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So ähnlich sollen die Desiro-Züge von Siemens - im Bild die Diesel-Variante - für die Wiener Schnellbahn und Niederösterreich aussehen.
Wien - Der Sanierungskurs der ÖBB-Gütersparte Rail Cargo Austria (RCA), der heuer "trotz miserabler Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal deutlich über Budget liegt", wie die ÖBB betont, bringt auch ein paar kleinere Deals mit sich, die RCA dauerhaft entlasten sollen. So wird die RCA ihrer Schwester, dem für Bahnbau und -Betrieb, Bahnhöfe und Verschub zuständigen Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur, 33 Verschub-Loks verkaufen.
RCA bekommt dafür laut Standard-Recherchen 24 Millionen Euro. Und die ÖBB eine Bündelung im Verschub, die allen Kunden zugute komme, wie man in der Bahn vorrechnet: Abgesehen vom einmaligen Aufwand habe nämlich auch die überwiegend von der öffentlichen Hand finanzierte ÖBB-Infrastruktur Vorteile. Ihr Nettoergebnisverbesserungseffekt belaufe sich bis 2018 auf rund 3,5 Millionen Euro.
Insgesamt präsentierte sich die ÖBB-Führung vor der Holding-Aufsichtsratssitzung am Dienstag sehr selbstbewusst: Man werde 2012 deutlich besser abschneiden als alle anderen Staatsbahnen, Güterverkehr operativ schwarze Zahlen schreibe.
Deutlich zugeknöpfter gibt man sich zu der vom RCA-Vorstand Anfang November angekündigten "Vertriebsoffensive", mit der die zuletzt massive Kundenabwanderung gestoppt werden soll. Attraktive Gesamtangebote mit Gesamtpaketen für Einzelwagen-, Intermodal und Ganzzugverkehr gehören dazu ebenso wie "Aktiver Vertrieb", den RCA künftig auch bei sogenannten " C-Kunden im RCA-Zielnetz" betreiben will.
Für steigenden Druck ist gesorgt, 2013 werden die öffentlichen Mittel für Schienengüterverkehr gekürzt: Um fünf Mio. Euro oder 60 Prozent wird das Programm für den Kombinierten Verkehr Straße-Schiene-Schiff gekürzt. Um 7,5 Mio. Euro wird die Anschlussbahn-Förderung gekürzt. Die verbleibenden "gemeinwirtschaftlichen Leistungen" will RCA, wie berichtet, effizienter einsetzen (mehr Einzelwagen, weniger Rollende Landstraße).
Wiewohl vieles geschafft, einige wichtige Entscheidungen sind noch nicht in trockenen Tüchern. Bei RCA etwa die Ausgliederung und Verpartnerung der Kontraktlogistik (Stückgut mit 925 Beschäftigten) mit der Grazer JCL der Familie Jöbstl. Sie wird geprüft.
Unruhe ist auch beim Personenverkehr zu orten. Die Entscheidung, bei Siemens hundert Schnellbahnzüge des Typs Desiro ML zu kaufen (wird im Dezember im Aufsichtsrat beschlossen) sorgt für Nervosität. Nicht nur bei Siemens, weil der Preis "ans Limit" gedrückt worden sei, wie mit der Materie vertraute Personen beklagen. Vor allem die anderen Bahnausrüster sind in Aufruhr.
Der Grund: Die ÖBB will die Vergabe des 600-Millionen-Auftrags auf Basis eines Rahmenvertrags durchführen, der 2010 mit Siemens geschlossen wurde. Da nun ein Zweisystemfahrzeug für grenzüberschreitende Fahrten gekauft wird statt des damals für Bayern vorgesehenen Einsystemfahrzeugs, wittern Konkurrenten Verstoß gegen das Vergaberecht. Was die ÖBB bestreitet. Man habe Gutachten, laut denen sei eine Anfechtung unwahrscheinlich. Dass die ersten 35 Wagen aus dem Rahmenvertrag nie gekauft wurden sei kein Problem. Sie seien nur eine Option gewesen. Die Konkurrenz sieht das anders, ohne Erstauftrag sei der ganze Rahmenvertrag obsolet. Vom französischen Alstom-Konzern, der mit Siemens wegen eines Metro-Auftrags für die Stadt Lille im Clinch liegt, wird Einspruch erwartet. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, 28.11.2012)
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Dass eine ambitionierte Online-Redaktion keine Bilder (die ohnedies lizenzfrei verfügbar sind) beschaffen kann, die ein Fahrzeug der seit 2008 in Einsatz befindlichen Baureihe zeigen, womit ist das zu erklären?
