dieses animierte Gif, welches einen Moment festhält, der die Saison 2012 der New York Jets, so kurz es auch ist, fast vollständig zusammenfasst und die momentane Sprachlosigkeit ihrer Fans auf den Punkt bringt.

Ich sah in Österreich schon sehr viele, darunter auch eine erkleckliche Zahl unterklassiger Footballspiele. Ich sah einen Center unter heftigen Protesten seiner Mitspieler ein Spiel selbst abknien, weil er nicht wusste, wie man das macht. Allerdings war er 16 und es war sein zweites Spiel. Ich sah einen Punter, der „Heinzeling" schon kannte und vorzeigte, als Sido noch maskiert in seinem Block mit Dackeldame Snoop Dog Gassi ging, aber was fällt einem nicht alles ein, wenn man merkt, dass der Punt in die komplett falsche Richtung geht?

Noch nie sah ich aber einen Quarterback, der bei vollem Bewusstsein versuchte, durch das Hinterteil einer seiner Liner hindurch zu laufen. Ich schwör's. Nie! Nicht in Edelschrott, nicht in Werfen und auch nicht in Kukmirn. So etwas sieht man im Met Life Stadium nebst New York City. Wir wissen jetzt, Sanchez sei Dank, dass gewisse Gesetze der Physik auch in New Jersey Bestand haben. Man kann durch Menschen nicht einfach so hindurch laufen. Oder noch nicht, denn wer weiß heute schon, was denen von der Wissenschaft morgen alles einfällt.

Woody Johnson, Besitzer des Klubs, müsste diese Inszenierung eigentlich hier und jetzt beenden und einen ganz dicken Schlussstrich ziehen. Hinter Rex Ryan, hinter Mark Sanchez und den dahinter wuchernden Locker Room-Geschwüren des austherapierten Patienten in Grün. Fireman Ed tat das schon. Der Schaden wird ansonsten nur noch größer und am Ende auch ihn selbst treffen. Diese Aktion war ja nur eine von vielen in diesem Spiel und von vielen mehr noch in anderen Spielen zuvor, die offenbaren, dass die Dinge bei den Jets so nicht mehr zueinander finden können und werden. Da brauchen wir Tebow nicht mal erwähnen, der bis heute nicht weiß, was er dort überhaupt zu suchen hat. Gott wohnt dort nicht, Tim.

Rex, der Unfassbare, hat übrigens zu Protokoll gegeben, dass er ganz und gar damit rechnet, die Jets auch 2013 als Headcoach in die Saison zu führen. Das trifft sich insofern gut, da er auch vor kurzem noch ganz und gar damit gerechnet hat, dass sein Team um die Superbowl mitspielen wird. Möge die Treffsicherheit seiner Prognosen noch lange Bestand haben und die Jets damit wieder ein in allen Belangen seriöser Mitstreiter werden.

Panikattacken in Pittsburgh

Ein weiterer Patient liegt in Pittsburgh in der Notaufnahme und der hat auch einen Namen. Steelers Quarterback Ben Roethlisberger, der zwar so aussieht, als könnte ihn gar nichts umhauen, wurde in Woche 10, gerade von den seit Sonntag als erste auch offiziell aus dem Playoff-Rennen eliminierten Kansas City Chiefs, zu Fall gebracht. Eine schwerwiegende Rippenverletzung verdammte den zweifachen Superbowlgewinner gegen die Ravens und Browns zum Zusehen. Das Ergebnis: zwei Niederlagen, wobei vor allem die vom Sonntag gegen die Browns bedenklich ist. Charlie Batch, der mittlerweile dritte Quarterback, nachdem Byron Leftwich den Ravens geopfert wurde, kann das Team nicht führen. Konfusion und Panik an allen abgeschlagenen Ecken und losen Enden der Steelers Offense, führten zu drei geworfenen Picks von Batch und fünf Fumbles der RBs/WRs. Mit acht Turnovers kann man dann selbst die Browns nicht mehr schlagen. Das ist auch eine Erkenntnis.

