Innenministerium sucht den Supergeneral

  • Sicherheitsgeneraldirektor gesucht: Herbert Anderl tritt in den 
Ruhestand.
    foto: dapd/hans punz

    Sicherheitsgeneraldirektor gesucht: Herbert Anderl tritt in den Ruhestand.

  • Andrea Raninger hätte die Qualifikation für seine Nachfolge.
    foto: robert newald

    Andrea Raninger hätte die Qualifikation für seine Nachfolge.

  • Als Favorit gilt aber Konrad Kogler
    foto: apa/bm.i/a.tuma

    Als Favorit gilt aber Konrad Kogler

Die Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit hat alles, was das Polizeiherz begehrt: Staatsschutz, Bundeskriminalamt, Sondereinheiten - und viel Macht im Ministerium. Wer übernimmt ab Jänner nach der Pensionierung von Herbert Anderl den Chefposten?

Wien - Zum Schluss wird das heurige Jahr der Postenneubesetzungen im Innenministerium noch einmal spannend. Nach den inzwischen besetzten Landespolizeikommandos wird nun die Chefetage in der mächtigen Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit (Sektion II) neu vergeben.

Grund ist allerdings nicht die Polizeireform, sondern der Ruhestand, den Generaldirektor Herbert Anderl antritt. Er war 2008 ernannt worden, hätte also noch ein Jahr Luft gehabt, bevor der jeweils fünf Jahre laufende Vertrag abläuft, doch mit 61 ist die wohlverdiente Pension zu verlockend.

Kein Bewerberüberschuss

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Mitte Dezember. Allzu viele Kandidaten erwartet man im Innenministerium aber nicht. Die Voraussetzung "eingehende und aktuelle Kenntnisse über den Dienst der Sicherheitsbehörden" lässt kaum Überraschungen zu.

  • Der Favorit Bei den Buchmachern - im Palais Modena in der Wiener Herrengasse laufen Privatwetten - ist Konrad Kogler der Top-Favorit. Der General ist derzeit schon die Nummer zwei in der Generaldirektion und unter anderem für Einsatzangelegenheiten zuständig. Seit Juli 2008 leitet er auch das Projekt "Polizei.Macht.Menschen.Rechte". Einer breiteren Öffentlichkeit war der gebürtige Steirer und studierte Jurist im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit während der EURO 2008 bekannt geworden. Ins Ministerium hatte ihn seinerzeit Ernst Strasser geholt, um die Fusion von Polizei und Gendarmerie zu forcieren.
  • Der Konkurrent Als Koglers größter Konkurrent wird Peter Gridling, der Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), gehandelt. Für den Mann aus Tirol spricht, dass er bereits eine jahrzehntelange Karriere mit heiklen Missionen im Dienste der früheren Staatspolizei vorweisen kann. Die Staatsschützer sind ebenso wie das Bundeskriminalamt, alle Sondereinheiten, die Flugpolizei und der Katastrophenschutz der Generaldirektion unterstellt.
  • Der Geheimtipp Recht gute Chancen als Geheimtipp werden im inoffiziellen Wettbüro der Vizedirektorin des Bundeskriminalamtes, Andrea Raninger, eingeräumt. Die Chemikerin ist die einzige Frau, die die akademische Qualifikation für die GD mitbringt. Ihr jetziger Vorgesetzter, Kripochef Franz Lang, hat keine Chanchen auf den Generaldirektor, weil er kein Studium absolviert hat.
  • Die Außenseiter Außenseiterchancen haben außerdem der niederösterreichische Landespolizeidirektor Franz Prucher und der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl - nur bewerben müssten sie sich noch. Beide könnten jedenfalls im Ministerium auf kleine Pressuregroups vertrauen. Zwei weitere Namen, die bis dato als mögliche GDs genannt wurden: Karl Hutter, Vize-Kabinettschef von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP), und Günther Marek, der in der Sektion IV für Bau und technische Ausrüstung zuständig ist.
  • Der Aussteiger Für viele überraschend kam, dass sich Mikl-Leitners Kabinettschef Michael Kloibmüller bereits selbst aus dem Rennen genommen hat. Laut Profil zieht der frühere Strasser-Mann "eine Tätigkeit im politischen Umfeld" der Beamtenkarriere vor. (Michael Simoner, DER STANDARD, 28.11.2012)
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Im österreichischen Bundesheer gibt es genau so viele Generäle, wie in den USA-Streitkräften.

Die am. Streitkräfte sind cc. 100-mal so gross,
um nur die Anzahl der Beschäftigten zu erwähnen.
Ich glaube, das sagt alles.

@ doch mit 61 ist die wohlverdiente Pension zu verlockend

Wie darf man das verstehen? Einer der wenigen, der in AT die Chance hat, in seinem Alter noch einen Job zu haben und diesen auch weiter ausüben zu können, gibt den freiwillig auf? War das Teil des Kompromisses, dem Herr Anderl seine Ernennung zum GD verdankt?

Im erwerbswirtschaftlichen Bereich gibt es in AT wesentlich mehr 61-Jährige, die "freigestellt" wurden und regelmäßig beim AMS antreten müssen, um sich dort artig für die Vermittlungsvorschläge bedanken zu dürfen.