www.eriksmail.de/transregio.html
Für das RER-Projekt in Brüssel werden mehr als 300 3-teilige (mit 6 Türen ausgestattete, 280 Sitzplätze aufweisende) DESIRO ML beschafft. Details unter "Rolling Stock" www.railway-technology.com/projects/... usselsrer/
es ist schon arg zu sehen wie stümperhaft ihr recherchierts.. der desiro ml sieht ganz anders aus als der desiro auf dem bild da..
zumindest ein biserl mühe könnte man sich machen. das niveau sinkt leider seit jahren in euren artikeln.
Warum kauft man keine Stadler-Züge? Die sind super. Wenn ich daran denke, wie oft die Talenten Probleme gemacht haben im Vergleich zu den Westbahn-KISS, die nun schon ein Jahr lang brav ihren Dienst ohne große Probleme tätigen. Ich bin ja wirklich kein Fan der Westbahn, aber diese Zuverlässigkeit der Zuggarnituren ist schon beeindruckend, das hätte ich bei dem alle sieben Garnituren benötigenden Umlaufplan Schlimmes erwartet.
Oder ist das sowieso eine politische Entscheidung (Arbeitsplätze und so)?
Ich glaub, da können ihnen ÖBB-Fahrgäste auch einiges darüber erzählen. Bei sowas sollte man aufpassen und nicht subjektive Wahrnehmung als Grundlage für so eine Statistik verwenden. Besonders waghalsig ist dann noch der Schluss, dass deswegen die Züge schlecht sind. Es kann ja auch an mangelhafter Wartung liegen, oder man hat sie einfach nicht entleert, oder es sind einfach Fahrgäste besonders blöd und schmeißen Müll hinein.
Ich persönlich habe selten Probleme mit sowas, sowohl bei Westbahn als auch ÖBB.
Was hat das damit zu tun? Ich spreche von diesen Zügen für den Nahverkehr - also zB Züge, die jetzt auch mit Wiesel-Zügen geführt werden. Die fahren keine 160-200 km/h durch Tunnels, sind daher auch nicht dafür ausgestattet. Nur weil das die Westbahn GmbH ignoriert und mit 200 Sachen durch Tunnel fährt, ist der Zug deswegen nicht schlecht.
...dass die ÖBB an Siemens & Co für ein "unbedingt" notwendiges, neues Leitsystem wegen der neuen, schnellen Züge (?) 3,2 Mrd zahlen muss.
Obwohl es rein technisch mit dem vorhandenen auch gehen würde.
Oder sind das "ganz normale" (Gegen)geschäfte? So a la: Dafür, dass wir die Züge dann auch in Simmering oder Graz bauen (mit SGP gemeinsam) und nicht in China, Rumänien oder Argentinien, krieg ma nachher für eine sinnlose Sache richtig viel Kohle?
Arbeitsplatzerhaltung auf Umwegen?
Politik: Güterverkehr auf die Schiene verlagern! Bravo!!
Realität: Mittel für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene werden gekürzt; Mittel für den Straßenbau regelmäßig erhöht.
Da der LKW-Verkehr im Wesentlichen allein für die Abnutzung der Fahrbahnen auf den Straßen verantwortlich ist und für die Erneuerung dieser Fahrbahnen derzeit die Allgemeinheit aufkommt (also den LKW-Verkehr subventioniert), sollte man Roadpricing auf allen Überlandstraßen für LKWs einführen.
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