Die Verletzung passierte zum denkbar ungünstigsten Moment, denn genau jetzt, in den kommenden Wochen, wird die Spreu vom Weizen getrennt. Hinter den Steelers laufen die Bengals plötzlich wieder heiß und vor ihnen steht das Rückspiel gegen den Erzrivalen in Baltimore am Programm. Roethlisberger wird versuchen, gegen die Ravens zu spielen. Sein Team ist ohne ihn gegen den Erzrivalen bei 0-5. PULS 4 wird, wenn es am Sonntag ans Eingemachte geht, live dabei sein. Ein Duell Cincinnati gegen Pittsburgh um den zweiten Wildcard Platz kündigt sich also an. Sie haben ein recht schönes Restprogramm (beide spielen u.a. noch San Diego und Dallas) und treffen am 23. Dezember noch einmal direkt aufeinander. Die Steelers haben hier auch noch die Möglichkeit, die orangen Tiger zu sweepen.

Der Rest der AFC hat es dann schon schwerer. Miami ist einmal gut und dann mal weniger gut drauf, hat noch zwei Duelle gegen New England und eines gegen San Francisco vor sich. Da ist nur mehr ganz wenig Land in Sicht für die Fins. Dahinter kann nur mehr auf diverse Wunder gehofft werden, denn die Divisionstitel werden demnächst vergeben sein. San Diego (vier Siege in der West hinter Denver), Tennessee (drei in der South hinter Indy, uneinholbar hinter Houston), so wie die Jets und Bills aus der East sind zwar der Papierform nach hochoffiziell am Leben, im Leben selbst aber nur mehr Nebendarsteller in „The Walking Dead".

Wie ein wilder Smith

Ein anderer Quarterback ist wieder auf den Beinen, allerdings trotzdem nicht mehr im Spiel. 49ers Headcoach Jim Harbaugh hat eine schwere und zumindest vorerst kluge Entscheidung getroffen. Alex Smith, der die ersten neun Spiele für San Francisco absolvierte und da als Starter auch mehr oder weniger unumstritten war, zog sich gegen St. Louis eine Gehirnerschütterung zu. Ersatzmann Colin Kaepernick sprang ein und hinterließ dann im darauf folgenden Spiel gegen Chicago einen enorm starken Eindruck. Harbaugh entschied mit der heißen Hand Kaepernicks auch ins Spiel gegen New Orleans zu gehen. Obwohl diese Partie von der 49ers Defense mit zwei Pick Six an Drew Brees entschieden wurde, machte der 25-Jährige wieder ein gute Figur, warf und lief zu je einem Touchdown. Smith trat in voller Montur und demonstrativ mit Helm auf, wollte damit allen zeigen, dass er Ready To Play ist und der falsche Mann am Feld steht. Wie Robert De Niro in Scorseses „Raging Bull" schritt er rastlos die 49ers Sideline auf und ab, in Erwartung, dass sein Einsatz kurz bevor steht. Der kam nur nie und so wie es derzeit aussieht, wird der auch nicht so schnell wieder kommen. Dazu müsste sich Kaepernick entweder verletzten, oder einen ganz üblen Tag erwischen, denn der Groschen beim Cheftrainer, wer sein Starter als Quarterback ist, der scheint gefallen zu sein. Bleibt es bei der Situation, dann könnte es passieren, dass Smith darum bittet getraded zu werden. Er will seine besten Jahre sicher nicht auf der Bank hinter Kaepernick verbringen und hätte derzeit wohl kein Problem, ein neues Team zu finden.

