US-amerikanischen Pornodarstellerinnen geht es ziemlich gut

27. November 2012, 15:13
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Studie widerlegt Vorurteil, dass es den Frauen im US-Pornogeschäft psychisch und physisch schlecht gehe

Kolportierte 14 Milliarden Dollar setzt die US-amerikanische Pornoindustrie jährlich um, die vor allem im Großraum Los Angeles konzentriert und stark reguliert ist. Von der Krise ist also wenig zu merken. Wie aber geht es den Frauen, die in den einschlägigen Filmen mitwirken?

Psychologen um James Griffith von der Shippensburg University im Bundesstaat Pennsylvania sind der Frage nachgegangen und befragten insgesamt 177 US-Pornodarstellerin im Alter von 18 bis 50 Jahren nach Details aus ihrem Lebenslauf und ihrem Wohlbefinden. Zudem wurde eine Vergleichsgruppe mit ähnlichem Alter und Beziehungsstatus befragt.

Die im "Journal of Sex Research" veröffentlichten Ergebnisse widerlegten jedenfalls recht eindeutig das Vorurteil, dass es den Pornodarstellerinnen psychisch und physisch schlecht gehe. Sie haben, wie nicht weiter überraschend, mehr Spaß am Sex, mehr Sexualpartner (durchschnittlich 75 gegenüber 5 in der Kontrollgruppe), mehr Kontakt mit Drogen und sind eher bisexuell (67 gegenüber 5 Prozent)

Insgesamt waren die Pornodarstellerinnen aber glücklicher als andere Frauen, psychisch mindestens genauso stabil, schliefen ruhiger und wiesen ein höheres Maß an Spiritualität auf. (tasch, DER STANDARD, 28.11.2012)

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