Da wird sich schnell

ein gestandener Gummistiefel finden - da bin ich sicher!

wer nicht für diese frau ist, der hat doch einen sprung in der schüssel

http://www.soaringclub-hohewand.at/index.php... isterin-xc

die bringen alle voraussetzungen mit :-)

raninger konnte nur mit müh´ und not den job behalten

wieso sollte sie jetzt den top job erhalten.
logischer nachfolger, wie im artikel auch angedeutet, gridling. Anderl war ja der kompromißkandidat und stv. - konnte nicht übergangen werden.

warum gibt es dazu nicht ein orf freitag abend format?

wäre eine tolle konkurrenz zu dem hüpf- und cyborgsendungen

wer immer es wird, er wird es schwerhaben

vor allem angesichts des immer noch unvergessenen legendären joschi holaubek.

("i bin's, dei präsident!")

der war aber nur Polizeipräsident ...

Qualifikationen sind eh egal

es wird sowieso eine Frau

hoffe auf eine fernsehcastingshow

aber abgesehen davon: die polizeit macht KEINE menschenrechte

das projekt nennt sich "polizei.macht.menschen.rechte". da steht nix von polizei macht menschenrechte.

ich habe ein t zuviel, falls einer eins braucht.

Und wer "macht" sie?

zivilgesellschaft, religion, philosophie. irgendwo in dieser gegend würde ich die suchen beginnen.

Ich würde sagen, so sollte es sein:

der Gesetzgeber beschliesst Gesetze indirekt demokratisch, auf Basis eines breiten gesamtgesellschaftlichen Diskurses, der dauernd stattfindet und so in die Arbeit des Gesetzgebers einfliesst.
Der Verfassungsgerichtshof überprüft, ob die veränderte Gesetzgebung des Gesetzgebers auch mit der Verfassung (bzw. EU-Menschenrechten) übereinstimmt.
Die Exekutive (PolizistInnen) exekutiert dann die bestehenden Gesetze und die RichterInnen urteilen entsprechend unter Berücksichtung der Rechtsordnung der bestehenden Gesetze.

sehr schön, in so einem land würde ich auch gerne leben :-)

Leider sind heutzutage öfters die Lobbyisten die größere Einflussquelle auf den Gesetzgeber und zwar ohne oder im Widerspruch zum gesamtgesellschaftlichen Diskurs

zum gesamtgesellschaftlichen Diskurs gehören alle und somit natürlich auch die Exekutive

Schön. Es geht aber ums alltägliche Leben.

Wirklich interessant wäre die Information, wer denn über die Postenvergabe entscheidet. Diese fehlt allerdings in dem Artikel.

Innenministerium sucht den Supergeneral

Und ich wette mal:

Der Beste aus der dümmlichen CastingShow des Innenministeriums wird ein SCHWARZER das REnnen machen.

Hurrahhh!!!

Wetten?

PS.:

Und dann fragen sich die Leute (wie Sie und Ich), WARUM die Stimmung gegen die Politik schön langsam aggressive Züge annimmt?

Diese Politiker al al MiLei werden wahrscheinlich noch mit NASSEN FETZEN auf der Strasse konfrontiert werden....

Diese aufgelegte Dümmlichkeit gepaart mit Präpotenz ist schon schön langsam atemraubend..

Und NUR, weil diese Inkompetenz in NÖ reingeht, bedeutet es noch lange nicht, daß dies auf BUNDESEBENE ebenfalls reingeht..

logisch wird´s wahrscheinlich einer aus dem schwarzen umfeld werden. die roten haben ja zugunsten ihrer machtansprüche bereits zweimal auf den innenminister verzichtet, obwohl sie zuletzt mit faymann und gusenbauer den kanzler stellten.

Für Sie heisst .....

...das wichtigen Innenministerium hergeben ZU GUSTEN der Machtansprüche verzichten. Welcher, sich zum Deppen der ÖVP zu machen?
Naja, again what lernt!

ich habe noch die worte ihres (ex)genossen gusenbauer im ohr, als er 06 versprach, wenn die spö den kanzler stellt, dann wird wieder ordnung im innenminiserium sein, dann wird wieder ein roter das ministerium leiten und selbstverständlich die auswirkungen der misslungenen polizeireform korrigieren. wie auch sie zur kenntnis nehmen müssen, sechs jahre später,sitzen noch immer schwarze innenminister und ihre günstlinge im ministerium , ebenso sind sämtliche wichtige ministerien in schwarzer hand. nur eines ist sechs jahre noch immer eine konstante, die spö darf den kanzler stellen. habens nun verstanden, worum es ihren roten freunden über alles geht ? in der regierung zu sein- und den kanzler stellen, koste es was es wolle.

Primo: Gusenbauer ist kein EX-Genosse ....

...Faymann schon!
Secondo : Erklären'S mir doch nicht, noch dazu in Ihrer unzureichenden, haspelnden Art, die österr. Politik. DAS weiss ich alles schon - es hat nichts mit Machterhalt zu tun wenn man kein Innen-Aussen-Finanz und seit Werner F.auch kein Justizminsterium mehr hat - welche Macht hat Werner F.? Und das alles, obwohl er mehr Mandate hat. Warum glaubn'S, Sie Plxtzer, habe ich mich verabschiedet?
Terzo: Der Standard hat mir eine vorverlegte Weihnachtsfreude bereitet - mehr in den nächsten Tagen - nur soviel - es betrifft einen Experten,der nicht nur auf jeder Polizeisuppe seinen Schnittlauch dazugibt.Übrigens, der vierte Follower bin ich - und wie gsagt- I freu' mi.

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