Am sechsten Tag

Jetzt könnten Sie sagen: Aber was! Ein einzelner Spieler kann doch nicht so wichtig sein beim ultimativen Teamsport, so ihr ganzes Schicksal davon abhängig ist. Doch, ist er. Da muss man gar nicht mal ins Vorjahr zurück blicken (Colts 2011 vs. Colts 2012), denn es gibt ein ganz aktuelles Fallbeispiel aus der NFC. Betrachten wir das Spiel der Chicago Bears Dienstagnacht gegen San Francisco und dann vergleichen wir es mit dem darauf folgenden gegen Minnesota. Zugegeben: Die 49ers sind derzeit wohl ganz vorne anzusiedeln und die Vikings eher irgendwo in der Mitte, trotzdem wurden die Bears von den einen in der Gegend herum geschubst, als handle es sich bei ihnen lediglich um eine übermotivierte High School Mannschaft, sechs Tage später dominieren sie dann ein Team mit intakten Playoff-Hoffnungen. Dabei hat Jay Cutler bei seiner Rückkehr nicht mal gut gespielt. Freilich allemal eine Klasse über Jason Campbell, aber es war das Team als Ganzes, welches ein Mann offenbar zusammenhalten kann. War bei Cutler nicht immer so, aber diese Wandlung, vom Müßiggang hin zu Schwerstarbeit, die hat natürlich mit Vertrauen in die Führung zu tun. Chicago lief in den Candlestick Park als bereits geschlagenes Team ein, so wie sie am Soldier Field schon vor dem Kickoff wie Sieger aussahen. Das sind natürlich Schwachstellen, aber so lange Menschen das Spiel spielen, wird der Kopf den Ausgang mit entscheiden.

Playoff Bild der NFC im Weitwinkel

Die Partie Chicago gegen Minnesota hatte auch eine enorme Bedeutung für das Playoffbild der NFC. Hofften die Teams in Lauerstellung in der Vorwoche auf einen Totalabsturz Chicagos (um ehrlich zu sein, glaubte auch ich daran), sieht das jetzt wieder ganz anders aus, bzw. blieb im Wesentlichen alles beim Alten. Die selben sechs Teams sind derzeit im Playoff dabei, was sich verändert hat, ist die Quantität des Verfolgerfeldes.

Sprach ich vor zwei Wochen noch von einem möglichen Vierkampf um den sechsten Platz, sind es nun sechs Mannschaften, von denen fünf (!) ihr Spiel am Wochenende verloren haben. Divisionstitel sind mancherorts noch in realistischer Reichweite, aber in erster Linie ist die Wildcard zum Greifen nahe, wenn auch, auf Grund der Vielzahl der Bewerber, gleichzeitig fern. Seattle sitzt derzeit vor Tampa und Minnesota (alle mit 6-5) am Post Season-Fauteuil, dahinter dürfen Washington, Dallas und New Orleans (alle 5-6) noch laut darüber nachdenken, ob es am Ende ihres sein wird.

Gefühlt sind derzeit die Bucs das stärkste Team aus dem Sextett (knappe Niederlage gegen Atlanta). Mit Denver, New Orleans und ein weiteres Mal Atlanta haben sie allerdings drei schwere Spiele, Seattle mit Arizona, Buffalo und St. Louis drei am Papier leichtere vor sich.

Für Minnesota wird es nach den Niederlagen gegen Tampa, Seattle und Chicago schwer, müssen sie nicht nur zwei Mal noch gegen Green Bay ran, sondern haben zu allem Überdruss noch ein Spiel gegen Chicago und eines in Houston vor sich. Mit ein wenig Glück für sie könnten sich die Texans zu Weihnachten dann bereits im goldenen Ananas Bowl-Modus befinden, sprich oben fixiert sein und damit früh, oder überhaupt nur mehr die Backups bringen. Das ist aber noch in weiter Ferne.

Redskins nehmen Fahrt auf

Die 5-6 Teams befinden sich in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Vom flüssigen langsam in den festen Zustand gehen nach zwei Siegen in Folge über die Divisionsrivalen die Redskins über. Fehlen noch die Giants (nächstes Monday Night Football), gegen die man in New York nur knapp verlor. So gesehen räume ich am ehesten Washington Chancen ein, den Giants den Divisionstitel noch wegzuschnappen, da danach Cleveland, Philly und Dallas für sie zu packen sind, während es die Giants mit New Orleans, Baltimore und Atlanta zu tun bekommen. Wer die Giants gegen Green Bay Sonntagnacht sah, der weiß aber, dass das auch drei Siege für den amtierenden Champ werden können, ohne das man sehr überrascht darüber sein müsste.

Dallas befindet sich dann eher schon in der Gasform. Dem Zittersieg gegen die Browns, folgte eine eigentlich zu erwartende Niederlage gegen die Redskins zu Thanksgiving. Ad hoc sehe ich noch einen fixen Sieg auf die Cowboys kommen, denn sie spielen noch ein Mal die Eagles, die im Monday Night Game von Carolina die rote NFC-Laterne überreicht bekamen. Cincinnati, Pittsburgh und auch New Orleans lassen den Namen nach dann eher keine allzu positive Prognosen mehr für Dallas zu. Am Ende hat Washington auch noch die Chance die Boys zu sweepen.

Fehlt noch New Orleans, die sich nach dem 0-4 Start zwar wacker zurück gekämpft haben, ein entscheidendes Spiel jedoch - eben jenes gegen San Francisco zu Hause - vergeigt haben. Zwei Pick Six von Drew Brees gegen mächtig wirkende 49ers und schon schaut man sich das Ganze wieder aus einer der hinteren Reihen an. Das Restprogramm ist nun mal beinhart und man wird zumindest vier Siege aus den Spielen gegen Atlanta, NY Giants, Tampa, Dallas und Carolina brauchen. Ich befürchte für New Orleans, dass sich das nicht ausgehen wird. So wie es derzeit aussieht, werden außerdem auch 9-7 Teams dieses Jahr wieder auf der Strecke bleiben. Besser also man geht 10-6 und selbst dann ist das Kind womöglich noch nicht ganz in trockenen Tüchern.

Volles NFL-TV-Programm ab Donnerstag

ESPN America zeigt uns am Donnerstag (Freitagmorgen 2:20 Uhr) mit Atlanta vs. New Orleans ein exquisites Rückspiel der NFC South. Am Sonntag geht es dort los mit den Vikings in Green Bay (19:00 Uhr), gefolgt von Denver Broncos vs. Tampa Bay Buccaneers (22:00 Uhr). Sonntagnacht (Montagmorgen 2:15 Uhr) muss Dallas seine Pflichtübung gegen Philadelphia absolvieren, am Montag (Dienstagmorgen 2:30 Uhr) wird das Bild in der NFC East entweder klarer oder undeutlicher, wenn die Giants bei den Redskins gastieren.

PULS 4, weiterhin mit erfreulichen Zuschauerzahlen unterwegs, befindet sich am Sonntag (22:35 Uhr) in Baltimore beim AFC North-Rückspiel zwischen den Ravens und den Steelers. Mit oder ohne Ben Roethlisberger. Ein Bart wird ab sein. (Walter Reiterer, derStandard.at, 27.11.2012)

NFL Woche 12

Detroit Lions vs. Houston Texans 31:34
Dallas Cowboys vs. Washington Redskins 31:38
New York Jets vs. New England Patriots 19:49
Chicago Bears vs. Minnesota Vikings 28:10
Jacksonville Jaguars vs. Tennessee Titans 24:19
Cincinnati Bengals vs. Oakland Raiders 34:10
Cleveland Browns vs. Pittsburgh Steelers 14:20
Indianapolis Colts vs. Buffalo Bills 20:13
Kansas City Chiefs vs. Denver Broncos 9:17
Tampa Bay Buccaneers vs. Atlanta Falcons 23:24
Miami Dolphins vs. Seattle Seahawks 24:21
San Diego Chargers vs. Baltimore Ravens 13:16
Arizona Cardinals vs. St. Louis Rams 17:31
New Orleans Saints vs. San Francisco 49ers 21:31
New York Giants vs. Green Bay Packers 38:10
Philadelphia Eagles vs. Carolina Panthers 20:33

Tabellen der Conferences
Playoff-Bild

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CK7 vs. Alex Smith

bei AS weiß man, woran man ist. kein genie, keine großen sprünge mehr zu erwarten, ABER statistiken, die es mehr als unfair machen ihn aufgrund einer gehirnerschütterung zu benchen. sowohl completion rate, als auch die W-L rate der letzten 2 jahre sind super. solides game management und teil des 49ers aufschwungs.
für CK7 spricht vorerst wenig. allerdings ist er harbraughs QB pick und der coach hat auch AS erst "groß" gemacht. CK bringt mehr varianten in die offence und es wird ihm allgemein zugetraut auch das leisten zu können, was AS spielt. die frage ist: ist es der richtige zeitpunkt?
ich bin trotzdem für CK, weil mich das safe-play und die vielen sacks + 3-and-outs von smith nerven. it's worth the risk + ich vertrau dem coach. go 9ers!

49ers stats on offence:

bei der nfl gibts wirklich für alles statistiken... also hier was mein genervt sein untermauert:

1st downs passing rank 25:
http://espn.go.com/nfl/stati... wnsPassing

3rd down conversions rank 29:
http://espn.go.com/nfl/stati... dDownConvs

sacks rank 26:
http://espn.go.com/nfl/stati... rder/false

sacked yards loss rank 25:
http://espn.go.com/nfl/stati... rder/false

passing yds total rank 28:
http://espn.go.com/nfl/stati... ssingYards

geht nicht alles alleine auf die kappe des QB, aber sagt auch viel über die offence unter smith aus. its not only the concussion...

Wurde auch Zeit, dass Alex Smith endlich abmontiert wird. Eine der größten Flaschen seiner Generation, die nur letztes Jahr davon profitiert hat, dass Harbough ein running-system fährt, in dem der QB nur die einfache Würfe nimmt. Unter Harbough würden auch Mark Sanchez und Trent Dilfner nicht so schlecht aussehen.

Unglaublich, dass diese Gurke als Nr. 1 von SF gepickt worden ist und im gleichen Jahr Rodgers als Favre Backup so um die Zwanzig.

gurke ist ein bisschen überkritisch. aber ich bin auch gespannt zu sehen, ob kaepernick wirklich ein ass im ärmel ist, das die mannschaft aufs nächste level bringen kann, oder ob doch ein solider smith die bessere variante ist, um siege in den playoffs einzufahren.
eine antwort darauf wird es nie geben, es sei denn einer der QB's holt den superbowl ;)
ich bin dafür es mit dem talentierteren jungen zu probieren und würde dafür sogar ein scheitern in den play-offs in kauf nehmen. aber ich will sehen, was der junge kann und mitfiebern, so dramatisch wie möglich!
sollte es schief gehen, dann war es ein schlechter start für CK und eine niederlage für jim harbaugh. aber lieber so als mit smith zu scheitern und zu sagen: war irgendwie klar.

Also an welcher Stelle man gedraftet wird, sagt nicht unbedingt was aus.
Beispiel:
JaMarcus Russel (OAK) 2007 Pick 1
Tom Brady (NE) 2000 Pick 199
Kurt Warner (STL) undrafted

Ausnahmen bestätigen die Regel...

Kurt Warner und Brady sind Extrembeispiele. Und natürlich gibts immer immer welche, die hoch gehandelt werden und es dann nicht schaffen - wie eben Alex Smith.

Der ist seit 8 Jahren notorisch erfoglos, und die 49 haben sich letztes Jahr trotz und nicht wegen ihm für die Play-Offs qualifiziert. Und als sie ihn wirklich gebraucht haben im Championshipgame gg die Giants hat er versagt. Rodgers spielt in einer schlechteren Truppe, hat die schlechtere O-Line, ist SB-Gewinner und wirft seit Jahren Fantasieyards. Also schlechte Entscheidung 49, die 2000 übrigens auch Brady hätten picken können und irgend eine andere Tulpe gedraftet haben.

Ich lehn mich mal aus dem Fenster und sage 'Nein, JaMarcus Russel ist in ihrer Auflistung DAS Extrembeispiel schlechthin'!

Dass das Coaching bei den 49ers bis Harbaugh letztes Jahr gekommen ist wohl verbesserungswürdig war, sollte man da aber nicht vergessen. Smith hat seit er 2005 gedraftet wurde für 5 verschiedene HCs und 6 verschiedene OCs gespielt.
Den Gamewinning Drive letzte Jahr gegen die Saints lässt du auch weg, das war schon stark. Alles in allem hat er wohl nicht das eingehalten was man sich erhofft hat, aber den wirklich "größten Flaschen" wie Russel oder Leaf scheint er alleine charakterlich meilenweit voraus zu sein. Dh. ein bisschen unfair finde ich das schon ihn als solche zu bezeichnen.

PS.: Wenn Kaepernick in den Playoffs versagt, ist Harbaugh der Depp der Nation.

Fragt sich nur

ob die Coaches gefeuert wurden, weil der QB schlecht war oder der QB schlecht war, weil die Coaches gefeuert wurden.

Luck und RGIII kommen zu Verlierermannschaften und haben sofort Impact, bei Luck muss der HC sogar in der Saison aussetzen und trotzdem sieht man sofort den Unterschied. Smith funktioniert erst, wenn du ihm nur die einfachen Pässe nehmen lässt. Und von mir aus, der NO-Drive war ok, aber deren Defense ist halt auch nicht überragend. Gegen Giants hat das schon anders ausgesehen.

Aber bitte, anscheinend sind hier nur AS-Fans im Forum, da will ich gar nicht den bösen Buben spielen. Aber eine Bitte: Ladets mich nächstes Jahr in eure Fantasy-League ein, ich glaub, da habe ich gute Chancen...;)

Der letzte drive gegen die saints tut heute noch weh! Was hab ich da in meinen Polster geschriehen ...man will ja schließlich niemanden stören oder glauben lassen, man sei verrückt!
Zuerst mega Freude Dank Jimmy Graham und dann dieser letzte drive... wie kann man in dieser Situation nur mit 7 men blitzes agieren? Ajajaj

Korrektur: 4 Headcoaches....

...die 2000 übrigens auch Brady hätten picken können und irgend eine andere Tulpe gedraftet haben

Das trifft auf alle anderen Teams auch zu, und zwar jeweils fünf Mal. Und wenn meine Oma vier Radl hätt', dann wär's ein Autobus.

Ich bin kein großer Fan von Alex Smith (obwohl ich ihn wirklich lange verteidigt habe), aber meiner Meinung nach gibt er den Niners momentan die beste Chance, in den Playoffs weit zu kommen.

Ich verstehe den Move per se schon nicht und zu diesem Zeitpunkt noch viel weniger. JH hat bisher zwar so ziemlich alles richtig gemacht (und ich war da durchaus oft skeptisch), aber ob er sich hier nicht verspekuliert...

Ja, eh, alle hätten ihn traden können. Aber 49er hatten damals einen frühen Pick, bei Smith war es sogar der erste, und waren in beiden Jahren auf der Suche nach einem QB. Und 27 andere Teams haben in dem Jahr keinen QB gebraucht.

Und sowohl Brady als auch Rodgers haben ansehliche Collegekarrieren und bei beiden Drafts waren alle überrascht, dass beide so spät es gezogen werden.

Und ich würd Harbough schon vertraue.n Bei Smith weiss man, was er spielt: Wenig Fehler, wenig Yards, solides SystemQB-Spiel. Kaepernick hat was Unberechenbres, wirft villeicht mehr INTs aber hat dafür Bigplays, die bei AS einfach nicht vorkommen. In den Playoffs kann das den Unterschied machen.

Früher Pick

Ja eh, natürlich hat man nach dem Abgang von Steve Young 2000 ein "kleines" QB Problem gehabt - mit Jeff Garcia aber die Lösung auch schon am Roster (woran man zugegebenermaßen selbst aber nicht geglaubt haben dürfte, ich sag nur Carmazzi).

Aber die ganze Diskussion ist doch müssig: Es gibt tolle Spieler in der ersten Runde und es gibt 1st Round Busts. Dass die Niners geglaubt haben, er wäre den Pick wert (übrigens hat man sich sehr wohl nach einem Trade-Partner umgesehen, nur leider keinen gefunden), das ist jetzt wirklich nicht AS' Schuld. Folglich kann man ihm das auch nicht zum Vorwurf machen.

Und von wegen Big Plays bei CK, aber nicht bei AS: Das Spiel gegen die Saints im Jänner haben Sie schon noch im Kopf, oder? Das gegen Detroit?

Natürlich ist die Duskussion müssig, bin nur der MEinung, AS ist ein klassischer Bust. Anscheinend als einziger, was mich ehrlich gesagt überrascht. Und zum Vorwurf mach ihm seinen frühen Pick eh nicht, da sind schon die 49ers schuld.

Und gegen NO muss man halt immer sehen, gegen welche Defense er spielt. NO eher mittelmäßig, Giants waren die Woche drauf gut drauf, Alex Smith war in dem Spiel gar nicht richtig anwesend. Und genau deshalb find ich den Wechsel richtig, weil Kaepernik die Chance genützt hat und gezeigt hat, dass er der vielseitigere QB ist.

vielleicht

haelt Ryan ja jetzt endlich mal den Schnabel.

DIESEN Tag werden wir alle nicht mehr erleben.

Wie kommt es bitte, dass Kaliber wie New York (Jets) und San Diego genauso viele Siege haben wie St. Louis? Und aufgrund des Unentschiedens sogar schlechtere (!!) Stats??
Ich hab irgendwie das Gefühl, dass, bis auf die üblichen Verdächtigen wie New England, Pittsburgh, Baltimore, sich in der AFC in den letzten 2 Seasons die Spreu sehr stark vom Weizen trennt.
Unter anderem zu nennen Houston (grade 1 PO Teilnahme in den letzten 16 Jahren, die dafür letztes Jahr, dieses Jahr 10-1), Denver (letztes Jahr mit Tebow stark, dieses mit Manning ungemein stärker), und auf negativer Seite natürlich die Jets (Wtf?!) und imho auch San Diego...
Hoffe diese Einseitigkeit entwickelt sich nicht allzu stark weiter in den nächsten Seasons!

lieber Pezi, die Texans gints erst seit 2002, wie sollten die vor 16 Jahren in den Play-Offs gewesen sein?

Joo geh bitte, und das einen Tag später. Einfach mal 3 Postings runterschauen, dann erklärt sich alles von selbst.

lg

hast eh recht, aber dieses himmelschreiende Unwissen ist mir so ins Auge gestochen, dass ich sofort antworten musste

Die Zeiten wo die Chargers und Jets "Kaliber" waren sind aber auch schon a neichtl her. Von daher eigentlich wenig überraschend.

Also zumindest die Jets musste man JEDENFALLS auf der Rechnung haben wenns um die Playoffs ging. Das die jetzt derartig Sang&Klanglos untergehen, davon war wirklich nicht auszugehen, soweit lehn ich mich schon aus dem Fenster.

Spätenstens mit Reeves Verletzung war klar dass das nix wird. Und Tebow war halt ein Eigentor. Als QB bringt er dich nicht weiter, und als Challenge für Sanchez war er ein Schuss ins Knie.

Sanchez steht eh schon unter Dauerdruck und dann Tebow holen, noch dazu in NY mit Medientheater, war wohl einfach falsch gedacht.

Ausserdem sind sie verflucht, weil sie die wichtigste Partie der NFL-Geschichte gewonnen haben - dafür müssen sie jetzt auf ewig büßen. Da gewinnen eher die Cubs die World Series bevor die Jets die SB holen.

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